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  • Ein Leben für Rennlegende Caracciola, Ärger mit dem Nürburgring

    Remagen - Er war ein Stern am internationalen Automobilsporthimmel Anfang des 20. Jahrhunderts: der Remagener Rudolf Caracciola. Der Stern war auch das Markenzeichen seiner Erfolge, die er mit Mercedes-Benz erzielte. In seinem Geburtsort Remagen hatten kürzlich unbekannte Täter jenes berühmte Firmensymbol in Sternform aus dem Denkmal gebrochen (die RZ berichtete). 2009 war das im Gedenken an den 50. Todestag von Caracciola errichtet worden. Vor 30 Jahren gründete Rolf-Dieter Meissner den Caracciola-Club.

    Fotos, Pokale, Fundstücke: Das sehen Besucher im Gedächtniszimmer der Rennfahrerlegende Rudolf Carraciola im Alten Jugendheim in Remagen. Rolf Plewa (links) und Rolf-Dieter Meissner haben es eingerichtet. 
Foto: A. Wetzlar
    Fotos, Pokale, Fundstücke: Das sehen Besucher im Gedächtniszimmer der Rennfahrerlegende Rudolf Carraciola im Alten Jugendheim in Remagen. Rolf Plewa (links) und Rolf-Dieter Meissner haben es eingerichtet.
    Foto: A. Wetzlar

    Rudolf Caracciola, den später alle nur noch "Caratsch" nannten, wurde am 30. Januar 1901 geboren. Schon damals hatte der Name Carraciola einen guten Ruf in der Stadt. Dies lag aber mehr an Johann Otto August Caracciola, dem Großvater des Rennfahrers Rudolf. Der hatte Mitte des 19. Jahrhunderts mit seiner florierenden Weinhandlung für einen wirtschaftlichen Aufschwung in Remagen gesorgt und durfte zudem in seinen Hotels die damalige "High Society" begrüßen.

    Während Johann Otto August bis zu seinem Tod 1886 in Remagen lebte, zog es Rudolf Caracciola schon bald in die Ferne. "Und trotzdem ist er der wohl berühmteste Sohn der Stadt Remagen", sagt Clubgründer Meissner.

    Aus der Taufe gehoben wurde der Club, zu dessen Gründungsmitgliedern neben dem damaligen Remagener Bürgermeister Hans-Peter Kürten auch Ilse Bausch-Caracciola, die Schwester des legendären Rennfahrers, gehören, 22 Jahre nach dem plötzlichen Tod von Rudolf Caracciola. "Aufgrund der familiären Nähe waren wir in der einmaligen Situation, viele Originalexponate ausstellen zu können", erinnert sich Meissner an das erste Museum, das im Gebäude der ehemaligen Post in der Remagener Innenstadt untergebracht war.

    Die beiden Ausstellungsräume waren derart "überfüllt", dass ohne großes Zögern Leihgaben an andere Museen gemacht wurden. "Eine Entscheidung, die wir Jahre später bitter bereuen mussten", sagt Rolf Plewa, der stellvertretende Vereinsvorsitzende. Denn auch das Rennsportmuseum am Nürburgring wurde vom Remagener Caracciola-Club Mitte der 80er-Jahre reichlich ausgestattet. Als der Klub, der Mitte der 90er ein wenig "eingeschlafen" war, 2008 wachgeküsst wurde, sollten auch die Leihgaben wieder zurück nach Remagen kommen. "Passend zum 50. Todesjahr wollten wir im alten Jugendheim das Caracciola-Gedächtniszimmer einrichten. Als wir allerdings in der Eifel um die Rückgabe unserer Exponate baten, konnte sich plötzlich niemand mehr an etwas erinnern", berichten Meissner und Plewa vom negativen Verlauf ihrer Fahrt an den Nürburgring.

    Dem Vorhaben, dem Namen Caracciola in Remagen die passende Ehre zu erweisen, hatte sich 2001 auch der Verschönerungsverein angeschlossen, der am Deichweg in unmittelbarer Nähe zum Geburtshaus ein Denkmal mit dem Mercedes W 125 errichten ließ. Jenes Fahrzeug, mit dem "Caratsch" zu Ruhm gelangte. Zum 50. Todesjahr 2009 wurde zudem der Platz an der Rheinpromenade in den "Caracciola-Platz" umbenannt.

    Das Caracciola-Gedächtniszimmer, das mittwochs bis sonntags von 15 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet ist, zeigt neben vielen Plakaten und Fotos auch Pokale und andere Erinnerungsstücke. Zudem wird dort auch der Film "Caracciola - Die ewige Jagd nach dem Sieg" gezeigt. Von unserem Mitarbeiter Andreas Wetzlar

    Z Weitere Infos im Internet unter www.caracciola-club.de.

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    Nina Borowski

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