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    Van Recum wäre auf Rudolf Schunck stolz gewesen

    Bad Kreuznach -  „Mein Ururgroßvater wäre stolz auf Sie gewesen“, sagt Jan van Recum, der Nachfahre des bedeutenden Agrarreformers und Finanzexperten Andreas van Recum, zum scheidenden DLR-Direktor Rudolf Schunck. Dieser hatte als Würdigung seines 37-jährigen Schaffens vor allem der Aus- und Weiterbildung die Andreas-van-Recum-Medaille erhalten.

    Mit der van-Recum-Medaille wurde der scheidende DLR-Leiter Rudolf Schunck (rechts) von Jan van Recum (links) und dem Vorsitzenden des Verbands der Fachschulabsolventen, Hans-Friedrich  Kitzer, ausgezeichnet. Foto: Armin Seibert
    Mit der van-Recum-Medaille wurde der scheidende DLR-Leiter Rudolf Schunck (rechts) von Jan van Recum (links) und dem Vorsitzenden des Verbands der Fachschulabsolventen, Hans-Friedrich Kitzer, ausgezeichnet.
    Foto: Armin Seibert

    Bad Kreuznach -  „Mein Ururgroßvater wäre stolz auf Sie gewesen“, sagt Jan van Recum, der Nachfahre des bedeutenden Agrarreformers und Finanzexperten Andreas van Recum, zum scheidenden DLR-Direktor Rudolf Schunck. Dieser hatte als Würdigung seines 37-jährigen Schaffens vor allem der Aus- und Weiterbildung die Andreas-van-Recum-Medaille erhalten.

     

     

    Rudolf Schunck war von der Ehrung mit der van-recum-Medaille ebenso überrascht wie vom Festprogramm in der Aula der Weinbauschule. Dort hatten zahlreiche Mitarbeiter ihre musikalischen Talente unter Beweis gestellt. Schwiegertochter Kathrin mit der Querflöte, Marketingexpertin Kathrin Saaler als professionelle Interpretin, ein eigens gegründeter gemischter Mitarbeiterchor, der sich einen Reim auf den scheidenden Chef gemacht hatte. Der war gerührt von der Recum-Medaille, fand dann aber der (Gruß)worte genug vorgetragen und verzichtete kurzerhand auf das geplante Resume und beließ es beim schlichten „Dankeschön“.  

    Typisch Schunck. Kein Mann der großen Worte. „Nein, ich muss nicht dies und jenes noch loswerte und sagen, was man Nachfolger noch alles zu tun hat“, sagte uns Schunck. Dass der Mann aus der Südpfalz, der mit 14 eine Landwirtschaftslehre begann und seine anschließende 14-jährige Ausbildung in Wien abschloss, ein gewiefter Taktiker und Stratege war, konnte man aus  den zahlreichen Reden der Verbandsvertreter heraushören. „Natürlich konnte ich nicht immer jedem alles haarklein erläutern, was ich vorhatte“, beschreibt Schunck seine Vorgehensweise, die letztlich das Ziel erreichte, Bad Kreuznach zum mit Abstand größten Agrarverwaltungsstandort des Landes zu machen.

    Die berufsbildende Schule ist die wichtigste in ganz Südwestdeutschland, die Einheit von Schule, Lehre und Versuchswesen beispielgebend für ganz Deutschland, betonte auch Wirtschaftsminister Hendrik Hering in seinem“ Wohnzimmer“. Seine Eltern hatten sich während ihrer Ausbildung in Bad Kreuznach kennen gelernt. Wichtig ist, was am Ende auf dem Tisch steht, und das war bei Rudolf Schunck einiges: Mit der beispielgebenden Ausbildung er Weinbotschafter und der Natur- und Landschaftsführer, mit dem über die Grenzen bekannten Kreuznacher Bauernmarkt hat er wichtige Fürsprecher für die heimische Landwirtschaft und die Kulturlandschaft initiiert, die Akademie des ländlichen Raums auf den Weg gebracht.

     Zum Thema Wein äußerte sich der Landwirtschaftsexperte nur sparsam. „Außer Riesling und Spätburgunder könnt ihr alles aushacken“, sagte er einmal trocken und unterstrich seine Vorliebe für trockenen Wein. Die Vielfalt eingrenzen, die Naheweintypen deutlich voneinander unterscheiden – das war sein Rat an die Weinwelt.

     Einen Rat für diejenigen, die seinen Nachfolger bestimmen hat er nicht. Ein halbes Dutzend potenzieller Kandidaten waren bei seiner Verabschiedung mit im Saal. Gesamtpersonalratsvorsitzender Bernd Streich äußerte die Bitte ans Ministerium, die Stelle möglichst bald zu besetzen. Heute nimmt Rudolf Schunck noch einmal von allen Mitarbeitern Abschied, die beim Festakt nicht in die Aula gepasst hatten – dann ist er mit knapp 66 Jahren bereit, ein neues Leben als Wanderer, Radfahrer, Schach- und Skatspieler, Rosenzüchter Vater und Opa zu beginnen.  „Danke Rudi, wir haben viel von Dir gelernt“, sagte der Neustädter DLR-Chef Dr. Hans-Peter Lorenz stellvertretend für viele andere.

     

     

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