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    HeroldAus dem Einrich an den Bosporus

    Der Koffer steht zwar schon griffbereit, gepackt ist er aber noch nicht ganz. Auch wenn es schon am Sonntag für die Studentinnen Lena Merk (Herold) und Katharina Wolf (Gutenacker) für ein halbes Jahr zum Studieren an den Bosporus nach Istanbul geht.

    Herold - Der Koffer steht zwar schon griffbereit, gepackt ist er aber noch nicht ganz. Auch wenn es schon am Sonntag für die Studentinnen Lena Merk (Herold) und Katharina Wolf (Gutenacker) für ein halbes Jahr zum Studieren an den Bosporus nach Istanbul geht. 

    So richtig voller Vorfreude sprühen die beiden noch nicht. „Ich habe das die ganze Zeit immer weit weggeschoben“, sagt Lena Merk. „Erst seit dieser Woche wird mir klar, dass es bald losgeht.“ Prüfungen an der Uni standen an, Nachmieter mussten gesucht, Versicherungen abgeschlossen werden, was man als Student eben so zu tun hat. Nun also Istanbul.
    Die Entscheidung fiel spontan. Unabhängig voneinander gingen die beiden, die gemeinsam in einer WG wohnen, zur Beratung für Auslandsstudien. Warum Istanbul? Das wurden die beiden häufig gefragt. „Die nordischen Unis fielen von vornherein weg“, sagt Katharina. Zu kalt und zu dunkel im Winter. Italien gab's noch, Porto in Portugal oder eben Istanbul. Nach kurzem Abwägen aller Pros und Contras, dazu reichte ein Abend, entschieden sich die beiden für den Bosporus – und auch wegen der Sprache. Dort werden Vorlesungen auf Deutsch und Englisch angeboten. Und wärmer als am Polarkreis ist es allemal. Nach nur drei Tagen hatten die beiden eine Zusage.
    Sonntag geht es los. Danach steht erst mal vier Wochen lang Türkisch pauken auf dem Stundenplan. Für diese Zeit haben sie eine Unterkunft im Wohnheim sicher. Dort macht sich das orientalische Gesellschaftsbild ziemlich deutlich bemerkbar: Die Wohnheime sind strikt nach Geschlechtern getrennt, kein Herrenbesuch, Zapfenstreich um 23 Uhr.
    Und danach? Mal sehen. Eine deutsche Künstlerin scheint die beiden als Untermieterinnen aufnehmen zu wollen, möchte einige Zimmer ihrer Wohnung untervermieten. Doch seit einigen Tagen ist der Kontakt irgendwie abgebrochen. Für Lena und Katharina ist das kein Grund für graue Haare. Noch nicht. Glücklicherweise reisen die beiden ja gemeinsam. „Führe ich alleine, wäre ich wahrscheinlich jetzt viel aufgeregter“, gibt Katharina zu.
    Doch die beiden sind auch sehr gespannt auf das, was sie erwartet. Nicht weniger als 14 Unis soll es in Istanbul geben, hat ihnen ein türkischer Kommilitone verraten. Gut, bei bis zu 17 Millionen Einwohnern dürfte es auch einige potenzielle Studenten geben.
    Vorbereitung? Reiseführer und Bücher wälzen? Katharina zuckt mit den Schultern. Viel gelesen habe sie bislang nicht über die Stadt, die ein halbes Jahr ihre Heimat sein wird. Attraktiv scheint es aber doch zu sein: Machten alle Freunde die Ankündigung wahr, sie in dieser Zeit besuchen zu wollen – die beiden kämen wohl kaum zum Studieren. Und das haben sie sich ja immerhin fest vorgenommen. (noe)

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