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    KoblenzBier trinken für die Flüchtlinge: Die Partei startet feucht-fröhliche Spendenaktion in Koblenz

    Ausgerechnet durch das Trinken von Bier können Koblenzer Nachtschwärmer am Wochenende Flüchtlinge unterstützen. Acht Kneipen und Die Partei starten die etwas andere Spendenaktion. Was steckt dahinter?

    Symbolfoto
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    Foto: dpa

    Von unserer Mitarbeiterin Marta Fröhlich

    Einen eher unkonventionellen Weg der Flüchtlingshilfe wählen die Mitglieder der kürzlich gegründeten Kreisgruppe von Die Partei. Denn sie trinken für Flüchtlinge – beziehungsweise lassen trinken. Die Satirepartei, die vor allem bundespolitisch mit ihrem berühmtesten Gesicht Martin Sonneborn immer wieder für Furore sorgt, möchte jetzt auch in Koblenz Fuß fassen, aber gleichzeitig vor allem Gutes tun.

    Deshalb klapperte Kreisgruppenvorsitzender Sebastian Beuth mit einer Handvoll Parteigenossen in den vergangenen Wochen die Altstadtkneipen ab und suchte Mitstreiter für die große Aktion am kommenden Wochenende. Acht Gaststätten – Affenclub, Le Box und Fox, SK 2, SmoKings sowie Freiraum und MyWay – sind am Freitag, Samstag und Sonntag, 11. bis 13. Dezember, mit am Start und hoffen auf trinkfreudige Kundschaft. Denn ein Teil der Einnahmen für ausgeschenktes Bier geht direkt an die Flüchtlingshilfe Koblenz. Dabei steht den Gastronomen frei, ob sie einen Aufschlag aufs erste Bier am Abend an den Gast weitergeben oder aus sämtlichen Einnahmen aus der eigenen Tasche einen Erlös generieren.

    „Von 15 angefragten Kneipen sind 8 dabei. Eine gute Quote“, freut sich Die-Partei-Schatzmeister Christoph Klotz. Denn die jungen Aktivisten hatten schon Sorge, dass eine vermeintlich politisch motivierte Aktion bei den potenziellen Teilnehmern auf Ablehnung stößt. „Deshalb nehmen wir uns als Partei bewusst zurück. Es geht ja um die gute Sache und nicht um Politik“, erklärt Sebastian Beuth.

    Dass ausgerechnet massig Bier für Flüchtlinge fließen soll, erscheint im ersten Moment schon etwas schräg, das müssen Beuth und seine Parteigenossen auch zugeben. Doch dies sei eben die Handschrift ihrer Partei. „Typisch für uns ist, dass wir statt Versprechen Satire machen und so aber das Augenmerk auf Missstände richten. Wenn wir nichts versprechen wie andere Parteien, brauchen wir es auch nicht zu halten. Dann lügen wir wenigstens nicht“, erklärt Klotz die Parteilinie. Mit Humor auf Schieflagen und Probleme in der Gesellschaft aufmerksam zu machen, scheint der Partei Rückenwind zu geben. Allein die Koblenzer Kreisgruppe wuchs seit ihrer Gründung vor zwei Monaten auf 20 Mitglieder – für eine kleine Randpartei eine gute Ausbeute, meint auch Sebastian Beuth.

    Doch eine reine Blödelpartei wollen sie nicht sein. „Wie sehen uns im direkten Schlagabtausch mit der AfD. Das ist unser politischer Gegner auf Augenhöhe“, so der Vorsitzende. Und diese juckt es kräftig, dass Die Partei jetzt auch noch eine Aktion für Flüchtlinge startet. Erste wortreiche Reaktionen trudelten über Facebook bereits ein. Doch das spornt die Nachwuchspolitiker der Satirepartei nur an. „Hoffentlich trinken die Koblenzer kräftig mit. Der gute Zweck ist das Wichtigste“, hofft auch Nadine Kaiser, bei der Koblenzer Kreisgruppe für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, auf eine erfolgreiche Aktion.

    Die Partei informiert am Samstag ab 12.12 Uhr am Löhrrondell über ihre Aktion „Trinken für Flüchtlinge“.

    Koblenz
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