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  • Anwohner empört: Gewerbehalle stellt Nachbarhäuser in den Schatten

    Brohl-Lützing. Böse überrascht wurden Anwohner der Koblenzer Straße in Brohl-Lützing. Zwischen ihren Wohnhäusern ragt plötzlich das Skelett einer Gewerbehalle empor.

    Direkt neben der Gewerbehalle steht ein Bungalow, der um ein Vielfaches niedriger ist und völlig in deren Schatten verschwindet. Da sich die Höhe der Halle jedoch an der Durchschnittshöhe der umliegenden Gebäude orientiert, ist dies rechtens.
    Direkt neben der Gewerbehalle steht ein Bungalow, der um ein Vielfaches niedriger ist und völlig in deren Schatten verschwindet. Da sich die Höhe der Halle jedoch an der Durchschnittshöhe der umliegenden Gebäude orientiert, ist dies rechtens.
    Foto: dcc

    Von unserer Reporterin Celina de Cuveland

    Die Nachbarn des Grundstückes an der Koblenzer Straße 9 in Brohl-Lützing sind entrüstet: Zwischen Bungalows und kleinen Einfamilienhäuser, eingegrenzt von der B 9 und der Bahnlinie, wird derzeit eine rund zwölf Meter hohe Halle zu gewerblichen Zwecken gebaut. Für die Anwohner ist es ein Unding, dass in ihr Wohngebiet mit bis zu 100 Jahre altem Baubestand und Häuser mit maximal zwei Wohnparteien eine solch gigantisch anmutende Industriehalle gebaut wird. Zudem ahnte wohl niemand von ihnen, dass dort eine Gewerbehalle errichtet werden soll.

    "Wir wurden im Vorfeld nicht über die Baumaßnahme informiert", sagt Anwohnerin Irene Beutgen. "Wir wussten bis zu dem Zeitpunkt, als jetzt die Stahlträger und das Dach errichtet wurden, nicht, was dort entstehen soll." Sie fühlt sich von den kommunalen Instanzen als Betroffene übergangen. Ortsbürgermeister Michael Schäfer sagt dazu auf RZ-Anfrage, dass Bauvoranfragen wie in diesem Fall im nichtöffentlichen Teil der Gemeinderatssitzungen besprochen worden sind. Dennoch sei es den Anwohnern jederzeit möglich, Einsicht in die Baugenehmigung für das betroffene Grundstück bei der Kreisverwaltung zu beantragen. Somit hätten sie im Vorfeld Informationen über das Ausmaß der Baumaßnahmen und die Nutzung des Gebäudes einholen können. "Wer jetzt noch Widerspruch einlegen möchte, muss sich an den Kreisrechtsausschuss wenden", so Schäfer.

    Für die Anwohner wäre das die letzte Option. Irene Beutgen schreckt davor zurück, müssten die Anwohner doch, wenn der Widerspruch abgelehnt wird, die Kosten für das Verfahren selbst tragen. Momenten sehen sie sich in ihrer Lebensqualität massiv eingeschränkt. "Für uns ist es eine extrem belastende Situation, Blickachsen und Lichteinfall der umliegenden Gebäude werden völlig missachtet", sagt Irene Beutgen. Tatsächlich steht direkt neben Neben der Gewerbehalle ein Bungalow, der um ein Vielfaches niedriger ist und völlig in deren Schatten verschwindet. Da sich die Höhe der Halle jedoch an der Durchschnittshöhe der umliegenden Gebäude orientiert, wie Ortsbürgermeister Michael Schäfer berichtet, ist dies rechtens.

    "Tatsächlich wirkt die massive Halle größer als die umliegenden Wohnhäuser", gibt Schäfer zu. Für die betroffenen Nachbarn könne er jedoch wenig tun. "Wenn wir als Gemeinderat gegen das Bauvorhaben gestimmt hätten, obwohl es keine Bedenken von Rechtswegen gegeben hätte, hätte sich die Kreisverwaltung als höhere Instanz einfach über unseren Beschluss hinwegsetzen können." Das Recht auf schöne Aussicht gebe es eben nicht.

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    Nina Borowski

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    Chef v. Dienst

     

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