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  • Studie: Windkraft verschreckt Eifel-Touristen nicht

    Kreis Ahrweiler - Die Windkraftanlagen in der Eifel verschrecken offenbar keine Touristen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die der Verein Naturpark Nordeifel in Auftrag gegeben hat.

    Auf seine Initiative hin hat das Institut für Regionalmanagement (IfR) Touristen in der Eifel befragt, wie sie die Windenergienutzung einschätzen.

    Von Juni bis August wurden an sieben Orten mehr als 1300 Besucher befragt, ob die Windkraftanlagen als störend empfunden werden und ob bei zusätzlichen Windkraftanlagen die Eifel als Urlaubs- oder Ausflugsregion gemieden wird. "Damit stehen nach der Energiewende erstmals für eine deutsche Mittelgebirgsregion und eine touristische Destination repräsentative Aussagen von Gästen zur Akzeptanz von Windkraftanlagen in der Urlaubsregion zur Verfügung", stellt der Verein fest.

    Und er zeigt sich mit den Antworten zufrieden: 59 Prozent der Befragten schätzten die Windkraftanlagen als "nicht störend" ein, 28 Prozent antworteten "störend, aber akzeptiert". Nur 8 Prozent bewerteten sie als "störend" und 4 Prozent als "sehr störend".

    Auch gegen einen weiteren Ausbau der Windräder hat die ganz große Mehrheit nichts einzuwenden. 91 Prozent der Befragten sagten, sie würden auch im Fall des Baus zusätzlicher Anlagen weiter die Eifel besuchen. 6 Prozent antworteten, in diesem Fall auf Urlaub in der Eifel verzichten zu wollen.

    Naturpark-Geschäftsführer Jan Lembach plädiert dennoch dafür, dass die Ausweisung von neuen Windkraftstandorten auch weiterhin behutsam erfolgen soll. "Die Erhaltung des Landschaftsbildes spielt dabei eine große, Rolle und nicht von jedem ,Eifel-Blick' sollten zukünftig Windkraftanlagen zu sehen sein", sagt Lembach. Die relativ hohe Akzeptanz zeige aber deutlich, dass Tourismus und Windkraft grundsätzlich vereinbar sind. Klaus Schäfer, Geschäftsführer der Eifel Tourismus, bezeichnet die Ergebnisse der Studie als eine erste Standortbestimmung. "Die Aussage von rund 90 Prozent der Befragten, wegen der Windkraftanlagen nicht auf einen Besuch der Eifel zu verzichten, bestätigt unsere Einschätzung der aktuellen Akzeptanz." Er gibt allerdings auch zu bedenken: "Ob das auch in Zukunft so sein wird, werden ähnliche Befragungen in den nächsten Jahren zeigen."

    Im Landkreis Euskirchen werden aktuell nach Angaben der dortigen Kreisverwaltung schon rund 13 Prozent des Strombedarfs aus Windenergie gewonnen. Für den weiteren Ausbau der Windenergie will die Verwaltung im Landkreis eine Landschaftsbildanalyse in Auftrag geben.

    Die Stadt Mayen stellt fest, dass sie seit 2010 eine Flächennutzungsplanung mit dem Ziel betreibt, Konzentrationsflächen für Windenergie auszuweisen. In diesem Rahmen würden auch die Belange des Tourismus ausführlich geprüft. "Es wurden beispielsweise Fotosimulationen erstellt, die den Eingriff geplanter Anlagen in das Landschaftsbild verdeutlichen", erläutert Stadtsprecherin Jasmin Franz. Albrecht Kahl

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    Nina Borowski

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