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  • Letztes Mal: Türchen öffnen für guten Zweck

    Kreis Ahrweiler. Inzwischen ist er zu einer festen Institution herangewachsen: der Benefiz-Adventskalender der Adventsmenschen im Kreis Ahrweiler. Die diesjährige Aktion soll nun die Letzte sein - und dafür hat sich Organisatorin Sylvia Pitzen ein ehrgeiziges Ziel gesetzt.

    Karin Joachim (von links), Sylvia Pitzen und Christiane Schöbel starteten im Jahr 2011 mit der Benefiz-Adventskalender-Aktion.
    Karin Joachim (von links), Sylvia Pitzen und Christiane Schöbel starteten im Jahr 2011 mit der Benefiz-Adventskalender-Aktion.
    Foto: Hans-Jürgen Vollrath

    Von unserer Reporterin Celina de Cuveland

    Seit fünf Jahren werben die fleißigen "Heinzelmännchen" in jedem Winter aufs Neue Sponsoren an, die tolle Preise für den Kalender zur Verfügung stellen. Diese werden auf einer Online-Auktionsplattform an den Meistbietenden versteigert. Der Erlös geht an unterschiedliche gemeinnützige Organisationen, wie die Lebenshilfe Sinzig, den Verein für wohnortnahe Erziehungshilfe mit Sitz in Ringen oder das ambulante Kinderhospiz in Koblenz im vergangenen Jahr.

    Doch dieses Jahr soll das Letzte sein, in dem der Adventskalender der besonderen Art online geht. Denn Sylvia Pitzen, die Initiatorin des Projektes, braucht eine Pause. Zu sehr zerren Zeitaufwand, Organisation und viele, viele Absagen von Sponsoren an ihren Nerven. Für die letzte Adventskalender-Aktion plant Sylvia Pitzen noch etwas Großes: Sie will mindestens 6500 Euro mit den letzten Versteigerungen einnehmen. Sollte das klappen, hätten die Adventsmenschen bei all ihren Aktionen rund 20 000 Euro für Hilfsprojekte zusammengetragen.

    Diese Geschenke stecken hinter den Türchen

    Um dieses Ziel zu erreichen, hat Sylvia Pitzen in diesem Jahr wieder hochkarätige Preise hinter den Adventskalender-Türchen versteckt. So gibt es zum Beispiel diverse Rennsportartikel, VIP-Tickets für die Shows von Comedian Markus Krebs, Fotoshootings, Parfumworkshops oder eine Whiskyverkostung zu ersteigern. Der Erlös der Aktion in diesem Jahr geht an das "Weihnachtsmädchen". Was es damit konkret auf sich hat, erklärt Sylvia Pitzen: "Für uns bietet die diesjährige Aktion die Möglichkeit, einem guten Freund und langjährigen Unterstützer der Adventsmenschen noch einmal auf besondere Art ,Danke' zu sagen." Er wurde plötzlich aus dem Leben gerissen, sein Verlust ist ein schwerer Schlag für seine Familie. "Wir möchten seiner kleinen Tochter nun ein wenig von dem zurückzugeben, was er mit seiner Unterstützung der letzten Jahre für Andere getan hat", sagt Sylvia Pitzen.

    Wenn die Organisatorin daran denkt, dass diese die letzte Adventskalenderaktion ist, glitzern Tränen in ihren Augen. Mit dem Schlussstrich fällt ihr einerseits eine große Last von den Schultern, andererseits muss sie dann ein Projekt loslassen, das ihr jahrelang am Herzen lag. "Das Schöne ist, dass sich durch das gemeinsame Bieten auf unserer Webseite inzwischen viele Freundschaften zwischen Menschen entwickelt haben, die sich sonst vielleicht nie kennengelernt hätten", sagt sie. "Die Bieter tauschen sich untereinander aus und so entstehen online ganze Gespräche." Die größte Spende konnte Pitzen im ersten Jahr erzielen, als der Rennanzug von BMW-Werksfahrer Dirk Adorf versteigert wurde. Die Rennkluft sei für ungefähr tausend Euro weggegangen, erinnert sich Pitzen.

    Sylvia Pitzen möchte die Welt ein Stückchen besser machen

    Die Idee, eine solche Aktion zu starten, hatte Sylvia Pitzen bereits 2010. Damals stieß sie im Internet auf vergleichbare Projekte in München, Berlin und Hamburg. Dass sie die Aktion über mehrere Jahre hinweg immer wieder organisieren würde, hatte sie damals nicht geplant. Doch bereits nach dem ersten Adventskalender 2011 kamen einige der Sponsoren wieder auf sie zu und fragten, ob sie im nächsten Jahr dabei sein könnten. So entstand eine feste Institution.

    Dass Sylvia Pitzen fünf Jahre lang das Projekt trotz der damit einhergehenden psychischen Belastung und des Stresses organisiert und umgesetzt hat, oft mit verschiedenen Helfern an ihrer Seite, hat einen Grund. Sie hofft, dass sie mit dieser Aktion etwas bewirken kann und möchte auf die jeweiligen Projekte, die mit dem Erlös unterstützt wurden, aufmerksam machen.

    So läuft die Aktion ab

    Der Kalender der Adventsmenschen startet wie andere Adventskalender auch am 1. Dezember. Dann öffnet sich jeden Tag ein Türchen, hinter dem sich ein Geschenk verbirgt. Worum es sich konkret handelt, wird erst mit dem Öffnen des Türchens bekannt gegeben. Zwischen neun und 22 Uhr kann jeder Bieter unter www.advents menschen.de sein Gebot abgeben. Der Gewinner wird noch am Abend von den Auktionsleitern bekannt gegeben. Der volle Erlös kommt einem gemeinnützigen Zweck zugute. Wer die Aktion unterstützen möchte, aber an keinem der Geschenke interessiert ist, findet die Daten zum Spendenkonto ebenfalls auf der Webseite der Adventsmenschen.

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    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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