40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RLZ Diez
  • » Rostige Schuhnägel zeigen: Caesar war in Hessen
  • Aus unserem Archiv

    LimburgRostige Schuhnägel zeigen: Caesar war in Hessen

    Sensationsfund nahe Limburg: Bei Ausgrabungen haben Archäologen deutliche Hinweise darauf entdeckt, dass Caesar vor mehr als 2000 Jahren im Gebiet des heutigen Hessen unterwegs war. Dabei sind die Fundstücke leicht zu übersehen.

    Julia Amberg, Archäologische Restauratorin, präsentiert am am Rande einer Pressekonferenz in Wiesbaden (Hessen) einen Schuhnagel eines römischen Soldatenschuhs. Er wurde von Archäologen bei der Ausgra
    Julia Amberg, Archäologische Restauratorin, präsentiert am am Rande einer Pressekonferenz in Wiesbaden (Hessen) einen Schuhnagel eines römischen Soldatenschuhs. Er wurde von Archäologen bei der Ausgra
    Foto: dpa

    Limburg - Sensationsfund nahe Limburg: Bei Ausgrabungen haben Archäologen deutliche Hinweise darauf entdeckt, dass Caesar vor mehr als 2000 Jahren im Gebiet des heutigen Hessen unterwegs war. Dabei sind die Fundstücke leicht zu übersehen.

    Rostig, nur zwei Zentimeter klein und doch eine Sensation: Bei der Ausgrabung zweier römischer Marschlager an der A3 nahe Limburg haben Archäologen Nägel von Soldatenschuhen gefunden, die aus Cäsars Zeit um 50 vor Christus stammen. Für sie sind die unscheinbaren Relikte der Beweis, dass der römische Feldherr Julius Cäsar sich einst im Gebiet des heutigen Hessen aufhielt. „Cäsar muss hier gewesen sein", sagte Landesarchäologe Egon Schallmayer bei der Vorstellung der als sensationell bezeichneten Ergebnisse am Donnerstag in Wiesbaden. Er verwies auf Cäsars Kriegstagebücher „De Bello Gallico", in denen der Feldherr die Lager erwähnt.

    „Damit ist es zum ersten Mal gelungen, Militärlager Cäsars auf der rechten Rheinseite im heutigen Hessen nachzuweisen", freute sich die hessische Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU). „Darauf kann man wirklich stolz sein." Die vier beziehungsweise zehn Hektar großen Kastelle stehen nach Angaben der Archäologen vermutlich im Zusammenhang mit den römischen Brückenbauten über den Rhein in den Jahren 55 und 53 vor Christus. Die ausgegrabenen Schuhnägel seien ein herausragender Fund, weil die vergleichsweise großen Exemplare nur zu Cäsars Zeit verwendet worden seien. Wie Stollen gaben sie den römischen Soldaten besseren Halt.

    Neben weiteren römischen Funden wie frühen Amphorenscherben wurde an der Grabungsstätte auch ein keltisches Lager entdeckt. Es stammt den Archäologen zufolge aus der Zeit zwischen dem dritten und ersten Jahrhundert vor Christus und bestand parallel zu einem der römischen Lager. Die Forscher erhoffen sich dadurch neue Erkenntnisse zum Verhältnis von Römern und Kelten.

    Aufmerksam auf die römischen Kastelle wurden die Archäologen im April 2012 bei Untersuchungen im Zuge eines Brückenneubaus an der A3. Ausgrabungen gab es an gleicher Stelle bereits 1936 beim Bau der damaligen Reichsautobahn. Zur weiteren Auswertung der Ergebnisse wurde ein interdisziplinäres Forschungsprojekt ins Leben gerufen, an dem sich unter anderem die Universität Mainz beteiligt. dpa

    Diez
    Meistgelesene Artikel
    Online regional
    Markus Eschenauer

    Regio-CvD Online

    Markus Eschenauer

    Mail | 02602/160 474

    Anzeige
    Regionalwetter
    Freitag

    14°C - 25°C
    Samstag

    13°C - 22°C
    Sonntag

    13°C - 22°C
    Montag

    16°C - 25°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    epaper-startseite
    Anzeige