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  • Adenau: Geladene Gäste diskutieren über den Nürburgring

    Adenau - Gute Gespräche, konstruktive Kritik, gut, dass diverse Interessengruppen des Nürburgrings miteinander sprachen - aber: kein Durchbruch: Zusammengefasst sind das die Eindrücke des Dialogforums Nürburgring in Adenau.

    Sie waren nicht zum ersten "Dialogforum Nürburgring" von der Landesregierung eingeladen worden. Deshalb protestierten Mitglieder von "Save the Ring" vor dem Gebäude der Verbandsgemeinde Adenau. Sie kritisieren das aktuelle Betreiberkonzept des Nürburgrings vehement.
    Sie waren nicht zum ersten "Dialogforum Nürburgring" von der Landesregierung eingeladen worden. Deshalb protestierten Mitglieder von "Save the Ring" vor dem Gebäude der Verbandsgemeinde Adenau. Sie kritisieren das aktuelle Betreiberkonzept des Nürburgrings vehement.
    Foto: Werner Dreschers

    Zu dieser ersten und nicht-öffentlichen Sitzung hatte das Mainzer Innenministerium 29 ausgewählte Personen Mitte August per Schreiben eingeladen. Gestern Nachmittag trafen sich die Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Nürburgring-Kritikern im Sitzungssaal der Verbandsgemeinde Adenau. Das nächste Treffen - wohl in gleicher Zusammensetzung - ist Mitte Januar 2012 in Nürburg geplant. Im Mittelpunkt soll der Tourismus in der Region Nürburgring stehen.

    Unter den Teilnehmern gestern: Innenstaatssekretär Jürgen Häfner, Nürburgring-Botschafter Hubert Hahne, Automotive-Geschäftsführer Jörg Lindner, Karl-Josef Schmidt (Automotive-Geschäftsführung), Landrat Jürgen Pföhler, Hermann-Josef Romes (Bürgermeister VG Adenau), Otto Flimm (Vorsitzender von "Ja zum Nürburgring"), Mike Frison (Mitbegründer der Automotive-Kritiker "Save the Ring"), Andrea Thelen (Vorsitzende des Gewerbevereins Adenau), die Landtagsabgeordneten Petra Elsner (SPD) und Horst Gies (CDU).

    "Es war ein reger Austausch von verschiedenen Meinungen - gut und positiv", sagte Thelen. "Ob es was bringt, muss man abwarten." Automotive-Mann Lindner sagte: "Es war ein guter Auftakt für Gespräche. Ich freue mich, dass ein solcher Dialog möglich war zwischen Leuten, die vorher nicht viel miteinander gesprochen haben." Er sagte aber auch: "Es wurden keine konstruktiven Dinge besprochen. Es waren aber auch sehr viele Leute da." Der Mainzer Innenstaatssekretär Häfner - Moderator und Gastgeber - meinte: "Für mich ist klar geworden: Alle Teilnehmer haben ein gemeinsames Ziel: Der Nürburgring als Infrastrukturmaßnahme steht klar im Vordergrund."

    Deutlich kritischer sah die Sache Automotive-Kritiker Frison: "Die Landesregierung hat die große Chance verpasst, sich von diesem Konzept zu lösen." Und: "Jörg Lindner beruft sich auf seinen Vertrag mit dem Land, das Land auf Koalitionsvertrag." Frisons Interessengruppe tritt dafür ein, die Rennstrecke von Freizeitpark und Hotels zu trennen. Im Internet haben seine Kollegen und er seit dem 1. Januar dieses Jahres 22 300 Unterschriften für dieses Ziel gesammelt. Die hat Frison nun in Adenau Innenstaatssekretär Häfner übergeben.

    Vor dem VG-Gebäude hatten vor Sitzungsbeginn etwa 20 Mitglieder von Save the Ring protestiert - in der Sache eindeutig, aber still und friedlich. Unter ihnen: Hotelchefin Uschi Schmitz, Rennsport-Unternehmer Ossi Kragl, Ronald Maltha (Kreisvorstand der Grünen Mayen-Koblenz, arbeitet seit 20 Jahren in Barweiler), Frison. Ihre Hauptkritik: dass die Gesellschaft unter sich blieb. "Das sind fast nur Gewählte und Lobbyisten", sagte Kragl.

    Und er sagte weiter: "Es ist fast kein Sportler oder Unternehmer dabei, der wichtig wäre, um das Problem hier zu lösen." Grünen-Mann Maltha meinte: "Das ist kein Dialog, wenn die Beteiligung der Bürger durch diese nicht-öffentliche Sitzung behindert wird." Weiter: "Die Regierung hat es nicht fertiggebracht, dass die in der Runde vertreten sind, die hier vor Ort mit den Konsequenzen leben müssen." Automotive-Kritiker Frison hatte bekanntlich reingedurft in den Sitzungssaal im Haus C, sagte aber: "Ich finde die Auswahl ziemlich kurios: dass ich dabei bin, starke Kritiker wie Wilhelm Hahne, Ossi Kragl und Jacques Berndorf nicht."

    Die Hoffnung der stillen Demonstranten fasste Grünen-Politiker Maltha zusammen: "Wir erwarten, dass wir wahrgenommen und als Bürger an der nächsten Runde beteiligt werden." Denn: "Wir sind keine Chaoten, sondern Gewerbetreibende und Motorsportunternehmer. Wir wollen an den Verhandlungstisch." Die Chancen darauf sind eher gering. Innenstaatssekretär Häfner: "Nach unserer Auffassung waren alle Interessen vertreten, der Teilnehmerkreis war repräsentativ. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass die Runde nächstes Mal anders aussieht."

    Von unserem Redakteur Jan Lindner

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