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    Kreis AhrweilerAhrsteig: Weiter Probleme mit Waldbesitzern

    Noch gibt es zwischen Kreuzberg und Walporzheim vier offizielle Verbindungswege zwischen dem Ahrsteig blau und dem Ahrsteig rot. Bereits zum 30. Juni dieses Jahres könnten es nur noch zwei sein: Rotweinwanderweg und Ahrtalweg.

    Vier offizielle Verbindungswege gibt es zwischen dem Ahrsteig blau und dem Ahrsteig rot zwischen Kreuzberg und Walporzheim. Eine Einigung mit den Waldbesitzern steht noch immer aus. Die bereits verlängerte Galgenfrist für einen vertraglichen Kompromiss läuft bald ab.
    Vier offizielle Verbindungswege gibt es zwischen dem Ahrsteig blau und dem Ahrsteig rot zwischen Kreuzberg und Walporzheim. Eine Einigung mit den Waldbesitzern steht noch immer aus. Die bereits verlängerte Galgenfrist für einen vertraglichen Kompromiss läuft bald ab.
    Foto: Hans-Jürgen Voll

    Das Problem mit privaten Waldbesitzern, die aus persönlichen Gründen Einwände gegen die Streckenführung haben, ist nicht vom Tisch.

    Und die bereits verlängerte Galgenfrist für einen vertraglich vereinbarten Kompromiss läuft ab. Gelingt es unter der Regie der Verbandsgemeinde Altenahr nicht, sich mit den Eigentümern der von den Ahrsteig-Verbindungswegen berührten Parzellen zu einigen, sind die jetzigen Prospekte wohl Makulatur.

    Der Altenahrer Verbandsgemeindebürgermeister Achim Haag hofft auf die Überzeugungskraft der positiven Nachrichten und Erfolgsmeldungen über den Ahrsteig. Gespräche liefen. Vornehmlich mit der Arenberg'schen Verwaltung, die mit ihrem Waldbesitz rund um Mayschoß involviert ist. Mitziehen müssten aber auch weitere private Waldbesitzer, damit der Ahrsteig in Zukunft halten kann, was er verspricht: anspruchsvolle Strecken mit grandiosen Ausblicken.

    "Gewisse Felspartien lassen sich nicht so einfach umgehen", sagt Haag, der bei anderen Wegführungen das Problem sieht, dass sie den Ansprüchen eines Qualitäts- und Premiumwanderwegs nicht genügen, beispielsweise weil sie zu viele geteerte Abschnitte haben. Für ihn bleibt das Thema eine schwierige Langzeitaufgabe.

    Befragt zu den Gründen der Verweigerer, meint er: "Sie möchten es nicht. Punkt. Man muss es akzeptieren, auch wenn ich es nicht verstehe." Eine Lösung zu finden, sei für ihn aber ein Herzenswunsch. Ob es funktioniert, will er nicht vorhersagen: "Ich bin kein Glaskugelleser." Aber die Wege AV1 und AV2, die durch wilde Felslandschaften über den Schrock respektive über den Steinerberg führen, seien ja als ausgeschilderte Eifelvereinswege weiter vorhanden. Andreas Zedler, Leiter des Forstreviers Mittelahr und der Arenberg'schen Verwaltung, hält es für wichtig, intensiv an einer Dauerlösung zu arbeiten, um endlich einen wirklichen Ahrsteig zu etablieren, der die Verbindungswege überflüssig macht, und zwar auf der ursprünglich geplanten Trassenführung. Annähernd sei das in Mayschoß erreicht worden, Sonderlösungen habe man für Rech und Dernau finden müssen. Die Krücke Verbindungswege, die für den Eröffnungstermin im November 2012 gefunden wurde, sei als Provisorium noch durchgegangen. Das gehe aber nun zu Ende.

    Dieter Knieps, Vorsitzender der Jagdgenossenschaft in Rech, ist einer derjenigen, die Widerspruch eingelegt haben. 90 Prozent des Waldbesitzes sind in Rech in Privathand. Knieps beklagt, dass man die betroffenen Bürger bei dieser Frage nie richtig eingebunden, sondern hochherrschaftlich bestimmt habe. Er ist davon überzeugt, dass es auch eine Streckenführung geben kann, die nur über bereits öffentliche Wege führt. Einen mit Vertretern aus Dernau, Mayschoß und Rech erarbeiteten Vorschlag gebe es bereits. "Wir müssen weiterkommen und als Alternative eine dritte Variante finden, die nicht über die bekannten Wege führt", weiß auch Haag, der die Hoffnung auf einen durchgehenden Ahrsteig in Premiumqualität noch nicht aufgegeben hat. Denn das Wandern ist das große Zukunftsthema im Ahrtal. Die neue Tourismusstudie über das Ahrtal, die im vergangenen Dezember von der Uni Trier vorgestellt wurde, hat die Kommgründe von Gästen und Besuchern bei Befragungen wissenschaftlich unter die Lupe genommen:

    Ein Viertel aller Befragten gab an, die Wanderwege bereits genutzt oder eine Wanderung während des Aufenthalts geplant zu haben. Das Aktivangebot Wandern spielt im Ahrtal eine deutlich größere Rolle als das Radfahren (12 Prozent). Und die Natur bildet für fast ein Drittel der Besucher (31 Prozent) den wichtigsten Reisegrund, gefolgt von den Outdoor- und Aktivangeboten (21 Prozent).

    Von unserer Redakteurin Beate Au

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