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  • Internetportal aus Vallendar: Der etwas pfiffigere Preisvergleich

    Vallendar. Sie sind beide keine 25 Jahre alt, aber sie führen ihr eigenes Unternehmen: Alexander Hoffmann (22) und Michael Wendt (23), Absolventen der WHU - Otto Beisheim School of Management in Vallendar, haben eine Preisvergleichsplattform für Bürobedarf entwickelt. Der Name: Papersmart.

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    Alexander Hoffmann (vorn) und Michael Wendt (rechts) haben das  Preisvergleichsportal Papersmart gegründet. Vertriebsprofi Klaus Wächter  (Mitte) steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
    Alexander Hoffmann (vorn) und Michael Wendt (rechts) haben das Preisvergleichsportal Papersmart gegründet. Vertriebsprofi Klaus Wächter (Mitte) steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
    Foto: Angela Kauer

    Vallendar. Sie sind beide keine 25 Jahre alt, aber sie führen ihr eigenes Unternehmen: Alexander Hoffmann (22) und Michael Wendt (23), Absolventen der WHU - Otto Beisheim School of Management in Vallendar, haben eine Preisvergleichsplattform für Bürobedarf entwickelt. Der Name: Papersmart.

    Smart, also pfiffig, ist das Portal vor allem deshalb, weil es den Kunden im Gegensatz zu anderen Plattformen dieser Art nicht nur den günstigsten Preis für ein bestimmtes Produkt anzeigt, sondern den günstigsten Preis für einen ganzen Warenkorb. "Größere Unternehmen wollen schließlich nicht nur einen Bleistift oder einen Ordner kaufen, sondern häufig eine ganze Palette an Büroartikeln", erläutert Michael Wendt, der bei Papersmart die Geschäfte führt.

    Die Idee für Papersmart entstand im Rahmen der Abschlussarbeit von Michael Wendt und Alexander Hoffmann an der WHU: "Uns war aufgefallen, dass die Beschaffung von Büroartikeln in vielen Unternehmen nicht optimal läuft", sagt Hoffmann, der die Geschäftsentwicklung des Jungunternehmens im Auge behält. Gerade Großkunden müssten sich häufig durch einen Berg an Katalogen und Angebotsbroschüren für Papier- und Schreibwaren wühlen. Noch immer werden viele Bestellungen telefonisch oder schriftlich aufgegeben. "Und am Ende ist es doch nicht das günstigste Angebot", meint Hoffmann. "Indem wir die Kunden ins Internet holen, steigt die Prozesseffizienz für Kunden und Händler gleichermaßen", ergänzt Wendt.

    Und zwar so: Gewerbetreibende oder Institutionen erstellen bei Papersmart einen Warenkorb mit allen gewünschten Artikeln. Vor dem virtuellen Gang zur Kasse erhalten sie eine Übersicht über alle Lieferanten, die für ihre Bestellung infrage kommen. Sollte es insgesamt günstiger sein, wird die Bestellung sogar auf zwei Anbieter aufgeteilt. Und - darauf sind die jungen Unternehmer besonders stolz - das Portal zeigt den Standort des jeweiligen Anbieters an. "Die Kunden können sich für einen lokalen Lieferanten entscheiden", erläutert Wendt. "So fördern wir regionale Geschäftsbeziehungen."

    Erstellt wurde die Plattform, die Anfang August dieses Jahres an den Start gegangen ist, komplett als Eigenentwicklung. An die Seite geholt haben sich Wendt und Hoffmann dazu die IT-Spezialisten Simon Stemplinger und Stefan Wille, außerdem den Branchenkenner Dirk Steffens und den Vertriebsprofi Klaus Wächter, der vor allem die Kontakte zu den Händlern herstellt. Weil ihre Idee auch für die Forschung interessant ist, sitzen die beiden Wirtschaftsprofessoren Dr. Malte Brettel von der Technischen Hochschule Aachen und Dr. Lutz Kaufmann von der WHU im Beirat und unterstützen die jungen Gründer.

    Inzwischen haben rund 20 Händler eine Zusammenarbeit mit Papersmart zugesagt und stellen ihre Preis- und Lieferdaten über die Internetplattform bereit. Mittelfristig sollen es drei bis vier pro Postleitregion - das sind die ersten beiden Stellen der Postleitzahl - werden. Die Anbieter kostet die Kooperation mit Papersmart zunächst keinen Cent: "Es fallen weder Eintrittskosten noch irgendwelche Gebühren an", erläutert Wendt. Kommt ein Geschäft zustande, erhält Papersmart eine Provision. Ob sie davon leben können, möchten die beiden jungen Gründer (noch) nicht sagen. Fest steht aber: Ihr Unternehmen hält sie auf Trab. Und das so sehr, dass beide nach ihrem Bachelor den Master auf unbestimmte Zeit verschoben haben. "Wir wollen erst einmal, dass unser Projekt läuft", sagt Alexander Hoffmann.

     

    Von unserer Redakteurin Angela Kauer

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