40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RLZ Diez
  • » Mobilität auf dem Land: Carsharing-Projekt in Netzbach
  • Mobilität auf dem Land: Carsharing-Projekt in Netzbach

    Netzbach. Im zweiten Anlauf hat es geklappt. Im Rahmen des Leader-Förderprogramms landete das Carsharing-Konzept aus Netzbach im Ranking der beantragten Projekte der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) auf Platz zwei.

    Neben dem neuen Elektroauto, das im Frühjahr angeschafft werden soll, wird auch das private Elektromobil von Thorsten Janning in das Carsharing-Projekt mit einbezogen. Rechts: Ortsbürgermeister Horst Ackermann.
    Neben dem neuen Elektroauto, das im Frühjahr angeschafft werden soll, wird auch das private Elektromobil von Thorsten Janning in das Carsharing-Projekt mit einbezogen. Rechts: Ortsbürgermeister Horst Ackermann.

    Der Dorfflitzer in Netzbach wird bei Kosten von 34 000 Euro mit 10 200 Euro gefördert. Träger ist die Kreuz & Quer GmbH. Dahinter steht Thorsten Janning, der das Mietauto-Konzept gemeinsam mit der Gemeinde erarbeitete. Janning übernimmt die Restsumme der Gesamtkosten und hofft, dass sich das Projekt über die Laufzeit von fünf Jahren rechnet.

    Doch was verbirgt sich hinter dem Carsharing-Konzept? Bis zum Frühjahr soll ein Elektroauto, ein Renault Zoe, angeschafft werden, der von den Bürgern aus Netzbach stunden- oder auch tageweise gemietet werden kann. Ein Kostenbeispiel: Mietet ein Bürger den Wagen für einen Einkauf oder Arztbesuch in Diez oder Limburg, bucht er den Wagen bei Kreuz & Quer und zahlt für die Fahrt bei einer Dauer von drei bis vier Stunden etwa 5 Euro. Die genauen Tarife und Pauschalbeträge werden in den kommenden Monaten festgelegt, bis das Projekt im Frühjahr 2017 an den Start geht. Buchbar ist das Auto dann über das Internet oder direkt bei Kreuz & Quer.

    „Ich habe die große Hoffnung, dass sich das Projekt trägt. Die Mobilität im ländlichen Raum wird in den kommenden Jahren immer mehr zum Thema. Dem kommen wir mit dem Mietauto entgegen“, sieht Janning eine dauerhafte Chance für das Konzept. „Eine Wirtschaftlichkeit entsteht auch, wenn Familien dank des Mietautos beispielsweise auf einen Zweitwagen verzichten können“, erläutert Janning. Ortsbürgermeister Horst Ackermann ist froh, mit Thorsten Janning eine Person gefunden zu haben, der das Projekt in Angriff nimmt, denn auch er weiß: „Die Mobilität auf dem Land ist wichtig.“ Für Netzbach, das geradewegs auf einen Dorferneuerungsprozess zusteuere, sei das Carsharing-Konzept ein wichtiger Baustein, der die Attraktivität des Ortes steigere.

    Zielgruppe für das Mietauto seien zunächst die Netzbacher Bürger. Je nach Entwicklung besteht die Möglichkeit, das Konzept zu erweitern. Perspektivisch könne das Projekt auch um ehrenamtliche Fahrer ergänzt werden, die Senioren zum Einkauf oder zum Arzt fahren. Mit der Anschaffung eines Elektroautos leiste man natürlich auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. „Wir hoffen, dass unser Projekt Schule macht und auch in anderen Orten über ein solches Konzept nachgedacht wird“, betonen Janning und Ackermann abschließend. up

    Anzeige
    Online regional
    Markus Eschenauer

    Regio-CvD Online

    Markus Eschenauer

    Mail | 02602/160 474

    Anzeige
    Anzeige
    Regionalwetter
    Samstag

    5°C - 8°C
    Sonntag

    6°C - 10°C
    Montag

    3°C - 9°C
    Dienstag

    4°C - 8°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    epaper-startseite
    Anzeige
    Rhein-Lahn-Zeitung.de bei Facebook