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    LimburgProtestbrief an Bischof übergeben

    Eine Abordnung aus Frankfurt hat dem Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst eine Protestnote mit mehr als 4400 Unterschriften überreicht.

    Christoph Hefter, Vorsitzender der Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken, nach seiner Audienz beim Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ Foto: Dieter Fluck
    Christoph Hefter, Vorsitzender der Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken, nach seiner Audienz beim Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“
    Foto: Dieter Fluck

    „Wir wollen den Brief nicht als Antibrief gegen den Bischof verstanden wissen, sondern als Schreiben, das in die Zukunft weist. Wir wollen in aller Offenheit über Vorgänge im Bistum sprechen und erwarten die Umsetzung von Beschlüssen, damit unser Bistum positiver gestaltet werden kann." Das hat der Vorsitzende der Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken, Christoph Hefter, nach der Übergabe des Protestbriefs und der Listen mit 4453 Unterschriften gegen die Amtsführung des Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst am Freitag in dessen Dienstsitz erklärt. Der Bischof selbst war für die zahlreichen Medienvertreter nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen. Sein Sprecher Stephan Schnelle entschuldigte seinen Chef mit einem Folgetermin mit Medienvertretern. Außerdem müsse er sich wieder um seine geistlichen Aufgaben kümmern. Hefter und sein Stellvertreter Matthias Thiel hatten eine Stunde mit dem Bischof gesprochen. „Wie zu vermuten war, wenn man mit dem Bischof spricht, verlief das Gespräch in einer freundlichen Atmosphäre. Der Bischof hörte zu. Wir haben alle Themen besprochen, die im Bistum offen und aktuell sind, auch über Themen der Kirche im Allgemeinen", berichtete Hefter den wartenden Journalisten und fügte hinzu: „Wenn die Gespräche zu Änderungen führen, dann war es ein wertvolles Gespräch. Die Hoffnung stirbt zuletzt." Franz-Peter Tebartz-van Elst habe die Unterschriften anerkennend entgegengenommen. „Es geht uns ja nicht darum, dass Gruppen innerhalb des Bistums gegeneinanderarbeiten, sondern dass wir gemeinsam für das Bistum tätig sind und zusammenhalten", drückte Hefter Absicht und Bemühen der Frankfurter Katholiken aus. Bistumssprecher Stephan Schnelle sprach von einem offenen Gespräch, bei dem es nicht um Polarisierung oder Spaltung gegangen sei, sondern darum, das Bistum gemeinsam zu gestalten und dafür die ersten Schritte zu gehen. Der Bischof habe deutlich gemacht, dass ihm der Dialog wichtig sei. Das brauche Zeit und Raum. „Er freut sich darauf, wie es weitergeht, und auf den synodalen Weg." Hefter berichtete, dass es sich bei den Unterschriftenlisten um eine spontane Aktion mit nicht vorhersehbarer Resonanz gehandelt habe. Nicht wenige Katholiken seien aus dem Umland nach Frankfurt gefahren, um das Anliegen zu unterstützen. Leider seien Listen mit 125 Unterschriften abhanden gekommen. Auch die Bezirksversammlung des Kirchenbezirks Limburg hatte in einem Brief an ihren Oberhirten dessen Amtsführung, Vorgänge um die Kostenexplosion und unklare Finanzierung des Diözesanen Zentrums kritisiert und ihren Bischof zur Beendigung der Irritationen aufgefordert. Dieter Fluck

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