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    Maria LaachAlte Schriften aus Maria Laach sind in Berlin ausgestellt

    In der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin wurde Ende November vor mehr als 300 geladenen Gästen die Ausstellung "Bibliotheca Abbatiae beatae Mariae virginis ad Lacum - Zimelien aus der Bibliothek des Benediktinerklosters Maria Laach" des Klosters Maria Laach und des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz eröffnet.

    In Berlin ist eine Ausstellung alter Schriften aus der Bibliothek des Klosters Maria Laach und des Landesbibliothekszentrums zu sehen.
    In Berlin ist eine Ausstellung alter Schriften aus der Bibliothek des Klosters Maria Laach und des Landesbibliothekszentrums zu sehen.

    Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Bundessozialministerin Andrea Nahles, der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann sowie Prior Pater Dr. Albert Sieger von der Benediktinerabtei betonten in ihren Grußworten die Bedeutung der alten Schriften. Nur durch die historischen Klosterbibliotheken konnte das abendländische Wissen über Jahrhunderte bewahrt werden. Die Ausstellung mache deutlich, welche bedeutenden Buchbestände heute in der Bibliothek von Maria Laach vorhanden sind.

    Andrea Nahles und Bischof Stephan Ackermann machten in ihren Grußworten auch ihre persönliche Verbundenheit zu Maria Laach, in dessen Nähe sie aufgewachsen sind, deutlich. Anschließend gab Dr. Armin Schlechter vom Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz in seinem Eröffnungsvortrag einen Abriss der Bibliotheksgeschichte und stellte ausgewählte Stücke vor.

    Die Ausstellung zeigt 26 Exponate aus den historischen Beständen der Laacher Klosterbibliothek in chronologischer Folge. Den Anfang bildet ein Handschriftenfragment aus der Zeit um 800. Zu sehen sind weiter ein gedruckter Bibelkommentar mit Porträts der Evangelisten in Deckfarbenmalerei, ein 1498 in Speyer gedrucktes benediktinisches Missale, eine 1504 von einem Mönch aus Laach geschriebene Handschrift sowie eine eigenhändige Widmung von Bettina von Arnim in einem Buch aus ihrer Feder aus dem Jahr 1846. Auch bemerkenswerte historische Einbände werden gezeigt, darunter ein für den Kölner Erzbischof Johann Gebhard Graf von Mansfeld gefertigtes Exemplar. Am Schluss der Ausstellung steht das erste, im Jahr 1930 vollendete Exemplar des Missales in der Editio Lacensis, ein buchkünstlerischer Druck des lateinischen Messbuches durch die Bremer Presse, dessen Textgestalt von Mönchen aus Maria Laach erarbeitet worden ist. Nach dem Erfolg der Ausstellung im letzten Jahr konnte Gernot Mittler, Staatsminister a. D. und Vorsitzender des Vereins der Freunde der Benediktinerabtei Maria Laach, den Kontakt zur Landesregierung Rheinland-Pfalz herstellen, sodass die kostbaren Exponate aus Maria Laach nun in der Bundeshauptstadt einem interessierten Publikum präsentiert werden können.

    Die Ausstellung der Schriften ist noch bis Sonntag, 21. Dezember, zu sehen und hat täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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