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  • Grafschaft/NiederbreitbachWieder Strohballen angezündet: Diesmal in der Grafschaft

    Ist im Kreis Ahrweiler ein Feuerteufel unterwegs? Alles deutet darauf hin. Nachdem am Montag mehr als 250 Strohballen in Wassenach in Flammen aufgingen, waren es am Dienstag mindestens genau so viele in der Grafschaft.

    Alarm am frühen Dienstagmorgen für die Feuerwehr auf der Grafschaft: Innerhalb kurzer Zeit brannten am Rande von Birresdorf und von Niederich zwei Strohballenmieten mit jeweils mehreren Hundert Strohballen. Als die Feuerwehren aus den angrenzenden Orten eintrafen, befanden sich die Ballen bereits in vollen Flammen. Die Wehrleute ließen sie kontrolliert abbrennen.

    Zumindest in Birresdorf konnte am Brandort Brandbeschleuniger festgestellt werden, der belegt, dass Brandstiftung Ursache des Feuers war. Bei dem Brandbeschleuniger könnte es sich nach Angaben der Feuerwehr um Carbolineum gehandelt haben. Eine genaue Analyse wird aber erst die kriminaltechnische Untersuchung ergeben.

    "Es roch sehr penetrant", meinte der Wehrleiter der Feuerwehr Grafschaft, Achim Klein, auf RZ-Anfrage. Er glaubt angesichts der beiden zeitnahen Strohballenbrände in Wasssenach und auf der Grafschaft um Selbstanzündung handelt. Auch wenn es für viele unverständlich ist: Die Feuerwehr kann bei diesen Strohbränden nicht mehr tun, als die Ballen kontrolliert abbrennen zu lassen und mit einer Wache darauf zu achten, dass der Wind keine brennenden Strohteile davonträgt, die dann Nachfolgebrände zur Folge haben. "Mit Wasser kommen wir nicht an den Brandherd heran", so Klein. Dem Bauern bleibt nichts anderes übrig, als die abgebrannte Masse im Feld unterzupflügen.

    Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei den Strohballen um landwirtschaftliche Erzeugnisse handelt. Wer diese vorsätzlich in Brand steckt, macht sich eines Verbrechens schuldig, das mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zehn Jahren bestraft werden kann. Die Hintergründe der Brände sind derzeit noch unklar.

    Deshalb bittet die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe: Wer hat in der fraglichen Zeit oder auch vorher Beobachtungen gemacht, die mit den Bränden in Zusammenhang zu bringen sind. Hinweise bitte an die Polizei in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Telefon 02641/9740.

    Heuballenbrand bei Niederbreitbach im Wiedtal: Der Rauch ist weithin zu sehen.
    Heuballenbrand bei Niederbreitbach im Wiedtal: Der Rauch ist weithin zu sehen.
    Foto: Jörg Niebergall

    Zudem wurden außerhalb von Niederbreitbach im Kreis Neuwied etwa 320 Heuballen gemeldet, die in Brand stehen.  Bei der Polizei Straßenhaus ging die Meldung vom Brand um 9.50 Uhr ein. Die Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden sind bereits vor Ort. Laut Polizei hat es keine Verletzten gegeben. Die Brandursache ist derzeit noch unklar.

    Bereits am Montag haben Strohballen in Wassenach und Kretz gebrannt.

    bea/nbo/rgr

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