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    Kreis AhrweilerSicherheit: CDU fordert mehr Polizisten im Nachtdienst

    Die beiden CDU-Landtagsabgeordneten Guido Ernst und Horst Gies haben sich mit einer kleinen Anfrage zur Nacht- und Wochenendbereitschaft der Polizei an die Landesregierung gewandt. Der Staatssekretär aus dem Innenministerium, Günter Kern, hat ihnen nun geantwortet.

    Gibt es nachts und an Wochenenden genug Polizisten, die im Ahrkereis für Sicherheit sorgen? Die CDU-Abgeordneten bezweifeln das.
    Gibt es nachts und an Wochenenden genug Polizisten, die im Ahrkereis für Sicherheit sorgen? Die CDU-Abgeordneten bezweifeln das.
    Foto: picture alliance

    Die Mindeststärke der Polizei im Nachtdienst ist nach Auskunft der Landesregierung  mit fünf Personen in der Polizeiinspektion Remagen, vier in Bad Neuenahr-Ahrweiler und drei in Adenau festgelegt. Freitags und samstags sind es in Adenau vier. Zusammen sind das also zwölf Polizisten für den gesamten Kreis Ahrweiler in der Woche, 13 am Wochenende. Diese Regelung gilt bis 3 Uhr, dann wird sie pro Polizeiinspektion um eine Person reduziert. Am Wochenende seien die Dienststellen Remagen mit fünf, Bad Neuenahr Ahrweiler mit vier und Adenau mit fünf im Tagdienst und vier Personen im Nachtdienst besetzt. Auch hier gelte eine Reduzierung um einen Polizisten ab 3 Uhr. Das bedeutet, dass an Wochenenden 14 Polizisten im Kreis Dienst haben, im Nachtdienst 13.

    Für die beiden Abgeordneten ist erschreckend, dass sich die Kritik des Polizeigewerkschafters Gerhard Jung im Kreis Ahrweiler bestätigt. Auch im Kreis Ahrweiler sind 12 bis 13 Polizisten für 125 000 Bürger zuständig. Auch die Kritik von Kriminaldirektor Werner Märkert, dass sich weit mehr als eine Million Überstunden bei der Polizei angesammelt haben, scheint sich zu bestätigen. Schon zum 1. Oktober beläuft sich die Überstundenzahl im Kreis auf etwa 15 000 Überstunden. "Es ist eine Zumutung was man den Polizistinnen und Polizisten bei ihrem verantwortungsvollen Beruf noch aufdrückt ", meint dazu Guido Ernst.

    Die letzte Frage der Abgeordneten bezog sich auf Informationen aus der Bevölkerung, dass die Polizei wegen ihrer schwachen Personalbesetzung nicht mehr in der Lage sei, bei Traditionsveranstaltungen die Verkehrssicherung zu gewährleisten. Dies weist das Polizeipräsidium Koblenz zurück. "Hier werden wir nachhaken", so MdL Horst Gies, "wir glauben nicht, dass uns die Vertreter der Vereine und der Bürger falsche Informationen liefern." Nach Meinung beider Abgeordneter bestätigen die Antworten der Landesregierung, dass die Forderung nach mehr Polizeibeamten berechtigt ist.

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