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  • SinzigSinziger Stadtrat sagt Ja zum Einkaufszentrum

    Es war einer der emotionalsten, hitzigsten und spannendsten Abende im Sinziger Rathaus: Am Donnerstagabend hat der Stadtrat die Weichen für den Bau des umstrittenen Nahversorgungszentrums (NVZ) gestellt. Mit 19:12-Stimmen sprach sich das Gremium aus für die Aufstellung eines Flächennutzungsplans und die Einleitung einer frühzeitigen Beteiligung von Öffentlichkeit und Trägern öffentlicher Belange.

    70 Zuschauer waren Zeuge: Der Sinziger Stadtrat hat am Donnerstagabend die Weichen für den Bau des Nahversorgungszentrums gestellt.
    70 Zuschauer waren Zeuge: Der Sinziger Stadtrat hat am Donnerstagabend die Weichen für den Bau des Nahversorgungszentrums gestellt.
    Foto: Jan Lindner

    Dass es eine ganz besondere Ratssitzung werden würde, war schon eine Viertelstunde vorher klar: Bereits da waren die rund 60 Zuschauerplätze belegt, zehn weitere Bürger hörten sich die Sitzung im Eingangsbereich an. Auch die vier Bürgermeisterkandidaten wohnten dieser besonderen Zusammenkunft bei. In den Wortbeiträgen der Räte wurde deutlich, wie hart jedes Stadtratsmitglied mit sich gerungen haben musste. Außer der Grünen-Fraktion stimmte keine weitere einheitlich ab.

    In der SPD hieß es nach knapp zwei Stunden 4:2 gegen das – Stand heute – rund 13 Millionen Euro teure Projekt. In der FWG stimmten fünf Stadträte für den Bau, drei dagegen. In der CDU hieß es 9:1 (mit dem Nein von Franz Hermann Deres). FDP-Stadtrat Dominik Graf von Spee votierte für den geplanten Bau von Edeka, Aldi, Rossmann und Co. zwischen Schulzentrum, Kölner Straße und Ahr.

    In seiner Begrüßung hatte Bürgermeister Wolfgang Kroeger festgestellt: „In den vergangenen 16 Jahren hat es in Sinzig kein solches Verfahren gegeben.“ Seit mehr als zwei Jahren haben sich diverse Ausschüsse und Stadtrat in unzähligen Sitzungen mit dem Projekt befasst. Wie verschieden sie in ihren Ansichten auch nach dieser langen Zeit noch immer sind – außer eben den Grünen –, wurde deutlich als sich neben den Fraktionssprechern viele weitere Stadträte zu Wort meldeten.

    In der FWG etwa forderten die beiden Ortsvorsteher Gunter Windheuser (Kernstadt) und Alexander Albrecht (Bad Bodendorf) ihre Ratskollegen eindringlich und mit sehr deutlichen Worten dazu auf, die weitere Planung einzustellen. Fraktionssprecher Friedhelm Münch stimmte indes für die Realisierung: „Ich meine, dass Sinzig nicht wie früher wieder eine große Chance vergeben sollte.“

    SPD-Fraktionssprecher Hartmut Tann legte den Zuschauern da, wie intensiv sich seine Fraktion mit Pro- und Contra-Argumenten befasst hatte – und stimmte letztlich gegen den Bau. CDU-Fraktionssprecher René Zerwas meinte: „Die Mehrheit der CDU-Fraktion verspricht sich viel von dem frei werdenden Raum. So wird Sinzig zukunftssicher.“

    Zu Beginn der Sitzung hatte der Trier Stadtplaner Thomas Lang erneut 45 Minuten lang seine Pläne für das 20.000 Quadratmeter große Rick-Gelände vorgestellt. Er war ausführlich auf die 162 Einzeleingaben von Bürgern eingegangen, die er in Themenkomplexen zusammengefasst hatte. Viele ihnen von saßen an diesem Abend im Ratssaal. Sie dürften ihn mit einigem Groll verlassen haben.

    Von unserem Redakteur Jan Lindner

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