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  • Aarumgehung sachlich diskutieren

    Niederneisen. Der Gemeinderat Niederneisen hat sich nach Flacht ebenso für die weitere Planung der Aarumgehung ausgesprochen. Bei einer Gegenstimme votierten die Ratsmitglieder für den Beschlussvorschlag. In dem wird ausdrücklich begrüßt, dass trotz der vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) favorisierten ortsfernen Variante IV, auch alle anderen Linien in das Raumordnungsverfahren einbezogen werden – einschließlich der vom Bundesverkehrsministerium aus Kostengründen abgelehnten Varianten V und VI. Beide Trassen wurden zuvor vom Gemeinderat Niederneisen als die bestmögliche Lösung definiert.

    Niederneisen - Der Gemeinderat Niederneisen hat sich nach Flacht ebenso für die weitere Planung der Aarumgehung ausgesprochen. Bei einer Gegenstimme votierten die Ratsmitglieder für den Beschlussvorschlag. In dem wird ausdrücklich begrüßt, dass trotz der vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) favorisierten ortsfernen Variante IV, auch alle anderen Linien in das Raumordnungsverfahren einbezogen werden – einschließlich der vom Bundesverkehrsministerium aus Kostengründen abgelehnten Varianten V und VI. Beide Trassen wurden zuvor vom Gemeinderat Niederneisen als die bestmögliche Lösung definiert.


    Das Thema „Aarumgehung“ wurde in einer vorangegangen Ratssitzung von der Tagesordnung genommen und neu angesetzt. Groß war das Interesse der Bevölkerung. Rund 70 Bürger kamen in das Gasthaus „Zur Linde“. Der Ort wurde vom Gemeinderat vorsorglich ausgewählt, da ein großes Interesse erwartet worden war. Unter den Besuchern waren Gegner und Befürworter der Umgehung, Anwohner der B 54 und Bürger aus dem Wohngebiet „Auf der Eich“ in Niederneisen.
    „Wir haben den Punkt in der jüngsten Ratssitzung zugunsten des heutigen Termins abgesetzt, um wieder Sachlichkeit herzustellen“, betonte Ortsbürgermeister Karl Werner Jüngst zu Beginn. Ausgelöst durch Aussagen von Gegnern und Befürwortern der Umgehung, sei eine hohe Emotionalität und Brisanz entstanden. Mit der Sitzung wolle man auf den Boden der Tatsachen zurückkehren.
    Diese Tatsachen schilderten Ulrich Neuroth, Leiter des LBM in Diez, und sein Stellvertreter Lutz Nink, die vom Gemeinderat eingeladen waren. Neuroth betonte, dass „der Gemeinderat Niederneisen zum Wohl der Bürger entscheidet“. „Es rücken morgen keine Bagger an, und die weiteren Entscheidungen, ob eine Umgehung gebaut wird, sind zurzeit völlig offen“, führte Neuroth weiter an. „Der Beschluss des Rates dient lediglich dazu, die Planung fortzuführen und das Raumordnungsverfahren einzuleiten“, ergänzte Lutz Nink. Er erläuterte noch einmal die weitere Vorgehensweise: „Nachdem wir das Raumordnungsverfahren abgeschlossen haben, bestimmt die Struktur- und Genehmigungsbehörde nach einer Prüfung eine Variante. Dabei handelt es sich aber um einen Korridor. Erst unter Beteiligung der Gemeinden gehen wir in das Planfeststellungsverfahren und in die Detailplanung. Der ganze Vorgang kann bis zu fünf Jahre dauern.“ Jeder Bürger habe das Recht, dagegen Rechtsmittel einzulegen.
    Ortsbürgermeister Jüngst widersprach dem Vorwurf, der Gemeinderat würde bei der Aarumgehung auf Zeit spielen: „Dem ist nicht so. Für die weitere Planung der Umgehung stehen erst im nächsten Jahr finanzielle Mittel bereit. Es ist egal, ob wir heute oder erst in einigen Wochen entscheiden.“ Ulrich Neuroth betonte abschließend, dass das Risiko, dass eine Planung scheitert immer besteht: „Wenn wir es aber schaffen zu planen, dann wird eine Umgehung auch gebaut.“ up

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    Markus Eschenauer

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    Markus Eschenauer

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