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Kandidaten im Porträt: Thomas Bursian (FDP)

Kirn-Land - Meister und Master braucht das Land. Das hat sich Thomas Bursian (57) groß aufs Wahlplakat geschrieben. Der FDP-Stadtrat, Kreisvorsitzender und Landtagskandidat aus Kirn weiß, wovon er redet, wenn er mit Meister und Master den Lehrberuf und den Studienabschluss fordert. Er hat es selbst so gemacht. 

Thomas Bursian (FDP)
Thomas Bursian (FDP)

Der gebürtige Maler mit Wurzeln in Berlin, wo die Eltern herkommen, war nach der mittleren Reife Physiklaborant bei Veba. Dann machte er Abi am Abendgymnasium, studierte Wirtschaftswissenschaften in Bochum, später Schulmanagement in Kaiserslautern. Vom Seminar in Neuwied kam Bursian 1992 nach Kirn. „Ich nahm das sofort an“, erinnert er sich. Er sollte doch erst mal auf der Landkarte schauen, riet man ihm. Aber Kirn und den ländlichen Raum, das wollte er.

 

Der Oeffentliche fragt Thomas Bursian: 100 Taler zusätzlich - wofür?

Er ließ sich von FDP-Urgestein Hans Faber „anwerben“ für die Liberalen, engagiert sich seither nach dem Motto: Verantwortung übernehmen, Probleme lösen. Ja, er ist optimistisch, dass die FDP wieder in den Landtag einzieht mit Volker Wissing als brillantem Analytiker und gefragtem Koalitionspartner.

Um das Thema Flüchtlingspolitik kommt auch der Kandidat des Wahlkreises 18 nicht herum. Destruktive populistische Angriffe verurteilt er scharf, begrüßt die humanitäre Hilfe, kritisiert aber den lange Zeit unkontrollierten Zustrom. Nicht alle könnten bleiben, viele könnten aber bei entsprechender Eignung den Betrieben in der Region helfen. Wie kann das vorausgesagte Ausbluten der Region verhindert werden?

Gewerbeansiedlung, Schulstandort und Verkehrsanbindung zu stärken – das sind für ihn die Ansatzpunkte. Aber auch kleine Mosaiksteinchen könnten helfen, Kirn liebenswert zu machen. Ein Neubürgerempfang mit einem Begrüßungspaket mit Artikeln vom Sixpack Kirner Bier bis zum Vereinsprogramm wäre so etwas. Für seinen Wahlkreis wünscht sich Bursian Datenautobahnen statt lahmer Netze, mehr Energieeffizienz statt falscher Annahmen und Anreize etwa durch Windkraft.

Der Mittelstand ist für ihn der Motor, der die Region voranbringt. Dazu müsse die Infrastruktur gestärkt, Landflucht verhindert werden. Landflucht verteuert Gebühren und Beiträge und das Leben für alle, rechnet Bursian vor. Er plädiert für Bildung, für weniger Unterrichtsausfall, Stärkung der Berufsschulen. „Erfolg kennt viele Wege“, sagt er und fordert: Unsere Region braucht qualifizierte Kräfte, gut ausgebildeter Handwerksgesellen, Meister und Master.

Bursian ist für mehr Polizeiausbildung und Ausstattung, denn da sei Rheinland-Pfalz Schlusslicht. Er kämpft für flächendeckende ärztliche Versorgung, ist für Straßenbau und vor allem für den Ausbau einer vierspurigen B 41. Die Landesregierung mache sich Gedanken, wie die Menschen besser zum Nationalpark kommen. Er kommentiert das so: „Wir wollen, dass Menschen mit dem Bus auch zum Arzt und zum Einkaufen kommen.“

Armin Seibert

 

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Kolumnen von

Gerhard Engbarth

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