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    Bad NeuenahrDeutschlands Amateurfilmerelite ist in Bad Neuenahr

    Es soll eine "Kleine Berlinale" werden: Von Donnerstag bis Sonntag richtet der Film- und Videoclub (FVC) Ahrweiler-Bad Neuenahr die 72. Deutschen Filmfestspiele (DAFF) aus, die der Bundesverband Deutscher Film-Autoren (BDFA) seit 1935 Jahr für Jahr veranstaltet.

    Von Donnerstag an trifft sich die deutsche Amateurfilmelite in Bad Neuenahr. Gastgeber ist der ansässige Film- und Videoclub um (von links) Jakob Breidenbruch, Rainer Urbanke, Norbert Natschke.  Foto: Vollrath
    Von Donnerstag an trifft sich die deutsche Amateurfilmelite in Bad Neuenahr. Gastgeber ist der ansässige Film- und Videoclub um (von links) Jakob Breidenbruch, Rainer Urbanke, Norbert Natschke.
    Foto: Vollrath

    Damals fanden die ersten Filmfestspiele in Berlin statt. Seitdem wurde das Festival, das für die Amateurfilmer in Deutschland den alljährlichen Höhepunkt darstellt, in ganz verschiedenen Städten veranstaltet - und in diesem Jahr eben in der Kreisstadt.

    Explizit um die Ausrichtung beworben hatte sich der FVC Ahrweiler-Bad Neuenahr freilich nicht. Vielmehr wurde Vereinsvorsitzender Rainer Urbanke "vom verzweifelten BDFA-Präsidium gefragt", ob denn nicht sein Klub die diesjährige Austragung organisieren könne. Urbanke schloss sich mit seinem Vorstand kurz - und sagte Ja. Das war vor zwei Jahren. Und gleich darauf begann die Arbeit. Zunächst wurde der Austragungsort - der rund 250 Zuschauer fassende Theatersaal des Augustinums - abgestimmt. Dann wurde ein kleiner Werbefilm über die Filmfestspiele in Bad Neuenahr-Ahrweiler gedreht, der danach bei allen BDFA-Veranstaltungen gezeigt wurde.

    Und noch mehr stand auf dem Vorbereitungsprogramm: Eine Internetseite musste eingerichtet, ein Flyer konzipiert und ein Rahmenprogramm für die Autorenfilmer erarbeitet werden. Unter Hochdruck lief parallel dazu die Fahndung nach Sponsoren, um die Finanzierung sicherzustellen. In den vergangenen Wochen hat Rainer Urbanke dann noch zeitaufwendig alle nominierten Filme von den verschiedensten Datenträgern auf eine externe Festplatte überspielt. Beim Festival werden die Filme dann per Beamer an die Wand projiziert.

    Nominiert sind insgesamt 65 Filme, darunter solche mit den Titeln "Im Revier des Feuersalamanders", "Die Frau auf der Parkbank", "Leben im hohlen Zahn", "Der kleine Krieger", "Ich und Du, Müllers Kuh" und "Die zarte Verführung". Sie werden von Donnerstag, 29. Mai, bis Samstag, 31. Mai, im Theatersaal des Augustinums gezeigt und von einer Jury bewertet.

    Weitere Zuschauer sind willkommen - der Eintritt ist frei. "Jeder kann kommen und gehen, wann er will - nur nicht, während ein Film läuft", erklärt Rainer Urbanke. Die maximal 20 Minuten langen Filme werden in neun Blöcken in "bunter Mischung" gezeigt.

    Am Donnerstag, 29. Mai, gibt es drei Blöcke (Beginn: 9.45 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr), ebenso am Freitag, 30. Mai (13.30 Uhr, 16.55 Uhr und 19.40 Uhr). Am Samstag, 31. Mai, werden ab 9 Uhr und dann wieder ab 13 Uhr Filme gezeigt. Die Streifen des "Minuten Cup" flimmern ab 15.15 Uhr auf der Leinwand.

    Der Nominierung vorausgegangen waren die Bundesfilmfestivals der verschiedenen Kategorien (darunter Dokumentarfilm, Reisefilm, Spielfilm und Folklorefilm). Zuletzt wurden beim "Junger Film"-Sonderfilmfestival in Rostock die Sieger gekürt und für die DAFF nominiert. Etwas enttäuscht ist Rainer Urbanke darüber, dass kein Film von einem seiner Klubkollegen unter den 65 Festivalfilmen ist. "Wir sind ganz knapp vorbeigeschrammt", so der FVC-Vorsitzende - und das gleich doppelt: Beim Bundesfilmfestival für Naturfilme hatte jüngst Jakob Breidenbach eine Silbermedaille für seinen Film über das Rodder Maar erhalten, und auch der gemeinsam produzierte Dokumentarfilm "Mit dem Kopf stolpern" zur Stolpersteinverlegung und dem ehemaligen jüdischen Leben in Bad Neuenahr wurde beim entsprechenden Bundesfilmfestival mit Silber geehrt.

    Dennoch blicken Urbanke und seine Mitorganisatoren vom FVC mit Freude und Spannung auf die bald beginnenden Filmfestspiele. Feierlich eröffnet wird das Festival am Donnerstag um 9 Uhr - musikalisch umrahmt von Filmmusik, gespielt vom Panikorchester Lantershofen unter der musikalischen Leitung von Manfred Sebastian. Auch die Abschlussveranstaltung am Sonntagvormittag um 10 Uhr, in der die sieben Preise für die besten Filme und auch der Publikumspreis vergeben werden, wird mit Filmmusik gestaltet. Es musiziert das Schülerorchester des Peter-Joerres-Gymnasiums.

    Von unserer Mitarbeiterin Petra Ochs

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