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  • Parken am Nürburgring: Künftig Gebühr an Brünnchen und Schwalbenschwanz

    Nürburgring. Bislang konnten sich Motorsportfans auf den Parkplätzen entlang der Nordschleife fast alle Rennen kostenlos ansehen. Vielmehr: Sie konnten ihre Autos auch kostenlos abstellen in den Bereichen Brünnchen, Pflanzgarten und Schwalbenschwanz. Ab dieser Saison ist das anders: Der Nürburgring erhebt dort künftig eine Parkplatzgebühr von 5 Euro pro Veranstaltung.

    Foto: Jan Lindner

    Von unserem Redakteur Jan Lindner

    Die Parkplatzgebühr, die der Nürburgring künftig erhebt, berchtigt auch zum Parken auf den Parkplätzen an der Grand-Prix-Strecke. Die Nordschleifen-Bereiche Adenauer Forst, Hatzenbach und Wehrseifen bleiben laut Ring-Sprecher Pietro Nuvoloni weiterhin kostenfrei - aus "landespflegerischen Gründen".

    Die beliebten Zuschauerplätze an der Nordschleife - darunter Brünnchen, Pflanzgarten und Schwalbenschwanz - gehören den Gemeinden Herschbroich, Müllenbach und Nürburg. Für die Nutzung der Parkplätze zahlt der Nürburgring den Gemeinden und einigen Privateigentümern eine Pacht, deren Höhe sich laut Nuvoloni am jeweiligen Rennen und an der Belegung der Parkplätze orientiert. Als unsere Zeitung gerade über die anstehende Sanierung des "Brünnchens" berichtete, war dabei von der Parkgebühr noch keine Rede.

    Von der Gebühr betroffen sind die zehn Rennen der VLN-Langstreckenmeisterschaft, das 24-Stunden-Rennen samt Qualifikation, die Historic Trophy, der Oldtimer-Grand-Prix und die Westfalen Trophy. Auch an "Car Friday", der äußerst beliebten und inoffiziellen Eröffnung der Rennsaison am Ring am Karfreitag, müssen Besucher in den genannten Bereichen für einen Parkplatz bezahlen.

    Mit welchen jährlichen Zusatzeinnahmen der Nürburgring durch die neue Parkgebühr rechnet, verrät Nuvoloni indes nicht. Von den Einnahmen sollen in erster Linie die wirtschaftlichen Kosten gedeckt werden: für Personal, Müllentsorgung, Verkehrssicherung, Entschädigung für die Grundstückseigentümer und landespflegerische Maßnahmen.

    Laut Nuvoloni hat die Einführung der Gebühr nichts mit dem Besitzerwechsel zu tun: "Die Einführung wurde bereits seit Jahren diskutiert und wird nun umgesetzt." Aufgrund des erhöhten Besucheraufkommens hätten sich die Kosten für Müllentsorgung und Verkehrssicherung erhöht.

    Dass durch die neue Gebühr Zuschauer vergrault werden, befürchtet Nuvoloni nicht: "Wir gehen davon aus, dass die Fans des Nürburgrings bereit sind, die Gebühr zu zahlen." Zumal der Eintritt entlang der Nordschleife bei allen Veranstaltungen außer dem 24-Stunden-Rennen frei sei.

    VLN-Geschäftsführer Karl Mauer sagt: "Wir sehen natürlich alles kritisch, was für die Besucher der VLN-Rennen eine weitere finanzielle Belastung mit sich bringt. Wir hoffen nicht, dass dadurch künftig weniger Zuschauer kommen." Zwischen 10 000 und 15 000 Motorsportfans besuchten durchschnittlich einen der zehn Saisonläufe, an absoluten Hochtagen seien es auch mal 20 000.

    Mauer hat sich beim 3-Stunden-Rennen der vergangenen Saison unter die Zuschauer im B-Parkplatzbereich am Eifeldorf gemischt. Dort gab es schon eine Gebühr von 5 Euro, und "die hat auch eigentlich jeder ohne zu zögern bezahlt". Zudem würde bei sämtlichen Sportveranstaltungen Eintritt verlangt: ob in der Fußball-Kreisliga oder der Handball-Landesliga. Ferner bekämen die Rennfans auch bei der VLN mehrere Stunden hochklassigen Motorsport zu sehen. Mauer sagt aber auch: "Ich hoffe nicht, dass die neue Parkgebühr zu wildem Parken an der Bundesstraße oder in Nürburg selbst führt."

    Die VLN selbst hat im B-Bereich 500 kostenlose Parkplätze ausgehandelt: Dort parken schließlich vorwiegend die Fahrer und ihre Teams. Außerdem stellen hier auch Sponsoren und geladene Gäste der Veranstaltung ihre Wagen ab.

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    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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