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    AartalKreisausschuss rät von Reaktivierung ab: Touristikbahn sieht sich abgehängt

    Eine „Reaktivierung der Aartalbahn nicht weiter zu verfolgen“, rät der Kreisausschuss des Rheingau-Taunus-Kreises (RTK) dem Kreistag. Gemeint ist damit der „museale Tourismusverkehr“, dessen Wiederaufnahme der Verein Nassauische Touristikbahn (NTB) zwischen Wiesbaden-Dotzheim und Bad Schwalbach bis zur dort 2018 stattfindenden Landesgartenschau anstrebt.

    Die Touristikbahn brachte Ausflügler von Wiesbaden-Dotzheim über Bad Schwalbach bis nach Hohenstein (Foto). Archivfoto: Andreas Galonska
    Die Touristikbahn brachte Ausflügler von Wiesbaden-Dotzheim über Bad Schwalbach bis nach Hohenstein (Foto). Archiv
    Foto: Andreas Galonska

    Noch im Dezember hatte sich der RTK-Kreistag für die Wiederaufnahme des NTB-Verkehrs ausgesprochen, nun gibt es stattdessen eine „Prioritätensetzung der Realisierung der Citybahn“, wie der Mitteilung zu entnehmen ist. Der NTB warnt: „Der Kreis läuft Gefahr, eine große Chance zu seiner touristischen Entwicklung nicht zu nutzen.“ Die Aartalkonzeption sei als Motor der Kreisentwicklung begrüßt worden, betont Klaus Wagner, Geschäftsführer der Aartalbahn Infrastruktur GmbH (ATB), Pächterin der Strecke von Wiesbaden-Ost bis zur Landesgrenze.

    Obwohl das Gutachten über eine Vereinbarkeit der Konzepte Citybahn und Aartalbahn eine Reaktivierung des NTB-Betriebs für „möglich“ erachte, habe der Ausschuss die darauf basierende Vorlage „mit knapper Mehrheit“ abgelehnt, beklagt Wagner. Würde man die Bahn zur Landesgartenschau wieder bis Bad Schwalbach fahren lassen, „wäre die Strecke auch bei einem möglichen späteren Betrieb der Citybahn sinnvoll genutzt worden“, betont er weiter.

    „Wir werden sehen, wie der Kreistag entscheidet“, sagt Manfred Nickel vom Arbeitskreis Aartalbahn. Für die Kollegen von der NTB täte es ihm leid, wenn ihre Bemühungen um eine touristische Besonderheit enden oder in ihrer Aktivität auf die Zweigstrecke von Bad Schwalbach nach Hohenstein beschränkt würden. Doch oberste Priorität auch in touristischer Hinsicht räumt Nickel einem regelmäßigen Schienenpersonenverkehr ein, wie ihn der Arbeitskreis auch auf rheinland-pfälzischer Seite anstrebt: Die Bürgermeister in den hessischen Aaranliegergemeinden wollten die Chance auf die Citybahn haben, betont er.

    Das bestätigt auch der Hahnstättener Bürgermeister Volker Satony, der mit den hessischen Kollegen in stetigem Kontakt steht. Seines Wissens sei etwa bei Anliegern in der Stadt Wiesbaden Argument für die Citybahn, dass diese auf einem Gleis von nur einem Meter Breite läuft: Das verhindere Güterverkehr auf der Strecke und den damit verbundenen Lärm.

    Michael Schnatz, Bürgermeister der VG Diez, richtet sein Augenmerk ganz auf den Streckenabschnitt Hahnstätten-Diez. Die Entscheidung des Landesrechnungshofs über die Nutzen-Kosten-Untersuchung warte er gelassen ab, sagt Schnatz. Allerdings sei offenbar andernorts ein getakteter Personenverkehr von verstärktem Interesse, konstatiert er.

    Von unserer Redakteurin Katrin Maue-Klaeser

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