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  • Pro Bahn: Reisezentren droht die Schließung

    Limburg. Der Regionalverband Mittelhessen des Fahrgastverbands Pro Bahn unterstützt die Initiative der Partei Die Linke zum Erhalt der beiden Bahnreisezentren in Limburg.

    Können Kunden an den Limburger Bahnhöfen ihre Fahrkarten bald nur noch am Automaten kaufen?  Foto: Hans Georg Egenolf
    Können Kunden an den Limburger Bahnhöfen ihre Fahrkarten bald nur noch am Automaten kaufen?
    Foto: Hans Georg Egenolf - jgm

    Die Schließung von Beratungs- und Verkaufsstellen in der Fläche könne nicht die Antwort auf die Automatisierung und Digitalisierung und die damit verbundenen Auswirkungen in den gesellschaftlichen Alltag sein, erklärt der Regionalsprecher für Mittelhessen, Thomas Kraft, in einer Mitteilung.

    In diesem Zusammenhang fordert Pro Bahn die Deutsche Bahn (DB) auf, von den Gedankenspielen, weitere Reisezentren und Fahrkartenschalter zu schließen, Abstand zu nehmen. In einem Schreiben an die Bahn bekräftigt der Verband, dass es für die Kreisstadt Limburg von großer Bedeutung sei, Reisezentren in ihrer Stadt zu wissen. "Rentner, Schwerbehinderte, ältere Menschen ohne Zugang zum Internet werden von der Teilhabe an der Daseinsvorsorge in unserer Gesellschaft zunehmend ausgeschlossen", heißt es. In dem Zusammenhang wird auch Kritik an der Verfahrensweise geübt, dass die Leistung, Fahrkarten für einen Verkehrsverbund zu verkaufen, öffentlich ausgeschrieben werde. Wenn keine Fahrkarten des Rhein-Main-Verkehrsverbundes mehr an den Schaltern der Deutschen Bahn zu beziehen sind, dann sei klar, dass der Fahrkartenverkauf durch Personal nicht mehr geleistet werden kann. Die Fahrgastzahlen am Regionalbahnhof Limburg dürften zu 70 Prozent Fahrten innerhalb des RMV sein.

    Die Auslastung und Inanspruchnahme von Reisezentren hänge in wesentlichen Teilen auch von deren Attraktivität ab. Gab es in früherer Zeit sogar noch Nachtschalter an Bahnhöfen, so müsse man selbst in den großen Knotenbahnhöfen im DB-Netz feststellen, dass ab 20 oder 21 Uhr nur noch der Kauf einer Fahrkarte am Automaten möglich ist. Für Limburg bedeutete dies, dass seit Jahren die Schalter sowohl am Regionalbahnhof in der Innenstadt als auch am Fernbahnhof Limburg-Süd nur noch von Montag bis Freitag offen sind. Samstags, sonn- und feiertags schaue der Fahrgast in die Röhre beziehungsweise auf den unpersönlichen Automaten.

    Die Fahrkartenautomaten seien zudem in ihrer Handhabung "nicht wahrlich barrierefrei". Personen, die nur gelegentlich mit der Bahn reisen, seien in den allermeisten Fällen überfordert, den Tarifdschungel in den Anwendungsebenen der Automaten zu verstehen. Oftmals sei eine individuelle Beratung notwendig, so insbesondere auch bei Familien- und Gruppenreisen. "Bei solchen Barrieren wird der Gelegenheitskunde schnell die Flucht ergreifen und sein Fahrtziel mit dem Auto ansteuern", sagte Thomas Kraft.

    Der Fahrgastverband fordert den Bundesgesetzgeber auf, analog zur Deutschen Post mit ihren Postfilialen und Postagenturen entsprechende Rechtsgrundlagen auch für das Eisenbahnnetz zu erlassen. So sollten die Deutsche Bahn und alle weiteren Verkehrsunternehmen mit eigenem Streckennetz sowie alle Verkehrsverbünde in Deutschland verpflichtet werden, bei einer Größenordnung von mindestens 3500 Reisenden täglich ein Reisezentrum oder zumindest einen Fahrkartenschalter vorzuhalten. Im Falle der Stadt Limburg bedeutete dies, dass sowohl am Standort des Bahnhofs in der Innenstadt als auch am ICE-Bahnhof Limburg-Süd Reisezentren vorgehalten werden müssten, erklärte Kraft.

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    Markus Eschenauer

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    Markus Eschenauer

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