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  • Konjunktur: Wirtschaft bedingt zuversichtlich

    Limburg-Weilburg. Auch wenn rund 93 Prozent der Unternehmen im Landkreis Limburg-Weilburg ihre Geschäftslage derzeit als gut bis befriedigend einschätzen, zeichnen sich am Horizont einige dunkle Wolken ab. Das ist das Ergebnis der saisonalen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Limburg.

    Beurteilen die Lage positiv, trotz getrübter Erwartungen (von links): Michael Hahn, IHK-Präsident Ulrich Heep, Hauptgeschäftsführer Norbert Oestreicher und Alfred Jung. Foto: Kerstin Kaminsky
    Beurteilen die Lage positiv, trotz getrübter Erwartungen (von links): Michael Hahn, IHK-Präsident Ulrich Heep, Hauptgeschäftsführer Norbert Oestreicher und Alfred Jung.
    Foto: Kerstin Kaminsky - privat

    Hinsichtlich der Geschäftserwartung fürchtet beinahe jeder fünfte der 360 befragten Betriebe eine Verschlechterung. Bremsfaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung seien der Fachkräftemangel und Sorge um die Inlandsnachfrage angesichts schwächelnder Weltkonjunktur.

    Im Turnus von vier Monaten befragt die IHK produzierendes Gewerbe, Handel und Dienstleister nach ihrer Einschätzung der Geschäftslage. Nach drei Jahren über der 120-Punkte-Linie - einem Zeichen für die sehr gute Lage - fiel der daraus gebildete Geschäftsklimaindex von 126 Punkten im Frühjahr 2016 auf aktuell 115 Punkte. In allen drei Geschäftsbereichen ging der Indexwert nach unten, wobei die Industrie (121 Punkte) insbesondere durch die gute Lage des heimischen Baugewerbes (138 Punkten) am besten dasteht.

    Ihre gegenwärtige Lage bezeichnen 47 Prozent der Industrieunternehmen als gut, 53 Prozent sind zufrieden. "Die Zahl der Auftragseingänge aus dem In- und Ausland ist seit der letzten Erhebung zwar immer noch steigend, jedoch nicht mehr so deutlich", erklärte IHK-Präsident Ulrich Heep.

    Die Stimmung im Einzelhandel liege mit 104 Punkten insgesamt noch im positiven Bereich. Jeder dritte Einzelhändler bezeichne seine Lage als gut, die Hälfte sei zufrieden, nur 17 Prozent beklagten eine schlechte Geschäftslage. Hinsichtlich der Geschäftseinwicklung zeige sich jedoch der überwiegende Teil der Einzelhändler pessimistisch.

    Günstiger schätzen die Großhandelsbetriebe die Situation ein, obwohl auch dort die Frühjahrswerte nicht mehr erreicht wurden: Der Klimaindex ist von 134 auf 111 Punkte gefallen, doch immerhin schätzen 37 Prozent der Großhändler und Handelsvermittler ihre gegenwärtige Lage als gut ein. Im Großhandel rechne man mit einer gleichbleibenden Geschäftsentwicklung.

    Im Bereich der Dienstleister sieht die Hälfte des Gastgewerbes sorgenvoll in die Zukunft. Im Gegensatz dazu sind die Verkehrsdienstleister eher optimistisch, und der unternehmensbezogenen Service rechnet mit einer konstanten Entwicklung. Insgesamt ist die Stimmung der Dienstleister immer noch befriedigend bis fast gut.

    Aus der zwar positiven Geschäftslage der heimischen Unternehmen - aber trotzdem eher pessimistischen Einschätzung der weiteren Entwicklung - ergeben sich nur noch geringe Impulse für die Investitionsplanung: 22 Prozent der Unternehmen planen in den nächsten zwölf Monaten höhere, und mehr als die Hälfte gleichbleibende Investitionsausgaben. Bei den geplanten Investitionen stehen Ersatzbeschaffungen ganz vorn, gefolgt von Kapazitätsausweitung und Rationalisierung. Umweltschutz steht an letzter Stelle, ist aber immerhin für elf Prozent der entscheidende Investitionsanlass.

    Die IHK-Umfrage zur Beschäftigung ergab eine weiter steigende Zahl von Firmen, die offene Stellen nicht besetzen können. Im Laufe der vergangenen beiden Jahre sei es messbar schwieriger geworden, geeignete Fachkräfte zu bekommen - vor allem bei Versicherungen, im Bau und im Verkehrsbereich. Ganz oben auf der Wunschliste stehen Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung und Fachwirte oder Meister. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, möchte fast jedes zweite Unternehmen künftig mehr in Aus- und Weiterbildung investieren. Auch in der Beschäftigung von Flüchtlingen sehen 13 Prozent der Befragten eine Lösung.

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