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     Bad KreuznachTHW wird 60: Ladekran als Geburtstagsgeschenk

    Bad Kreuznach. Drei „Ks“ ! Darauf kommt’s an beim Katastrophenschutz, betonte Ministerialdirigent Peter Grüßner: In der Krise Köpfe kennen. Bei der 60-Jahr-Feier der THW-Ortsgruppe in der schmucken Fahrzeughalle an der Otto-Meffert-Straße waren die wichtigen „Köpfe“ des Katastrophenschutzes versammelt.

     Bad Kreuznach. Drei  „Ks“ ! Darauf kommt’s an beim Katastrophenschutz, betonte Ministerialdirigent Peter Grüßner: In der Krise Köpfe kennen. Bei der 60-Jahr-Feier der THW-Ortsgruppe in der schmucken Fahrzeughalle an der Otto-Meffert-Straße waren die wichtigen „Köpfe“  des Katastrophenschutzes versammelt.

    Und sie sind nicht nur fachkompetent. Sie sind auch freundschaftlich miteinander verbunden wie Landrat Franz-Josef Diel und Kreisfeuerwehrinspekteur Werner Hofmann im Namen aller Hilfsorganisationen an die THW-Adresse betonte. Er überreichte eine Roteiche als Geschenk überreichte. Ein Zeichen von Leben und Umwelt im Auftrag der Kinder und Kindeskinder.

    Vor gut 300 Ehrengästen dankte Ortsbeauftragter Thorsten Henning für die jahrzehntelange ehrenamtliche Aufbauarbeit aller Beteiligten und auch dem aktuellen Team: „Ich bin stolz auf Euch!“ Stolz ist das THW auch auf das neue Fahrzeug. Ein 370 000 Euro teurer Ladekranwagen, der bei 20 Meter Auslegung noch zwei Tonnen heben kann. THW-Urgestein Erwin Stumm hat ihn mit entwickelt und dafür gekämpft, sagte Landesbeauftragter Werner Vogt bei der Übergabe. Die Brückenbauerkompetenz der Kreuznacher THW-Helfer wird damit gestärkt. Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster Meurer nutze es zu einem politischen Seitenhieb: So viele fühlten sich in Kreuznach zum Brückenbauspezialisten berufen. Zum Glück habe man wirkliche Spezialisten unter sich.

     

    Musikalisch umrahmt von Anna Saloum (Geige) und Rolf  Sieren (Klavier) nahm der Festabend mitunter kabarettistische Züge an, wenn Moderator Thorsten Mathes teils gewollt, teils ungewollt für Lacher sorgte. Besonders die muntere Fragerunde mit Männern der ersten Stunde wie Erwin Stumm, der zwei Jahre auf Dienststiefel warten musste, und Sprengmeister Prof. Dr. Marbod Muff hatte es in sich. Auslandsspezialist Wieland Bender erzählte von Einsätzen, bei denen man unkompliziert aufgenommen wurde, aber gegen verknöcherte Bürokratie zu kämpfen hatte. Muff erinnerte an  gelungene und misslungene Sprengeinsätze, überreichte aus dem Nachlass seines Vaters und Mitbegründers Willi Muff eine Ehrenplakette. Karl-Heinz Kessler aus der „mittleren THW-Generation übersetzte THW mit „Trink herben Wein!“

    Ja, gefeiert wird  auch beim THW, und das gelang nach dem offiziellen Teil am Büffet, das die Bad Münsterer Feuerwehr betreute, auch bestens. Möglichst wenig Einsätze wünschte  Julia Klöckner in ihrem Grußwort, betonte aber: Wir sind froh, dass sie da sind. Sie habe ein gutes Gefühl, dass bei Hochwassereinsätzen oder Katastrophen wie Maul- und Klauenseuche die Männer im dezenten Schlammblau („Das hat man wieder“) mit Fachverstand bereitstehen. Und dass sie kühlen Kopf bewahren, wie Landrat Diel weiß: „Man versteht sich blind.“ Er  lobte den Katastrophenschutz im Kreis, der seit den Millenium-Problemen ganz eng zusammenarbeitet, wie Werner Hofmann erinnerte. Die gemeinsamen Übungen für Fußball-WM oder Rheinland-Pfalz-Tag sind als Erfolgsmodelle haften geblieben.

    In seiner Festrede betonte THW-Freund und Förderer Fritz Rudolf Körper, diese Bundesanstalt sei eine weltweit einmalige Einrichtung. Haupt- und Ehrenamt funktionierten hervorragend. Erste kleine Einsätze wie ein Brückenschlag über den Gräfenbach 1953 folgten große Hilfsleistungen etwa an der Elbe 2002 (7000 Arbeitsstunden) oder bei den Kreuznacher Hochwassern 1993 und 1995. THW-Helfer seien Botschafter weltweit und gerade die Bad Kreuznacher Gruppe als Brückenbauer auch im übertragenen Sinne gold wert. 

    Als es 1962 in Bad Kreuznach begann (als 7. Gruppe im Land) trug man weiße Anzüge, hatte als „Bagger“ die Frankfurter Schaufel, als Mannschaftstransporter Pritschenwagen mit Holzbänken, als Unterkunft zugige Baracken auf dem Kuhberg.  Heute gibt’s moderne Fahrzeuge, hochtechnische Ausbildung für die Jugend (wie Talkrundenteilnehmer Jonas Lips) , die man so bei der Stange halten will. Denn künftig werde weniger Personal und weniger Geld zur Verfügung stehen, meint Bundesverbandssprecher Frank Schulze. Die Gesellschaft sei  heute anfällig. Er zeigt sich verwundert über Umfrageergebnisse mit dem Inhalt, die meisten Bundesbürger meinten, 14 Tage ohne Strom klarzukommen.

      Da kamen die drei „K“ vielen der Festgäste in den Sinn. Lieber nicht ausmalen, was alles am Strom hängt und welche Köpfe man kennen müsste, um diese Krise zu meistern.

     

    Bad Kreuznach
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