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    Weltspartag im Ahrkreis: Wer geht noch hin?

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    Früher - Haar- und Kleidermode verraten es - standen die Kinder am Weltspartag Schlange bei den Banken - um Opas Geld auf Sparkonten einzuzahlen.
    Früher - Haar- und Kleidermode verraten es - standen die Kinder am Weltspartag Schlange bei den Banken - um Opas Geld auf Sparkonten einzuzahlen.

    "Früher in den 80er-Jahren war es ein Großkampftag. Das hat dann aber dramatisch abgenommen", erinnert sich Elmar Schmitz, Vorstandsvorsitzender der Volksbank RheinAhrEifel. "Früher waren alle Mann an Bord, sie mussten es. Es gab eine Urlaubssperre, selbst die Kranken mussten erscheinen." Lange Schlangen hätten vor den Schaltern gestanden, Kinder, Omas, Opas, alle waren sie gekommen. Schmitz: "Der Weltspartag war für alle - für die Kunden und für uns - ein absoluter Höhepunkt."

    Denn: Die Kinder besaßen zwar das Sparschwein, oftmals randvoll mit Fünf-D-Mark-Stücken von Oma und Opa. Den Schlüssel dazu aber, den hatte die Bank. Und den rückte sie eben am Weltspartag, der in Deutschland seit 1925 am letzten Arbeitstag vor dem 31. Oktober stattfindet, heraus. Es gab Geschenke, und manche Großeltern klapperten mit ihren Enkeln deshalb "vier bis fünf Filialen ab", wie Volksbank-Mann Schmitz sagt. Auch die Banken profitierten an diesem hektischen Tag. Schmitz: "Es wurden immer sehr viele Konten eröffnet."

    Großkampftag Weltspartag - das war auch bei der Kreissparkasse so. Werner Breuer, Geschäftsstellenleiter der Filiale in Bad Breisig, erinnert sich an Geldsäcke aus Jute, in denen die Münzen wie im Panzerknacker-Comic aufbewahrt wurden. An Münzberge, die die Kinder mit ihrem Kleingeld angehäuft hatten. Daran, dass seine Kollegen und er das alles dann mit Hand und Zählbrett auswerten mussten. "Das war ein richtiger Feiertag für uns, obwohl wir immer einige Überstunden machen mussten", sagt Breuer. "Wenn dann aber die letzte Spardose geleert und alles sicher im Tresor verwahrt war, sind wir immer gemeinsam Essen gegangen." Heute erledigt die Technik die mühevolle Zählarbeit, erleichtern Zählmaschine und Geldtaschen aus Plastik die Bargeldverarbeitung. Breuer: "Die Weltspartagseinzahlungen sind in den letzten 20 Jahren um ein Drittel zurückgegangen."

    Auch, weil heute wegen der Bankkarten deutlich weniger Kleingeld im Umlauf ist, sagen die Männer von der Bank. Aber: Gespart wird natürlich noch immer. Nur anders, sagt Breuer. Eltern, Großeltern und Paten sorgten nun eher durch langfristige Anlagen wie Bausparverträge und zur Altersvorsorge für ihre Kinder und Enkel vor. Und denen wird es irgendwann einmal egal sein. Hauptsache es wurde genug gespart, und sie kommen ran ans Geld.

    Von unserem Redakteur Jan Lindner

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