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    LimburgCaritasberatung: Mehr Platz für die Flüchtlingsarbeit

    Mehr Platz für die Arbeit mit geflüchteten Menschen: Die Caritas hat einen neuen Standort für den Bereich Migration und Flüchtlinge. Der Beratungsdienst ist nun am Neumarkt untergebracht. Nötig wurde der Umzug wegen der stark gestiegenen Nachfrage.

     

    Bis zu 1500 Kontakte im Monat sind derzeit von den bis zu sechs Mitarbeitern der Beratungsdienste zu bearbeiten – vor wenigen Jahren waren es noch um die 700, berichtet der Sachbereichsleiter der Caritas in Limburg, Stephan Behrla. Hintergrund ist die vermehrte Unterbringung von geflüchteten Menschen in den vergangenen eineinhalb bis zwei Jahren in der Region, bis vor Kurzem etwa auch im Flüchtlingscamp im Limburger Stadtteil Staffel. Das ist zwar mittlerweile weg – und die Spitze des Beratungsbedarfs damit zunächst auch, aber die Nachfrage habe sich auf einem höheren Niveau eingependelt als noch vor wenigen Jahren. Deshalb musste die Caritas umplanen, die Räume in der Geschäftsstelle in der Schiede 73 wurden zu eng. Teilweise waren dort Büroräume doppelt besetzt. Zwei Mitarbeiter in einem Büro – für Beratungssituationen ist das nicht ideal. Die Caritas sei deswegen glücklich, dass nun in den Räumen am Neumarkt mehr Platz ist, sagte der Geschäftsführer des Caritasverbandes für den Bezirk Limburg, Max Prümm, während einer Feierstunde zur Eröffnung am Freitagnachmittag.

    Der Leiter der Beratungsdienste sagte derweil, dass die Aufgabe, Migranten zu beraten, nichts Neues für die Caritas sei. „Die Arbeit hat eine lange Tradition“, sagte Behrla zur Eröffnung. Schon in den 1960er-Jahren habe es eine Beratung für Migranten gegeben – damals richtete sich das Angebot vor allem an Italiener, die in die Region kamen. In den 1980er-Jahren sei eine Stelle für die Beratung geschaffen worden, für „den Dienst am Menschen“, wie Behrla sagte. In den 2000er-Jahren seien viele neue Aufgaben hinzugekommen.

    Zuwanderer über 27 Jahre mit Aufenthaltserlaubnis, darunter also auch anerkannte Flüchtlinge, werden nun von Mitarbeiter Sebastian Schneider beraten, wenn es etwa um soziale Sicherung geht, zu Integration oder bei Behördenkontakten. Der Jugendmigrationsdienst Limburg-Weilburg bietet jungen Menschen mit Migrationshintergrund von 12 bis 27 Jahren Begleitung bei Fragen und Problemen des Alltags an – dafür sind Gerhard Neunzerling-Dernbach und Sahar Torabi zuständig. Sandra Hansen ist in der Flüchtlingsberatung tätig, vor allem was Asylverfahren angeht. Aber es werden nicht nur Migranten beraten. Auch die vielen ehrenamtlichen Helfer, die in der Flüchtlingsarbeit engagiert sind, erhalten Unterstützung durch die Caritas, genauso wie das Projekt „Willkommenskultur für Flüchtlinge“. Finanziell gefördert wird die Arbeit unter anderem mit Mitteln der Aktion Mensch und des Bistums Limburg. Ziel des Engagements sei immer die Integration der Menschen mit Migrationshintergrund, erklärte Sachbereichsleiter Behrla. Und zwar im Idealfall so, dass diese in Zukunft keine Unterstützung mehr nötig haben, sondern sich alleine zurechtfinden. Dafür sei einiges an Arbeit zu leisten, die nun in den neuen Räumen immerhin nicht mehr ganz so beengt sei wie zuvor. „Aber wir können nicht alles zeitnah leisten“, sagte Behrla und bat so um Verständnis, dass aufgrund des Ansturms manchmal etwas mehr Zeit benötigt werde.

    Geschäftsführer Prümm berichtete, dass Klienten bereits am ersten Arbeitstag am Donnerstag, noch vor der offiziellen Eröffnung, im Treppenhaus bis auf die Straße gestanden hätten – die Caritas hat nun ihre Räume immerhin im zweiten Stock. Er dankte den Mitarbeitern, die sich für die wichtige Arbeit engagierten. Pfarrer Andreas Fuchs, Vorsitzender des Caritasrates, segnete die Räume ein. Der Geistliche leitete die Notwendigkeit für die Arbeit der Caritas aus der Bibel ab. So sei Jesus nicht auf die Erde gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen. Der Pfarrer sagte: „Was hier geleistet wird, ist wahrer Gottesdienst.“

    Der Bereich Flüchtlinge/Migration der Caritas ist nun im zweiten Stock, Neumarkt 7, untergebracht. Terminvereinbarungen sind unter 06431/200.540 möglich.

    Von Mika Beuster

     

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