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  • Bildung: Erzieherinnen qualifizieren sich in Diez weiter

    Diez. Elf Erzieherinnen haben in Diez ihre Zusatzausbildung zum staatlich geprüften Sozialfachwirt abgeschlossen. Hinter dieser scheinbar banalen Nachricht steckt eine Besonderheit: Die Absolventinnen stammen aus vier Bundesländern.

    Stolze und glückliche Absolventinnen: Die frischgebackenen Sozialfachwirte zeigen sich im Beisein von Dozenten und Schulleitung bei der Zeugnisübergabe im Diezer Bildungspark. Foto: Mirko Bader
    Stolze und glückliche Absolventinnen: Die frischgebackenen Sozialfachwirte zeigen sich im Beisein von Dozenten und Schulleitung bei der Zeugnisübergabe im Diezer Bildungspark.
    Foto: Mirko Bader - mba

    Und bekräftigen dadurch den Anspruch der Grafenstadt als Bildungsstandort - auch überregional. In einem Versammlungsraum im großen Haus des Bildungsparks Diez sind die stolzen Absolventinnen zur feierlichen Übergabe ihrer Zeugnisse zusammengekommen, haben Freunde, Familienmitglieder und Kollegen im Gepäck.

    Es wird viel geflunkert, resümiert und beglückwünscht. Die sechs Dozenten werden ebenso gelobt wie die ausnahmslos weiblichen, frischgebackenen Sozialfachwirte. Sie haben ein ganzes Jahr berufsbegleitenden Unterrichts hinter sich. Alle zwei Wochen jeweils am Samstag und Sonntag. Haben teils lange Anreisen aus Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen und Baden-Württemberg auf sich genommen, und das ohne - um die Worte der Teilnehmerin Tanja Ewerth zu zitieren - eine Aussicht zu haben, erheblich mehr Geld zu verdienen.

    Die Zusatzausbildung und der zusätzliche Titel geben ihnen das Rüstwerk, um sich im Management sozialer Einrichtungen wie Kitas und Jugendhilfen zu behaupten - an der grundsätzlichen Lage der Erzieherinnen und Pädagogen ändert sie wenig. Keck nehmen Tanja Ewerth und Jennifer Petrausch denn auch in einem Sketch das sogenannte Kinderförderungsgesetz auf die Schippe, das beispielsweise in Thüringen auf Grundlage des Hessischen Modells gilt, und für Unmut sorgt. Doch am Ende steht eine kämpferische Aussage: "Wir werden's schon irgendwie schaffen. Das haben wir immer."

    Die nun abgeschlossene zwölfmonatige Ausbildung kann den Sozialfachwirtinnen unter Umständen beim täglichen "Durchbeißen" helfen, denn zum Inhalt gehören auch rechtliche Fragen, oft anhand konkreter Beispiele erörtert. Behandelt wurden aber auch Themen wie Gesprächsführung, Marketing, Buchführung, Organisationsentwicklung, Arbeitstechniken und vieles mehr. Im Grunde alles, was man zum Beispiel bei der Leitung von Kindertagesstätten braucht. Und so stammen auch zehn der elf Teilnehmerinnen aus dem Kita-Bereich, eine aus der Jugendhilfe, wie Iris Schoppa erklärt. Schoppa ist Schulleiterin an der Apis Akademie, eine staatliche Ergänzungsschule unter dem Dach der Bildungspark GmbH (Apis steht für Akademie für Pädagogik und innovatives Sozialwesen). Dass die Teilnehmerinnen teils lange Wegstrecken auf sich nehmen, um in Diez zu lernen, dabei ein Jahr lang auf jedes zweite Wochenende verzichten, habe etwas mit dem besonderen Aufbau, den Inhalten und der Kürze des Ausbildungsprogramms zu tun, sagt Schoppa.

    Landrat Frank Puchtler, der der Zeugnisübergabe beiwohnte, zeigte sich sehr erfreut über das Abschneiden der Absolventinnen und die Existenz eines solchen Bildungsträgers, betonte die Chance des Diezer Bildungsangebots für die heimische Region. "Wir haben hier keine Hochschulen, umso mehr zeigen wir mit diesen Angeboten, dass fundierte Bildung und Ausbildung auch in unserer Region möglich sind." Das Berufsbild des Sozialfachwirts vereine Wirtschaftlichkeit mit fachlicher Kompetenz und sozialem Verhalten - das sei gerade im Kitaalltag oft eine echte Gratwanderung.

    Der Diezer VG-Bürgermeister Michael Schnatz beglückwünschte die Teilnehmerinnen im Namen der Verbandsgemeinde und der Stadt. "Sie haben Ihren Beruf aus einer anderen Warte kennengelernt", betonte er. Das könne ihnen helfen, die täglichen Aufgaben zu meistern. Mirko Bader

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