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    SinzigEnergiewende: Strommasten im Ahrkreis werden umgerüstet

    Um in den Zeiten der Energiewende die Stromversorgung auf Dauer zu sichern, steht in naher Zukunft die Umrüstung unzähliger Strommasten an. Auch im Kreis Ahrweiler sollen die Hochspannungsmasten, die bislang nur für Wechselstrom ausgerichtet sind, mit zusätzlichen Konvertern und Isolatoren ausgestattet werden, die auch für die Übertragung von Gleichstrom ausgerichtet sind.

    Im gesamten Ahrkreis sollen ab 2018 Strommasten umgerüstet werden. In Sinzig informierten Amprion-Sprecherin Joelle Bouillon und Sinzigs Büroleitender Beamter Hans-Joachim Weiß.
    Im gesamten Ahrkreis sollen ab 2018 Strommasten umgerüstet werden. In Sinzig informierten Amprion-Sprecherin Joelle Bouillon und Sinzigs Büroleitender Beamter Hans-Joachim Weiß.
    Foto: ith

    Von unserer Mitarbeiterin Judith Schumacher

    Auf diese Weise können die Bundesländer mit Strom, der aus erneuerbaren Energien wie Wind- oder Solarkraft erzeugt wird, flächendeckend versorgt werden.

    "Der Verbraucher hier vor Ort wird von den Arbeiten nichts mitbekommen. Wer es nicht weiß, wird es auch nicht sehen", betont Joelle Bouillon, Pressesprecherin des mit den Umrüstungsmaßnahmen beauftragten Unternehmens Amprion bei einer Informationsveranstaltung im Sinziger Helenensaal. Der Ahrkreis hat den Vorteil, dass hier vor nicht allzu langer Zeit eine neue Stromleitung installiert worden ist. Entlang der Trasse zwischen Fritzdorf, Bad Neuenahr, Heppingen, Apollinarisberg, Löhndorf und Oberbreisig müssen also keine neuen Masten errichtet werden.

    Anders sieht es etwa in Köln-Hürth aus. Hier gibt es Proteste aus der Bevölkerung, die sich anstelle neuer Hochspannungstrassen für Erdkabel aussprechen, wie Bouillon bestätigte. Dort sollen neue Hochspannungsverteiler in der Nähe von Wohnbebauung entstehen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Magnetfelder der Stromversorgung ein Risikofaktor für Leukämie bei Kindern sind.

    Laut einer Studie des Krebsforschungsinstituts der Universität Bristol sind Personen, die in der Nähe von Hochspannungsleitungen leben, erhöhter Krebsgefährdung ausgesetzt. Bei Untersuchungen hat sich gezeigt, die höheren Krebsfälle befinden sich nur dort, wo der Wind vermehrt von den Stromleitungen her weht. Laut Studie war das Krebsrisiko von Menschen, die maximal 400 Meter entfernt von Stromleitungen leben, im Durchschnitt 29 Prozent höher. "Die Bristolstudie wurde mittlerweile aber revidiert", so Bouillon.

    In Deutschland liegt der Anlagegrenzwert für Hochspannungsmasten bei 100 Mikrotesla, in der Schweiz beträgt er ein Mikrotesla. Gleichstrom ändert im Gegensatz zum Wechselstrom nicht seine Richtung. Der Transport von Gleichstrom ist verlustärmer als der von Wechselstrom und eignet sich besonders für lange Strecken, wie sie bei der Höchstspannungsgleichstromübertragung (HGÜ) geplant sind. Auch bei Gleichstrom entstehen elektrische und magnetische Felder. Die geplante Umrüstung der Stromtrassen zwischen Osterrath und Philippsburg kostet laut der Pressesprecherin rund eine Milliarde Euro. Das Projekt befindet sich noch in der Genehmigungsphase. "Wir gehen davon aus, dass nach der Bundesfachplanung und dem anschließenden Planfeststellungsverfahren frühestens im Jahr 2018 mit den Arbeiten begonnen werden kann", so die Amprion-Sprecherin.

    Das Interesse an der Infoveranstaltung in Sinzig hielt sich in Grenzen. "Ich wollte mir nur ansehen, ob die jetzige Vorstellung sich mit dem deckt, was bei der ersten Infoveranstaltung für Behörden in der Kreisverwaltung gesagt wurde", erklärt Günter Schleich vom Fachbereich Bauen, Wohnen und Umwelt der Verbandsgemeinde Bad Breisig. "Wir profitieren hier davon, dass keine neuen Anlagen gebaut werden müssen."

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