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    Aar/EinrichStarke Kommunen: Kontrovers und kreativ gemeinsame Ziele erreicht

    Das Landesprogramm Starke Kommunen - Starkes Land ist zu Ende gegangen. Die Abschlussveranstaltung war geprägt von Lob und Zuversicht. Von unserer Redakteurin Dagmar Schweickert

    Die Verbandsgemeinden Katzenelnbogen und Hahnstätten wollen auch weiter gemeinsam die Zukunft gestalten.
    Die Verbandsgemeinden Katzenelnbogen und Hahnstätten wollen auch weiter gemeinsam die Zukunft gestalten.
    Foto: Dagmar Schweickert

    Wie im Flug sind die 30 Monate vergangen, in denen die Verbandsgemeinden Hahnstätten und Katzenelnbogen im Landesprogramm Starke Kommunen – Starkes Land (SKSL) gemeinsame Ideen entwickelt, Ziele verfolgt und effektive Zusammenarbeit vorangebracht haben. Die Abschlussveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus von Mudershausen war jedoch keineswegs geprägt von Abschiedsschmerz und Wehmut. Lob, Anerkennung und der positive Blick in die Zukunft, die die Verbandsgemeinden weiter gemeinsam gestalten wollen, sorgten für viel Applaus und strahlende Gesichter. Volker Satony, Bürgermeister der VG Hahnstätten, lobte die „tolle Arbeit“ der Lenkungsgruppe und dass man mit dem Ministerium „super zusammengearbeitet hat.“

    Ruth Marx vom Innenministerium lobte im Gegenzug die Menschen, die das Erreichte möglich gemacht haben: „Schon beim Start hieß es: Starke Kommunen brauchen starke Menschen: Hier ist Vorbildliches geleistet worden.“ Man habe den Mut gehabt, alte Pfade zu verlassen. Kreative Köpfe hätten sich mutig neuen Herausforderungen gestellt. „Im Ministerium hatten wir das Gefühl: Hier geht was voran. Abwarten und Tee trinken ist nicht so Ihr Ding.“ Als zentralen Erfolg der Zeit nannte sie, wie die anderen Redner, den gemeinsamen Onlinemarktplatz aar-einrich.de, der mittlerweile gestartet und gut angenommen wurde.

    Sie zeigte Ziele auf für die Attraktivität des Standortes und war sich sicher, dass die Region das Programm SKSL gut genutzt habe. „Man merkt, dass hier nicht am grünen Tisch geplant wurde, sondern von Menschen, die es angeht.“Katzenelnbogen und Hahnstätten hätten gemeinsam mit dem Beratungsbüro entra, der Entwicklungsagentur, der Lenkungsgruppe und den Behörden interkommunale Kooperationen als allgemeinen Handlungsansatz ausprobiert. Marx kündigte an, dass das Land SKSL weiterentwickeln will. Katzenelnbogen und Hahnstätten hätten Kooperation sprichwörtlich gelebt. Damit das Erreichte nun nicht in sich zusammenfällt, wollen die Kommunen weiter zusammenarbeiten. Dafür unterzeichneten die Bürgermeister Harald Gemmer und Volker Satony eine entsprechende Willenserklärung.

    Man könne die SKSL-Zeit als eine Art Zwangsehe ansehen, wolle sich nun aber nicht scheiden lassen, scherzte der Katzenelnbogener VG-Bürgermeister Harald Gemmer. Dass die Verbandsgemeinden weiter zusammenarbeiten, ist ohnehin durch eine GmbH und Verträge gesichert. Trotzdem unterzeichneten Gemmer und sein Hahnstättener Amtskollege Volker Satony gerne eine Willenserklärung, in der sie dies nochmals bekräftigten

    Isabelle Schmidtholz von der Entwicklungsagentur begrüßte Bürger, Bürgermeister und Behördenvertreter. Um die Ziele und Projekte des Programms vorzustellen, sagte sie nur „Film ab“, denn all das war in einem informativen Film zusammengefasst. Klar wurden dort die drei wichtigsten Bausteine vorgestellt: Onlinemarktplatz, Wohnstandortanalyse und Tourismus. Zum letzten Punkt ist ein weiterer Film produziert worden, der die Highlights der beiden Regionen darstellt. Er eigne sich keineswegs nur rein touristisch, so Schmidtholz. „Da ist ein Imagefilm für die Region entstanden, der auch auf anderen Messen sehr gut eingesetzt werden kann.“ Beim Tourismusmarketing habe man die Nachbarregion Aarbergen-Heidenrod-Nastätten mit ins Boot genommen. Als weiterer Punkt wurde an die Kooperation der VG-Verwaltungen in den Bereichen Lohnbuchhaltung und Gebäudemanagement erinnert.

    Sandra Heckenberger, Geschäftsführerin von entra, lobte das Vertrauensverhältnis, das zwischen den Beteiligten auf kommunaler Ebene, dem Ministerium und entra entstanden sei: „Das hat super harmoniert!“ Sie unterstrich: „Alle sind stolz auf das, was die Region mit allen Akteuren geleistet hat.“ Die 1. Kreisbeigeordnete Gisela Bertram erklärte: „Stärke bedeutet, Gemeinsamkeiten zu erkennen und für die Gemeinschaft zu arbeiten“ Sie nannte die demografische Entwicklung als große Herausforderung für eine Flächenregion wie den Rhein-Lahn-Kreis mit seinen ländlichen Strukturen.

    Uwe Welker von der VG Katzenelnbogen berichtete über die Arbeit der Lenkungsgruppe, erinnerte an 30 Sitzungen, vielfältige Themen und verriet: „Wir haben teils sehr kontrovers und auch schon mal zäh diskutiert, aber haben immer eine Lösung gefunden.“ Er nannte neben dem Onlinemarktplatz auch die neu eröffnete Kinderbetreuungsstätte „Zwergenland“ als Beispiel für konkrete Ergebnisse. Die Einrichtung bietet Randzeitenbetreuung von Kindern an, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Harald Gemmer sagte hierzu: „Die Unternehmen hier wollen familienfreundlich sein und sponsern dafür diese Form de Kinderbetreuung, auch hier funktioniert das Miteinander.“

    Er dankte allen Beteiligten, erinnerte an viele Visionen, die man gehabt und entwickelt habe, und freute sich, dass man 30 Monate lang die Chance und Zeit bekommen habe, etwas auszuprobieren. „Wir wollen das weiterführen, was wir in diesen 30 Monaten begonnen haben“, erklärte er. Und trotz oder gerade wegen der offiziellen Willenserklärung, dass die Verbandsgemeinden die Zukunft auch weiterhin gemeinsam gestalten wollen, konnte sich Harald Gemmer diesen Kommentar zum Abschluss nicht verkneifen: „Auch wenn jetzt vielleicht alle drauf warten: Ich werde die kommunale Verwaltungsreform hier nicht ansprechen!“

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