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    Oberhausen/NaheUmbau, Auslagerung, Container? Team und Kinder der Kita Oberhausen freuen sich auf mehr Platz

    So viel steht fest: Die Oberhausener Kindertagesstätte braucht mehr Raum. Am 29. Juli befasst sich der Gemeinderat mit dem Thema. Der "Oeffentliche" schaut sich schon mal die Fakten an.

    Sie hat Spaß mit ihren Tieren: die kleine Sissi (3), die den Oberhausener Kindergarten mit 42 anderen Jungen Mädchen zwischen zwei und sechs Jahren besucht. Aus Oberhausen kommen 7, aus Niederhausen 11 und aus Duchroth 25 Jungen und Mädchen in die Gemeindeeinrichtung.
    Sie hat Spaß mit ihren Tieren: die kleine Sissi (3), die den Oberhausener Kindergarten mit 42 anderen Jungen Mädchen zwischen zwei und sechs Jahren besucht. Aus Oberhausen kommen 7, aus Niederhausen 11 und aus Duchroth 25 Jungen und Mädchen in die Gemeindeeinrichtung.

    Habt ihr Bauplätze, DSL und vor allem einen Kindergarten? Das fragen junge Familien Ortsbürgermeisterin Annelore Kuhn, 67 und seit 23. Juli 2014 im Amt, wenn sie sich für Oberhausen als ihren künftigen Wohnort interessieren.

    Erstaunlich für die nur 394 Einwohner kleine Gemeinde: Sie betreibt seit Jahren in Eigenregie eine Kindertagesstätte mit 46 Plätzen, von denen zurzeit 43 belegt sind. Nicht, dass sie damit Reichtümer einfährt, das will auch keiner. Am Jahresende geht es finanziell im schlechtesten Fall null auf null auf. Vielmehr ist es das Angebot an Familien, das Stück Lebensqualität, das ein Ort gewinnt, wenn er seinen Bürgern das gibt, was sie wollen und brauchen.

    Die Kita ist für ein Dorf der Größenordnung Oberhausens eine Herkulesaufgabe, vor allem wenn es wie zurzeit um eine Erweiterung geht. Das Altgebäude, einst die Volksschule, wurde 2011 um einen Sanitäranbau vergrößert. Zwar schreibt das Gesetz keine verbindlichen Raumgrößen vor, doch das Landesjugendamt empfiehlt Räume um die 50 Quadratmeter für Gruppen von 15 bis 25 Kinder; längst ist die Oberhausener Kita an räumlichen Grenzen angelangt.

    Und so läuft zurzeit die gemeinsame Diskussion über eine notwendige Erweiterung. Zuletzt traf sich Ortsbürgermeisterin Kuhn am Montagabend mit dem VG-BME-Beauftragten Markus Lüttger und Sachbearbeitern in Oberhausen. Folgende Optionen sind denkbar und wurden besprochen. Beschlossen ist noch nichts. Der Gemeinderat wird sich am Freitag, 29. Juli, mit dem Thema im Detail befassen. Hier nacheinander die vier Varianten (keine Prioritätenliste):

    Variante 1: Das Kita-Gebäude gehört der Gemeinde, umständliche Verhandlungen entfallen also, will man das Gebäude erweitern. Einen zweiten Anbau zu errichten, wäre eine Option, mit geschätzten 650 000 Euro allerdings eine finanzielle Hausnummer zu groß.

    Variante 2: Im Obergeschoss des Altbaus sind zwei Wohnungen. Eine davon (rund 90 Quadratmeter) könnte für die Kita-Nutzung umgebaut werden. Problem: Sie ist vermietet. Und einfach so über die Mieter hinweg gehen will Ortsbürgermeisterin Annelore Kuhn nicht. Die kleinere Wohnung käme für eine Erweiterung nicht infrage.

    Variante 3: Ein Container könnte rechts des Eingangs auf das Grundstück gestellt und darin Kinder oder Material untergebracht werden. Dann wäre das Haupthaus entlastet. Nachteil: Eine Containerlösung ist optisch wie ideell gewöhnungsbedürftig und käme am Ende, sagen Fachleute, auch nicht billiger als ein Umbau im bestehenden Gebäude. Denn auch ein Container braucht Licht und Strom je nach Nutzung auch einen Wasser- und Abwasseranschluss.

    Variante 4: Die große Kita-Gruppe wird nach Niederhausen ausgelagert. Im dortigen (geeigneten) Gemeindehaus gab es bereits einen Kindergarten. Folgen der Auslagerung: Der Ausbau in Oberhausen fiele flach. Die Kinder müssten zum Essen nach Oberhausen und danach wieder zurück nach Niederhausen gefahren werden. Weder logistisch, finanziell noch personell eine günstige Lösung. Noch ist sie nicht vom Tisch.

    Neuaufnahmen und Schulabgänger halten sich die Waage: 43 von 46 Plätzen sind belegt

    Der Kindertagesstätte Oberhausen ist eine von 68 solcher Betreuungseinrichtungen im Kreis. Die Drei- bis Sechsjährigen der Kita sind bei fast 28 Plätzen angelangt, die jüngeren Kinder bis zwei Jahre haben 18 Plätze. Von den insgesamt 46 Plätzen können berufstätige Eltern 24 ganztags buchen (Essen und Betreuung). Derzeit sind 19 Jungen und Mädchen dafür angemeldet. 12 Plätze sind für Kinder unter 3 gedacht. Für Kinder unter 2 hat die Kita keine Betriebserlaubnis. Zurzeit hält sich die Nachfrage mit der Zahl der Abgänger die Waage, sagt Kita-Leiterin, Sozialpädagogin und Erzieherin Susanne Eder (38), eine Frankfurterin, die mit ihrem Mann und dem siebenjährigen Sohn in Hallgarten wohnt. Sieben Erzieherinnen arbeiten in der Kita. mz

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