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  • Totschlag an 44-Jähriger: Das geschah in Kreershäuschen

    Bad Kreuznach/Kreershäuschen. Kurz aber eindringlich und für die Angehörigen des Opfers emotional sehr belastend verlief der erste Verhandlungstag gegen einen Mann aus Winterbach. Dem 50-Jährigen wird zur Last gelegt, dass er am 3. Juni 2016 im Verlauf eines Streits seine 44-jährige Lebensgefährtin durch mehrere Messerstiche getötet hat.

    Erster Verhandlungstag vor dem Kreuznacher Langericht im Fall des Totschlags in Kreershäuschen im Juni 2016: Ein 50-jähriger  Mann aus Winterbach - rechts mit seinem Pflichtverteidiger - soll seine Lebensgefährtin mit mehreren Messerstichen getötet haben.
    Erster Verhandlungstag vor dem Kreuznacher Langericht im Fall des Totschlags in Kreershäuschen im Juni 2016: Ein 50-jähriger Mann aus Winterbach - rechts mit seinem Pflichtverteidiger - soll seine Lebensgefährtin mit mehreren Messerstichen getötet haben.

    Nach Verlesung der Anklageschrift fand ein Rechtsgespräch statt und dann war nach einer knappen Stunde der erste Prozesstag auch schon wieder vorbei. Eine Einlassung des Angeklagten kündigte Pflichtverteidiger Christian Wieland für den Fortsetzungstermin am 16. Dezember an.

    Für die Angehörigen des Opfers war mit Sicherheit die schwerste Stunde ihres Lebens. Die Mutter, die Schwester und der Ex-Mann des Opfers sitzen in dem Verfahren dem Angeklagten als Nebenkläger gegenüber. Als Staatsanwältin Christine Mossem die letzten Sekunden im Leben des Opfers mit der Anklage verliest, verliert die Mutter vorübergehend die Fassung und bricht mehrmals in Tränen aus.

    Wenn die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zutreffen, hat der 50-Jährige das Leben einer zweifachen Mutter ausgelöscht, die von Bekannten als liebevoll im Umgang mit ihren Kindern und als freundliche Person und hilfsbereite Nachbarin geschildert wird.

    Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte und seine Lebensgefährtin am Freitag, den 3. Juni 2016, vermutlich in den frühen Abendstunden eine tätliche Auseinandersetzung hatten. Die Frau ging im Verlauf des Streits in der Küche des Anwesens der Familie im Winterbacher Ortsteil Kreershäuschen zu Boden. Nach der Tatrekonstruktion soll sich der Angeklagte dann auf den Bauch seiner Partnerin gesetzt oder gekniet haben und ihr mit einem Messer, das er möglicherweise der Frau zuvor abgenommen hatte, zehn Stichverletzungen zugefügt haben.

    Die Anklägerin schilderte den mutmaßlichen Tathergang detailliert: so soll der untersetzte 50-Jährige seiner Lebensgefährtin, mit der er auch ein gemeinsames Kind hat, in Tötungsabsicht mit vier Stichen oder Schnitten eine 3,4 Zentimeter mal 1,4 Zentimeter große Wunde zugefügt haben, bei der er die zweite Rippe der Frau durchtrennte und die große Körperschlagader beschädigte. Die 44-jährige Frau starb infolge dieser Verletzung.

    Die Anklageschrift geht von einem Totschlag aus, allerdings muss durch die Beweisaufnahme noch geklärt werden, ob es sich möglicherweise um einen schweren Fall des Totschlags handelt, oder eventuell sogar eine Verurteilung wegen Mord in Betracht kommt. Nach dem Ergebnis des Rechtsgespräches bestehen bei den Prozessbeteiligten darüber unterschiedliche Auffassungen.

    Haftstrafe zwischem 9 und 15 Jahren - Schweigt der Angeklagte weiterhin?

    Wesentlich für die Bemessung des Strafmaßes in der Schwurgerichtsverhandlung unter Richter Sebastian Brokopp dürfte auf jeden Fall sein, ob der Angeklagte ein Geständnis ablegt. Die Verteidigung hat ausgelotet, was ihr Mandant zu erwarten hat, wenn er gesteht. Laut Staatsanwaltschaft wäre das im Falle einer Verurteilung wegen  einfachen Totschlags mindestens 9 Jahre. Falls der Angeklagte weiterhin schweigen sollte, wären mit 10 bis 13 Jahren zu rechnen.

    Die zwei Nebenkläger - der erste Ehemann der Frau und Vater ihres ersten Sohnes und die Familie der Getöteten - gehen von schwerem Totschlag und möglicherweise "niederen Beweggründen" der Tat aus, was eine lebenslängliche Haftstrafe (15 Jahre) rechtfertigen würde. Christine Jäckel/to  

     

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    Kolumnen von

    Gerhard Engbarth

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