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  • 14 Kandidaten bewerben sich um die Direktmandate

    Rhein-Lahn. Die Sache wird spannend: Nur noch gut 40 Tage sind es bis zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Der Wahlkampf ist längst angelaufen und driftet allmählich in die heiße Phase. Die Umfragen werden knapper, klare Mehrheiten gibt es nicht. Spätestens nach Karneval wird es endgültig zur Sache gehen.

    Foto: up

    Von unserem Redaktionsleiter Hans Georg Egenolf

    Dann entscheidet sich unter anderem, ob nach jahrzehntelanger Abstinenz die CDU im Land wieder an einer Landesregierung beteiligt sein wird. Im Rhein-Lahn-Kreis geht es vor allem darum, welche Kandidaten in den Wahlkreisen 7 (Diez-Nassau) und 8 (Koblenz-Lahnstein) in den Landtag einziehen. Die beiden sind zwei von insgesamt 51 Wahlkreisen im Land - und im Gegensatz zu anderen Wahlkreisen - seit der zurückliegenden Wahl im Jahr 2011 in ihrem Zuschnitt nicht verändert worden.

    Der Wahlkreis 7 umfasst die Verbandsgemeinden Diez, Hahnstätten, Katzenelnbogen, Nassau und Nastätten. Die Wahlkreisleitung liegt bei der Verbandsgemeinde Diez und dort bei Bürgermeister Michael Schnatz.

    Der Wahlkreis 8 geht über die Kreisgrenzen hinaus. Neben den Verbandsgemeinden Bad Ems und Loreley gehören auch die Städte Lahnstein und Koblenz zum Wahlkreis. Wahlleiter ist Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte.

    Der Blick zurück: 2011 holten in beiden Wahlkreisen die SPD-Kandidaten die Direktmandate. Neben Innenminister Roger Lewentz (Kamp-Bornhofen) war das Frank Puchtler (Oberneisen), der zwischenzeitlich zum Landrat des Rhein-Lahn-Kreises gewählt worden ist. Seitdem vertritt Ersatzkandidat Jörg Denninghoff (Allendorf) die Interessen des Wahlkreises Diez-Nassau.

    Die Wahlkreise im Einzelnen: Im Wahlkreis Diez-Nassau dominierte 2011 im Kampf um das Direktmandat Frank Puchtler deutlich. Mit 50,5 Prozent der Stimmen ließ der Sozialdemokrat seinen ärgsten Konkurrenten Matthias Lammert (CDU, 28,8 Prozent) deutlich hinter sich. Auch dieses Mal werden wohl die Vertreter der beiden großen Parteien das Rennen unter sich ausmachen. Ob Puchtlers Ersatzkandidat Jörg Denninghoff ähnlich souverän das Direktmandat für die SPD holen kann, bleibt allerdings abzuwarten. Puchtlers Präsenz und Aktionsradius im Wahlkreis waren enorm, da kann der gelernte IT-Systemtechniker als Neuling auf der politischen Landesbühne kaum das Wasser reichen. Lammert hingegen hat sich in der Landespolitik etabliert, ist innenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion und dürfte sich am 13. März durchaus bessere Chancen ausrechnen als bisher.

    Carsten Jansing (Grüne) hat sich bislang kommunalpolitisch profiliert, jetzt streckt der Niederneisener, der unter der Berufsbezeichnung Hausmann firmiert, erstmals seine Fühler in Richtung Landespolitik aus. Anders sieht das bei Herbert Pechmann aus. Der Lehrer aus Diez hat bereits 2011 für die FDP kandidiert. Für die Partei Die Linke geht Ulrich Lenz ins Rennen. Der Einzelhandelskaufmann aus Katzenelnbogen sitzt seit vielen Jahren im Kreistag. Auch die Freien Wähler sind wieder mit einem Direktkandidaten am Start. Erneut stellt sich der Holzheimer Diplom-Ingenieur Armin Hillingshäuser der Wahl. Bislang politisch in keiner Weise in Erscheinung getreten ist AFD-Kandidat Florian Fillbach, ein Student aus Heistenbach.

    Der Wahlkreis Koblenz-Lahnstein: Roger Lewentz, Vorsitzender der SPD in Rheinland-Pfalz und Innenminister des Landes, kam bei der Wahl vor fünf Jahren auf 44,3 Prozent. Auch er distanzierte seinen damals aussichtsreichsten Konkurrenten, Johannes Lauer (33 Prozent) deutlich. In diesem Jahr bekommt es der 52-Jährige, den man politisch getrost als alten Hasen bezeichnen darf, mit einem ganz jungen Herausforderer aus der Union zu tun. Dennis Maxeiner (Jahrgang 1986) tritt für die CDU an. Der Berater in Unternehmenskommunikation aus Dahlheim ist Ortsbürgermeister seiner Heimatgemeinde und hat sich in den vergangenen Jahren auch in der Kreispolitik den letzten Schliff geholt, um nun auf höherer politischer Ebene auf sich aufmerksam zu machen; ein interessantes und spannendes Duell, auch wenn Lewentz sicherlich in der Favoritenduell ist. Die weiteren Kandidaten: Leo Neydek tritt erneut für Bündnis 90/Die Grünen an. Getragen von der Erfolgswelle seiner Partei kam der Regierungsangestellte aus Kemmenau 2011 auf beachtliche 12, 6 Prozent. Der Lahnsteiner Martin Kaschny vertritt die Farben der FDP. Der Professor für Wirtschaftswissenschaften hatte zuletzt auch für den Bundestag kandidiert. An Michael Maaß (Die Linke) erinnert sich manch einer durch dessen Kandidatur für das Amt des Landrats im Rhein-Lahn-Kreis. Jetzt bewirbt sich der Scheidter, der als Beruf Betriebsaußendienst angibt, für ein Landtagsmandat. Ein weiterer Kandidat ist Lennart Siefert aus Lahnstein. Der Polizeibeamte zieht als einer der jüngeren Bewerber (Jahrgang 1981) für die Freien Wähler in den Wahlkampf. Zur Runde der Kandidaten zählt schließlich Wolfgang Gasteyer. Der Zahnarzt aus Braubach ist Vertreter der konservativen Partei Alfa, die sich im vergangenen Jahr von der AfD abgespalten hat.

    Nicht in den heimischen Wahlkreisen, sondern in Mainz bewirbt sich Aslan Basibüyük um ein Direktmandat. Der ehemalige Kreisvorsitzende der AfD Rhein-Lahn tritt für Alfa an. Eine sehr interessante Personalie ist zudem Monika Becker (FDP). Sollten die Liberalen den Sprung in den Landtag wieder schaffen, hat die profilierte Kreispolitikerin beste Chancen über die Landesliste ihrer Partei ein Mandant zu erringen. Die Windenerin steht dort auf Rang drei.

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    Markus Eschenauer

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    Markus Eschenauer

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