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  • Nach Mord in Flüchtlingsunterkunft: Friedlicher Protest gegen Rassismus

    Limburg. Rund 200 Teilnehmer haben am Sonntagnachmittag in der Limburger Innenstadt friedlich gegen rassistische Auswüchse in der Gesellschaft demonstriert.

    Ein langer Demonstrationszug gegen Rassismus bewegte sich am Sonntag durch die engen Gassen der bevölkerten Limburger Altstadt.
    Ein langer Demonstrationszug gegen Rassismus bewegte sich am Sonntag durch die engen Gassen der bevölkerten Limburger Altstadt.

    Hintergrund ist der gewaltsame Tod eines 55-jährigen Mannes aus Ruanda in einer Limburger Obdachlosenunterkunft. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln gegen drei in Untersuchungshaft sitzende Personen und schließen ein ausländerfeindliches Motiv nicht aus (die RLZ berichtete). Zu der Demonstration hatten antifaschistische und antirassistische Gruppen aus Frankfurt aufgerufen, die das Gros der Demonstranten stellten.

    Ihre Sprecher erklärten, es gelte, in einer Gesellschaft ein eindeutiges Zeichen gegen rassistische Gewalt zu setzen, in der Menschen anderer Nationalität nach wie vor sortiert, attackiert und im schlimmsten Fall getötet würden. Der Zug wurde vom Limburger Polizeidirektor Jürgen Begere und dem Leitenden Oberstaatsanwalt Michael Sagebiel beobachtet. Drei Jahre nach den Vorgängen der NSU sei leider immer noch nicht selbstverständlich, dass rassistische und menschenverachtende Motive durch die Behörden erkannt und öffentlich darauf reagiert werde, beklagten die Sprecher.

    Viel zu oft würden vermeintlich Randständige der Gesellschaft wie Migranten, Obdachlose oder Sinti und Roma ausgeschlossen, verachtet und stigmatisiert. Der Demonstrationszug zog unter dem Schutz eines starken Polizeiaufgebots vom Bahnhofsplatz, nach einem Zwischenstopp auf dem Neumarkt, durch die stark bevölkerte City in die Altstadt. Ziel war die städtische Obdachlosenunterkunft in der Brückengasse, in der die Bluttat geschah. Dort sollte eine Gedenkminute stattfinden. Offenbar hatten ortsunkundige Anführer der Demo den Zug bereits in der Fahrgasse für eine Gedenkminute angehalten, so dass die Teilnehmer 100 Meter weiter am wahren Ort des Geschehens vorbeizogen. flu

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