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    EppenrodVereinshalle: SV-Mitglieder sehen Übertragung an Gemeinde kritisch

    Der Vorstand des SV-Eppenrod schlägt Alarm. Die vereinseigene Halle ist ein Sanierungsfall, die finanziellen Ressourcen sind aufgebraucht. Vor allem ältere Mitglieder stehen einer Übertragung an die Gemeinde aber kritisch gegenüber.

    Die Zukunft der Turnhalle des Sportvereins Rot-Weiß Eppenrod steht einstweilen weiter in den Sternen. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im dicht besetzten Klubraum der Turn- und Mehrzweckhalle meldeten am Mittwochabend zahlreiche Teilnehmer ihre persönlichen Bedenken gegenüber einem Vorschlag des Vorstands an, das in großen Teilen sanierungsbedürftige Gebäude an die Ortsgemeinde Eppenrod zu veräußern.

    Wie in unserer Zeitung berichtet, hat die Vereinsführung größte Zweifel, ob der Sportverein unter den gegebenen Umständen weiterhin in der Lage sein wird, die Trägerschaft des sanierungsbedürftigen Hallenbaus zu stemmen. Zu den anstehenden Renovierungsprojekten gehört vor allem die Erneuerung der Heizung, des Hallendachs und der Fenster. Die Ortsgemeinde selbst hat bisher noch nicht abschließend über eine eventuelle Hallenträgerschaft entschieden.

    Nach einer zum Teil leidenschaftlich geführten Diskussion einigte man sich auf einen Kompromiss, mit dem die Entscheidung über die zukünftige Trägerschaft der auch von den übrigen Ortsvereinen genutzten Halle vorerst auf einen späteren Zeitpunkt vertagt ist: Ein Turnhallen-Fachausschuss aus Mitgliedern des Vereinsvorstands und des Ortsgemeinderats soll – möglichst zeitnah – den Kostenrahmen der dringend notwendigen Investitionen abschätzen und Vorschläge für eine anteilige Finanzierung unterbereiten.

    In einem engagiert vorgetragenen Plädoyer hatte der junge SV-Vorsitzende Manuel Nink zu Beginn der mit 50 Teilnehmern gut besuchten Mitgliederversammlung die wesentlichen Gründe für eine gebotene Eigentumsübertragung der Halle an die Ortsgemeinde aus der Sicht des Vereinsvorstands genannt. „Unsere Finanzlage hat sich seit 2006 infolge steigender Energiekosten und aufgebrauchter Rücklagen kontinuierlich verschlechtert, sodass wir – abgesehen von kleineren Reparaturen in Eigenleistung – längst nicht mehr in der Lage sind, dringend notwendige Sanierungsmaßnehmen in Auftrag zu geben“, betonte Nink. Dabei verwies der Vorsitzende zugleich auf die Tatsache, dass der Vereinshaushalt bisher nur durch die Einnahmen aus aufwendigen öffentlichen Veranstaltungen – etwa aus der Eppenröder Kultschlagernacht und der jährlichen Kappensitzungen – ausgeglichen werden konnte. Mit der Vorbereitung und Durchführung solcher Großprojekte – auf Kosten der originären Aufgaben im sportlichen Bereich – fühlen sich der Vorstand und seine Ausschüsse auf Dauer sowohl fachlich als auch zeitlich überfordert. „Im Hinblick auf die Tatsache, dass die Halle von der ganzen Gemeinde genutzt wird, hielten wir es für angemessen, wenn sie möglichst bald in das Eigentum der Ortsgemeinde übernommen werden könnte“, so Manuel Nink als Fazit der Überlegungen aus der Sicht des SV-Vorstands. Dabei konnte er darauf hinweisen, dass nahezu alle Turn- und Sporthallen in der Region ausschließlich in kommunaler Trägerschaft betrieben werden.

    Demgegenüber wollten sich vor allem ältere Vereinsmitglieder nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass ihr mit großem ehrenamtlichem Engagement erworbenes und in Jahrzehnten durch kostspielige Ausbauprojekte erwirtschaftetes Zuhause nun so einfach weggegeben werden könnte. „Das kann höchstens der allerallerletzte Schritt sein“, brachte der langjährige frühere Vorsitzende Thomas Hitschler die Meinung der Zweifler auf den Punkt.

    „Dem Vorstand liegt alles daran, die Mitglieder bei der schwerwiegenden Entscheidung auf seiner Seite zu wissen“, betonte Manuel Nink und versprach, sich zusammen mit Ortsbürgermeister Oliver Lankes für die Bildung eines Turnhallenausschusses einzusetzen. Das vorläufige Ergebnis seiner Arbeit soll dem Verein bei der Jahreshauptversammlung im Februar 2016 vorgestellt werden.

    Diez
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