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  • Einsatz Mehrere Schwerverletzte nach Unfall an Stauende - Kritik an uneinsichtigen Fahrern

    Sture Drängler verstopfen die Rettungsgasse

    Mainz. Zu einem heftigen Auffahrunfall kam es am Donnerstagabend auf der Autobahn A 643 in Höhe der Abfahrt Gonsenheim in Fahrtrichtung Wiesbaden. Die Einsatzkräfte wurden auch in diesem Fall durch uneinsichtige Autofahrer behindert, die die Rettungsgasse nicht bildeten beziehungsweise sofort wieder verstopften.

    Zur Rettung der Fahrzeuginsassen musste die Feuerwehr auf der A 643 hydraulisches Gerät anwenden.  Foto: Feuerwehr Mainz
    Zur Rettung der Fahrzeuginsassen musste die Feuerwehr auf der A 643 hydraulisches Gerät anwenden.
    Foto: Feuerwehr Mainz

    Ein Kleintransporter hatte das Ende des Rückstaus von der Baustelle Schiersteiner Brücke übersehen und fuhr auf einen Pkw auf. Durch die Wucht des Aufpralls kam dieser ins Schleudern und kollidierte mit zwei weiteren Fahrzeugen. Bei Eintreffen der Feuerwehr blockierten die Unfallfahrzeuge die komplette Fahrbahn, Wrackteile lagen weit verstreut. Es bildete sich bereits ein langer Stau vor der Unfallstelle.

    Zwei Fahrzeuginsassen waren zwar nicht eingeklemmt, aber schwer verletzt, und mussten durch die Feuerwehr medizinisch erstversorgt werden. Der dritte Fahrer wurde leicht verletzt. Der Notarzt traf die Entscheidung, dass eine patientengerechte Rettung eines Fahrers notwendig war. Dazu schnitt die Feuerwehr am Unfallfahrzeug die Tür und alle störenden Teile ab, um den Verletzten schonend ohne Bewegen der verletzten Wirbelsäule zu befreien.

    Nachdem die beiden schwerverletzten Fahrer an den Rettungsdienst übergeben waren, konnte die Fahrbahn grob gereinigt werden. Die drei Unfallwracks transportierte der Abschleppdienst ab. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf 40.000 Euro. Bis zur vollständigen Unfallaufnahme durch die Polizei war die A 643 über zweieinhalb Stunden voll gesperrt. Auf der Umleitungsstrecke kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

    Die Feuerwehr hebt im Einsatzbericht unter anderem hervor: „ Das Thema fehlende Rettungsgasse muss auch in diesem Fall leider wieder erwähnt werden, weil es scheinbar manche Autofahrer immer noch nicht verstanden haben, warum eine Rettungsgasse (lebens)notwendig ist. Wie eine ,Staueingeschlossene' berichtete, wurden Verkehrsteilnehmer, die vorbildlich die Rettungsgasse bildeten, von anderen Fahrern hupend und schimpfend überholt. In die freie Lücke drängelten sich Fahrzeuge und blockierten diese somit wieder. Ein Autofahrer hängte sich sogar direkt hinter den vorbeifahrenden Abschleppwagen, um im Stau vorwärts zu kommen.“ Im Einsatz waren bei diesem Autobahnunfall je vier Fahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst sowie zwei Streifenwagen der Polizei. 13 Feuerwehrleute, acht Rettungsdienstmitarbeiter und vier Polizeibeamte arbeiteten zusammen.

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