40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Koblenz
  • » Abrissfirma beginnt Arbeit an St. Peter und Paul in Urbar
  • Aus unserem Archiv

    UrbarAbrissfirma beginnt Arbeit an St. Peter und Paul in Urbar

    Der Abriss der katholischen Pfarrkirche St. Peter und Paul in Urbar läuft. Das Urmitzer Unternehmen AWR Abbruch ist derzeit mit vier Mitarbeitern im Einsatz - zurzeit hauptsächlich im Inneren.

    Das Dach der Urbarer Pfarrkirche ist inzwischen voll eingerüstet, die Abrissfirma hat ihre Arbeit begonnen.
    Das Dach der Urbarer Pfarrkirche ist inzwischen voll eingerüstet, die Abrissfirma hat ihre Arbeit begonnen.
    Foto: Volker Schmidt

    Von unserem Redakteur Volker Schmidt

    Die Asbestfaserzementplatten, mit denen das Dach eingedeckt ist, können zurzeit nämlich noch nicht abgetragen werden. Die Entfernung dieser schadstoffhaltigen Materialien muss über die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord angemeldet werden. Und die Genehmigung sei noch nicht da, sagt AWR-Projektleiter Roland Koch, der ergänzt: "Wir rechnen aber damit, dass wir nächste Woche Montag damit anfangen können."

    Für Koch ist der Abriss einer Kirche auch Neuland. Umgebaut habe er schon mal eine, aber abgerissen noch nicht. Besondere Probleme erwartet er aber nicht. Etwas schwierig sei die "enge Platzsituation" mit der Hanglage und der direkt unterhalb der Kirche liegenden Kindertagesstätte.

    In dieser wird aus Sicherheitsgründen in den kommenden Wochen kein Kind betreut - zumindest so lange, bis die schweren Stahlelemente der Dachkonstruktion entfernt sind. Diese werden wohl in einem Stück mit einem Autokran herausgehoben, wie Roland Koch erklärt. "Das genaue Konzept wird aber noch unter der Einbindung eines Statikers entwickelt", so Koch. "Der Statiker soll die Zwischenzustände berechnen." Soll heißen: Die Firma will unliebsame Überraschungen wie zum Beispiel den Einsturz von Gebäudeteilen nach der Entfernung eines Stahlelementes verhindern. Insgesamt sei das aber nicht schwierig, sondern das "normale Geschäft", man müsse halt nur Sicherungsmaßnahmen ergreifen.

    Die 1000 Quadratmeter große Dachfläche wird bis dahin schon abgedeckt sein. Wegen der Gesundheitsgefährdung, die durch die Asbestplatten für die Arbeiter besteht, müssen die Männer mit Mundschutz und Schutzanzügen zu Werke gehen. Die Platten werden zunächst in sogenannte "Big Packs" verpackt, damit keine gefährdeten Stoffe mehr austreten können. Später landen diese Säcke dann in Containern und werden auf der Zentraldeponie "Eiterköpfe" bei Ochtendung entsorgt (siehe Zusatztext). Sind alle Platten entfernt, kann und muss auch das Gerüst wieder abgebaut werden.

    Zurzeit wird vor allem im Inneren der Kirche gearbeitet. Auch hier sind Stoffe zu finden, die speziell entsorgt werden müssen. Zu diesen zählen künstliche Mineralfasern, die zum Beispiel zum Dämmen verwendet werden, oder Klebstoffe. Andere Teile wie Bodenbeläge sind da schon unproblematischer, müssen aber natürlich auch entfernt werden. "Das Gebäude wird entkernt, wir stellen also quasi den Rohbau her", gibt Roland Koch einen Einblick in die Arbeit.

    Diese wird vermutlich schneller abgeschlossen sein, als zunächst vermutet. Im Gespräch mit der RZ hatte Bürgermeisterin Karin Küsel-Ferber noch davon gesprochen, dass man hoffe, bis Ende Oktober fertig zu sein. Roland Koch sagt jetzt: "Wir benötigen maximal zwei Monate. Ende September müssten wir eigentlich durch sein."

    Was ist Asbest, und wie wird dieser entsorgt?

    Rund 1000 Quadratmeter Asbestfaserzementplatten befinden sich auf dem Dach der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Urbar. Als das Gebäude in den 1960er-Jahren gebaut wurden, galt Asbest noch als eine Art Wunderbaustoff - wegen seiner hohen Festigkeit, weil es enorm hitzebeständig ist und gut dämmt. Seit 1970 wird die Asbestfaser offiziell als krebserregend bewertet, seit 1993 ist die Herstellung und Verwendung in Deutschland verboten. Die Asbestzementplatten können nicht wiederverwertet werden. Die in "Big Bags" verpackten Platten werden nur mit mineralischem Material abgedeckt, sodass keine Fasern mehr freigesetzt werden können. vos

    Mit dem RZ-Copter über der Kirche in Urbar: Teil 2 Auslagerung des Urbarer Kindergartens St. Peter und Paul ist erfolgreichSchwierigster Teil des Kirchenabrisses in Urbar ist erledigt (Mit Video) Urbarer Kirche liegt in Trümmern Video aus der Luft: Mit dem RZ-Copter über der Kirche in Urbar weitere Links
    Koblenz
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Regio-CvD Online

     

    Mail

    epaper-startseite
    Wetter
    Mittwoch

    16°C - 28°C
    Donnerstag

    14°C - 25°C
    Freitag

    17°C - 27°C
    Samstag

    18°C - 30°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Bildergalerie: Fotos unserer Leser
    Kaiser Wilhelm und Seilbahngondel bei Sonnenuntergang. Die Aufnahme machte Thorsten Kolb aus Zirl im Spätsommer bei Sonnenuntergang an der B42 in Ehrenbreitstein.

    Mit der Kamera an Rhein und Mosel unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.

    Serie: Koblenzer Stadtgeschichte
    Koblenzer Stadt-Geschichten

    Redakteur Reinhard Kallenbach greift historische Begebenheiten der Stadt auf

    Anzeige