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    Koblenz140 Plätze weniger: Parkplatznot an der Uni Koblenz

    Am Campus der Universität Koblenz wird die Parkplatznot immer drängender. Jetzt fallen 140 der sowieso schon knappen Stellplätze für Studierende und Mitarbeiter weg. Die Hochschule rät allen, möglichst mit dem Bus zu kommen.

    Viele Studenten der Koblenzer Pendler-Uni fühlen sich von der Hochschule in Sachen Parkplätze im Regen stehen gelassen.
    Viele Studenten der Koblenzer Pendler-Uni fühlen sich von der Hochschule in Sachen Parkplätze im Regen stehen gelassen.
    Foto: Annette Hoppen

    Rund 650 offizielle Parkplätze gab es bislang für die mittlerweile 6500 Studenten, die im Wintersemester 2012/13 an der Universität Koblenz eingeschrieben sind. Ein nicht gerade üppiges Angebot, was die Parkplatzsuche für viele Studierende zu den Stoßzeiten zu einer Lotterie macht. Nun wird sich die ohnehin angespannte Situation weiter verschärfen: 140 dieser Parkplätze fallen ersatzlos weg, weil die Stadt ein bislang an die Hochschule verpachtetes Areal auf dem ehemaligen WTD-Gelände verkauft hat und der Mietvertrag zum 15. Januar gekündigt wurde.

    "Somit stehen uns also ab kommendem Dienstag im Vergleich zur ursprünglich vorhandenen Schotterfläche nur noch rund 60 Prozent zur Verfügung. Die Universität büßt insgesamt etwa 140 Parkplätze ein", heißt es in einer E-Mail der Hausverwaltung der Uni, adressiert an alle Studenten. Der Rat der Hochschulverwaltung: Studenten und Beschäftigte der Hochschule sollen, soweit ihnen dies durch ein entsprechendes ÖPNV-Angebot möglich ist, auf Busse und Bahn umsteigen.

    Denn: Eine Alternative scheint nicht in Sicht. "Das Parkhaus, das auf der Parkfläche gegenüber der Campuseinfahrt vorgesehen war, ist vom Tisch", erklärt Uni-Pressesprecherin Birgit Förg. Für das Projekt hatte sich kein Investor finden lassen, weil eine Auslastung außerhalb der Vorlesungszeiten, also in den Semesterferien, eher fraglich ist, wie die Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit erläutert. Auch die Uni-Pressesprecherin appelliert deshalb an die Studierendenschaft: "Jeder, der kann, sollte Bahn, Bus oder Fahrrad nutzen, statt mit dem Auto in die Uni zu fahren."

    Dem schließt sich auch die Koblenzer Stadtverwaltung an. "Ein Ersatzgelände können wir derzeit nicht anbieten", heißt es aus dem Koblenzer Rathaus. Dass der Parkplatz auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände jederzeit habe wegfallen können, sei der Hochschule bekannt gewesen und keine Überraschung. "Wir hatten der Uni das Gelände als Parkfläche überlassen, bis sich ein Interessent für den Kauf entscheidet", stellt Pressesprecher Thomas Knaak fest. Und genau das sei nun eben der Fall: "Dort wird bebauungsplankonform ein Bürogebäude errichtet." In Kürze beginnen dafür bereits die Arbeiten.

    Unter anderem muss geprüft werden, ob das Gelände mit Kampfmittelrückständen belastet ist. Über Käufer und Kaufpreis darf die Stadt laut Thomas Knaak aus datenschutzrechtlichen Gründen keine weiteren Angaben machen.

    Unter den Studierenden regt sich derweil Unmut. Immerhin ist das Umland von Eifel, Westerwald und Hunsrück nicht unbedingt optimal per ÖPNV an die Stadt angeschlossen. Viele Studenten steuern aber gerade aus diesen ländlichen Gebieten täglich die Hochschule an, die nach wie vor als Pendler-Uni gilt. Und auch einige Dozenten sind nicht gerade glücklich über die Entwicklung.

    "An manchen Tagen, dienstags insbesondere, aber auch mittwochs und donnerstags reichen die bislang vorhandenen Parkplätze kaum mehr aus. Ab 10 Uhr gibt es oft keine Ausweichmöglichkeit mehr", berichtet Werner Dörr, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fach Politikwissenschaft. Der Hochschullehrer befürchtet, dass der Wegfall der Parkplätze auf dem WTD-Areal auch zu einem verstärkten Zwist mit Anliegern führen könnte. "Die Studenten werden verstärkt versuchen, in den Nebenstraßen Parkraum zu finden", lautet seine Vermutung. Immer wieder gern angesteuert, obwohl nicht erlaubt, werde zudem schon heute der Parkplatz eines benachbarten Supermarktes. Auch da stehe künftig sicherlich verstärkt Ärger ins Haus, meint der Dozent.

    Von unserer Mitarbeiterin Annette Hoppen

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