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    DiezJunger Mann will sein Alkoholproblem endlich in den Griff bekommen

    Zu tief ins Glas geschaut und gleichzeitig ohne Führerschein erwischt - diese Mischung wurde einem 22-Jährigen zum Verhängnis. Er hat vom Diezer Amtsgericht eine viermonatige Bewährungsstrafe erhalten.

    Diez - Zu tief ins Glas geschaut und gleichzeitig ohne Führerschein erwischt - diese Mischung wurde einem 22-Jährigen zum Verhängnis. Er hat vom Diezer Amtsgericht eine viermonatige Bewährungsstrafe erhalten.


    Die Tat wurde von dem Angeklagten nicht bestritten. Er ist kürzlich erwischt worden, als er in einem Auto unterwegs war, mit dem er ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs war. Außerdem hatte er 1,36 Promille Alkohol im Blut. Er war an dem betreffenden Tatabend bei Bekannten, wo viel Alkohol getrunken wurde. „Meine damals schwangere Freundin wollte fahren, aber sie hatte dann sehr starke Bauchschmerzen“, berichtete der Mann. Er sei dann eingesprungen, obwohl er eine größere Menge Alkohol intus hatte. „Ich weiß nicht mehr so genau, wie viel ich getrunken hatte“, sagte er aus.
    An das Auto, mit dem er zusammen mit seiner Freundin unterwegs war, wurden außerdem entstempelte Kennzeichen montiert. „Die waren schon älter und lagen in einem Hof herum“, meinte er. Einen eigenen Führerschein hat der Angeklagte noch nie besessen. „Ich habe auf einem Feld das Fahren geübt. Geholfen haben mir dabei ältere Freunde“, erklärte er auf die Frage von Amtsrichter Eckhard Krahn, wie er denn gelernt hat, mit dem Auto umzugehen. Zur Anmeldung für einen Führerschein hat es bei dem jungen Mann nie gereicht.
    Erstmals wurde der Angeklagte 2005 als 16-Jähriger wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis erwischt. Seither ist er mehrfach vor Gericht gelandet und misste sich unter anderem wegen Drogenbesitz und Diebstahl verantworten. Er sei inzwischen von den Drogen weggekommen, aber es bestehe noch eine Abhängigkeit vom Alkohol. „Wegen meines starken Alkoholkonsums bin ich bei einer Ärztin gewesen. Ich will das Trinken jetzt einschränken“, beteuerte er. der Angeklagte verwies darauf, dass der Alkoholismus in seiner Familie verbreitet sei.
    Der Staatsanwalt hielt dem jungen Mann zugute, dass er sich voll geständig zeigte. Gegen ihn sprach, dass er etliche - teils einschlägige - Vorstrafen gesammelt hat. Der Staatsanwalt verlangte eine Freiheitsstrafe von vier Monaten, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden soll. Außerdem soll er 500 Euro Strafe zahlen und einen Führerschein erst nach einem Jahr Sperrfrist machen dürfen. Richter Krahn folgte in seinem Urteil den Forderungen des Staatsanwalts. „Man kann bei Ihnen von einer günstigen Prognose ausgehen“, schätzte Krahn auch mit Hinblick auf die Tatsache, dass der Angeklagte kürzlich Vater geworden ist und sich nun einer größeren Verantwortung stellen muss. (ag)

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