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  • Einer für alle: Stimmenimitator bringt Promis mit

    Mudershausen. 46 Prominente aus Funk, Fernsehen, Sport und Politik kamen am Samstagabend zum VfL Mudershausen. Mit dabei waren Udo Lindenberg, Inge Meysel, Franz Josef Strauß, Helmut Kohl, Jogi Löw, Jopi Heesters, Angela Merkel und "Kalli" Calmund - um nur einige zu nennen.

    Bernd Schmitt, Parodist aus Kirberg, hat das Publikum bei der ersten Comedy Night in Mudershausen voll im Griff.  Foto: Ralph Wölpert
    Bernd Schmitt, Parodist aus Kirberg, hat das Publikum bei der ersten Comedy Night in Mudershausen voll im Griff.
    Foto: Ralph Wölpert - raw

    Von unserem Mitarbeiter Ralph Wölpert

    Sie alle kamen auf Einladung des bekannten Stimmenimitators Bernd Schmitt aus Kirberg zur ersten Comedy Night des VfL Mudershausen und wurden zusammen mit den lokalen Promis von Uwe Schaffner, dem Vorsitzenden des "größten, weil einzigen örtlichen Sportvereins" standesgemäß begrüßt.

    Unter den über 130 Zuschauern im Stübchen sahen VG-Bürgermeister Volker Satony, Mudershausens Ortsbürgermeister Klaus Harbach und sein Holzappeler Kollege Harald Nöllge ein tolles Schaulaufen der "Schönen, Reichen und ganz schön Reichen". In vielen Situationen stellte Bernd Schmitt dabei die Parodien nicht nur sprachlich, sondern auch mit absolut überzeugender Körpersprache dar. Die begeisterten Gäste errieten die in einem Sketch nur pantomimisch gezeigten Promis innerhalb von nur wenigen Sekunden, so gefühlvoll und perfekt imitierte Schmitt die Berühmtheiten.

    Dem erfahrenen Parodisten gelang der Wechsel zwischen den bestimmt schwierigen Charakteren mit einer sensationell atemberaubenden Geschwindigkeit. So konnten die Anrufbeantworter oder Navigationssysteme plötzlich Ansagen von Günter Jauch, Jürgen Trittin, Horst Schlämmer oder auch Erich Honecker zum Besten geben. War das Gerät allerdings auf die Stimme von Rudolf Scharping eingestellt, kam man nicht zum Ziel, weil die Ansagen stets viel zu langsam und zu spät kamen.

    Bekannt wurde Bernd Schmitt in den 90er-Jahren mit seinen Auftritten vor Kindern. 1996 begann er dann, den Komiker Heinz Erhardt zu parodieren. Als Hommage an den Schauspieler und Dichter brachte Schmitt auch manches bitterböse Gedicht Erhardts zu Gehör. Ganz im Stile des Komikers textete Schmitt ein Gedicht über die Finanzkrise und den sogenannten Grexit. Bei einem Ausflug in die Werbewelt und deren Sprechern wurden Werbespots im TV auf den Arm genommen - man stelle sich vor, dass Werbung für Diätprodukte von Reiner Calmund oder für Beruhigungsmittel von Matthias Richling gesprochen würde.

    Für Schmitt kein Problem, er hat sie alle drauf. Nach der Pause wurde es kriminalistisch, denn der ARD-"Tatort" bekam neue Kommissare. Martin Schneider, hessischer Comedian, ermittelte genauso wie Hans Moser oder Theo Lingen. Bloß Edmund Stoiber musste die Verbrecher immer wieder laufen lassen, weil er bei den Festnahmen keinen zusammenhängenden Satz zustande brachte.

    Der Auftritt der Mitstreiter auf der Bühne geriet zum Höhepunkt. Mit Christina Satony und Uwe Schaffner machte sich Schmitt - unter dem lauten Beifall des Publikums - einen Riesenspaß. Als Bauchredner legte er den beiden nicht immer ganz jugendfreie Wörter und Sätze in den Mund. So wurde das bekannte Lied "Je t'aime" mit einem neuen Text ‚gesungen‘. Die Zuhörer kamen bei der Parodie "Trink noch eener mit", im Original von Bläck Fööss, vollends auf ihre Kosten und schunkelten mit, was das Zeug hielt. Mit passender Stimme, Mimik und Gestik sangen dann zehn verschiedene Interpreten dieses Lied. Mit dabei waren: Peter Maffay, Westernhagen, Falco, Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer, Reinhard Mey und Costa Cordalis sowie Max Raabe und die Spider Murphy Gang. Diese Aufzählung beweist das große Talent von Bernd Schmitt, nicht nur viele Stimmen zu imitieren, sondern die in der Realität ganz unterschiedlichen Personen auch tatsächlich "auf die Bühne zu bringen". Unter viel Beifall wurde lautstark die Zugabe gefordert, die Schmitt mit dem Lied "Er gehört zu mir", ausnahmsweise gesungen von Herbert Grönemeyer, gerne gab.

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