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    GrafschaftOutlet-Center: Neinver setzt auf Standort Grafschaft

    Das Factory Outlet-Center (FOC) auf der Grafschaft soll kommen: Das hat Sebastian Sommer, Geschäftsführer von Neinver Deutschland, am Donnerstag im Ringener Rathaus noch einmal bekräftigt.

    Das FOC in Zweibrücken hat Neinver verkauft. Das Interesse am Standort Grafschaft ist nach wie vor groß.
    Das FOC in Zweibrücken hat Neinver verkauft. Das Interesse am Standort Grafschaft ist nach wie vor groß.
    Foto: Neinver

    Im Bauausschuss der Gemeinde Grafschaft stand der Manager der Politik Rede und Antwort, wobei schnell deutlich wurde: Allzu viel Neues hatte Sommer nicht im Gepäck. Konkrete Pläne liegen bis jetzt nicht vor – immer noch nicht. Und das hat seinen Grund: Neinver war in den vergangenen Monaten hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt.

    Im November 2016 verkaufte die spanische Neinver-Gruppe auf einen Schlag nahezu den kompletten Bestand des von ihr gemanagten Irus-Fonds, der zuletzt ausschließlich in europäische Outlet-Center investiert hatte: eine Transaktion von 1,7 Milliarden Euro. Von 18 Standorten blieben 14 übrig. Verkauft wurde auch das Outlet-Center in Zweibrücken, das Neinver sieben erfolgreiche Jahre lang betrieben hatte – „ein Wermutstropfen“, räumte Sommer ein. Nun sei er froh, dass man mit diesem Thema fertig sei und sich wieder auf neue Projekte konzentrieren könne.

    Außer dem Standort Grafschaft hat Neinver in Deutschland zwei weitere Eisen im Feuer: Werl und neuerdings Duisburg. Dort hat das Unternehmen jenes Gelände im Auge, auf dem im Sommer 2010 bei einer Massenpanik 21 Menschen gestorben waren. Bei diesem Projekt sei man aber erst ganz am Anfang, betonte Sommer. Gerade am Standort Grafschaft sei dem Unternehmen gelegen, wolle man nach dem Verlust von Zweibrücken in Rheinland-Pfalz noch einen Fuß in der Tür halten, etwa um in andere Outlets einzusteigen.

    Den Bauausschuss interessierte indes vor allem das Grafschafter Projekt. Die nötigen Grundstücke am Beller Kreisel habe man sich langfristig gesichert, bestätigte Sommer. Und ja, er hält den Standort Grafschaft für aussichtsreich, auch wenn in Remscheid, in Wuppertal und vielleicht in Duisburg entsprechende Projekte allesamt verwirklicht würden. Selbst dann – was eher unwahrscheinlich sei – bliebe in einem Radius von 60 Fahrminuten ein Einzugsgebiet von vier bis fünf Millionen Besuchern, rechnete Sommer vor.

    Mit der Vorarbeit für das Raumordnungsverfahren und das Zielabweichungsverfahren hat Neinver die Forschungs- und Informations-Gesellschaft für Fach- und Rechtsfragen der Raum- und Umweltplanung (Firu) in Koblenz beauftragt. Mit Ergebnissen ist laut Sommer in ein bis zwei Monaten zur rechnen. Ein Zielabweichungsverfahren ist nötig, da in der Gemeinde Grafschaft großflächige Einzelhandelsbetriebe landesplanerisch nicht zulässig sind. Erst wenn ein Ratsbeschluss existiere, ein solches zu beantragen, könne man auf die Nachbarkommunen zugehen, erklärte Bürgermeister Achim Juchem. Dort ist bekanntlich die Sorge groß, der Einzelhandel könnte unter einem FOC leiden. Doch auch die Grafschafter Politik sieht noch viele Fragen offen. Immerhin gehe es um eine Fläche größer als der Ortsteil Beller, hieß es.

    Von unserem Redakteur Frieder Bluhm

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