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    KoblenzAngeln an der Oberwerth-Nordspitze bleibt tabu: Klage ist abgewiesen

    Es bleibt dabei: Jakob Starck darf nicht durch das Koblenzer Freibad laufen, um an der Nordspitze der Halbinsel Oberwerth seinem Hobby Angeln zu frönen. Das hat jetzt das Verwaltungsgericht Koblenz entschieden – wie bereits nach der mündlichen Verhandlung vor wenigen Tagen angekündigt.

    Am Eingangstor des Freibads ist Schluss – und das bleibt auch so: Hobbyangler Jakob Starck darf das Freibad nicht durchqueren, um an die Nordspitze des Oberwerths zu gelangen, wo er gern angeln würde. Das Verwaltungsgericht hat seine Klage gegen die Stadt jetzt abgewiesen.
    Am Eingangstor des Freibads ist Schluss – und das bleibt auch so: Hobbyangler Jakob Starck darf das Freibad nicht durchqueren, um an die Nordspitze des Oberwerths zu gelangen, wo er gern angeln würde. Das Verwaltungsgericht hat seine Klage gegen die Stadt jetzt abgewiesen.
    Foto: Denise Remmele

    Der Koblenzer Starck ist Hobbyangler, und er würde gern dort angeln, weil es der einzige Platz in Koblenz sei, „wo man noch Raubfische fangen kann, überall sonst im Stadtgebiet ist es verboten“, wie er bei der Verhandlung erklärte. Doch dafür müsste er das Freibadgelände durchqueren. Deshalb hatte er bei der Stadt die Festsetzung eines entsprechenden Betretungsrechts beantragt.

    Dies lehnte die Stadt unter Hinweis darauf ab, dass nach dem Landesfischereigesetz das Gewässer nicht an jeder Stelle für Angler frei zugänglich sein müsse. Es genüge, wenn es überhaupt auf einem allgemein zugänglichen Weg erreicht werden könne. Dies sei beim Rhein ohne Weiteres der Fall – wenn auch eben nicht an der Oberwerth-Nordspitze. Doch dagegen hat Starck nach erfolglosem Widerspruch geklagt. Er machte geltend, dass es ihm grundsätzlich möglich sein müsse, an jedem Uferabschnitt des Rheins zu angeln.

    Das Verwaltungsgericht gab nunmehr der beklagten Stadt Recht und wies die Klage ab. In einer Pressemitteilung informiert das Verwaltungsgericht nun über das Urteil (Aktenzeichen 6 K 869/12.K).

    Demnach dürfen Angler nach dem Landesfischereigesetz zwar die an ein Gewässer angrenzenden Ufer zum Angeln betreten. Doch deswegen dürfen sie noch lange nicht auf dem Weg dorthin fremde Grundstücke ohne Zustimmung überqueren. Eine Ausnahme komme nur dann in Betracht, wenn das Gewässer als solches nicht auf einem zum allgemeinen Gebrauch bestimmten Weg oder nur auf einem unzumutbaren Umweg erreicht werden kann. Dies sei aber beim ansonsten gut zugänglichen Rhein nun einmal nicht der Fall.

    Für eine eng am Wortlaut orientierte Gesetzesauslegung spricht laut Gericht, dass ein Betretungsrecht für fremde Grundstücke zu einem Eingriff in das Eigentum Dritter und somit in eine Grundrechtsposition führe. Zu dessen Rechtfertigung könne es nicht ausreichen, dass der Angler, obwohl der Rhein ansonsten zugänglich ist, sein Hobby gerade an einer bestimmten Stelle ausüben wolle. red

     

    OVG bestätigt: Angler darf nicht durchs Freibad, um am Oberwerth zu fischenKläger will unbedingt am Koblenzer Oberwerth angeln: OVG prüft Angeln an der Oberwerth-Spitze: Gescheiterter Kläger stellt neuen Antrag
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