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  • Bad KreuznachStadt will Mainzer Konzept prüfen: Kostenlose Blümchen für die Bürger?

    Die Frühlingsbepflanzung ist abgeräumt, die Sommerblumen haben seit Montag ihren Platz in den Beeten der Stadt Bad Kreuznach eingenommen. So läuft es auch in anderen Städten, wie etwa in Mainz. Doch genau dort kam jetzt eine neue Idee auf, die die Bürger ganz direkt an der Wechselbepflanzung teilhaben lässt.

    Gärtnerin Elke Schröter und ihr Praktikant Marvin David Aßmann-Huppert pflanzen Sommerblumen in die städtischen Beete.  Foto: Josef Nürnberg
    Gärtnerin Elke Schröter und ihr Praktikant Marvin David Aßmann-Huppert pflanzen Sommerblumen in die städtischen Beete.
    Foto: Josef Nürnberg

    Aus ausgewählten Beeten der Innenstadt durften sich die Mainzer einfach kostenlos die scheidenden Blümchen ausbuddeln, ihnen ein zweites Leben auf dem heimischen Balkon geben.

    Umfrage
    Blumen für alle aus städtischen Beeten - gute Idee?

    Mainz macht es vor: Kurz bevor die städtischen Gärtner neu pflanzen, können die Bürger aus bestimmten Beeten die alten Blumen ausbuddeln und mitnehmen. Wie finden Sie das? Würden Sie auch gerne buddeln?

    Super Idee!
    57%
    Wenn die Blumen noch gut sind, warum nicht?
    32%
    Meine Stiefmütterchen kann ich mir selber kaufen.
    11%
    Stimmen gesamt: 435

    Mehr als die Hälfte der über 400 „Oeffentlichen-Leser“, die sich bisher an unserer Umfrage  beteiligten, hielten diese Aktion für eine „super Idee“. Grund genug mal bei der Stadt nachzuhaken: Dürfen auch die Kreuznacher im nächsten Jahr den Spaten in die Hand nehmen?

    Es geht da immerhin um Zehntausende

    „Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder mal auf Anfrage einige der ausgewechselten Frühlingspflanzen abgegeben“, teilt Pressesprecher Hansjörg Rehbein mit, „ob wir dies grundsätzlich an einem festgelegten Tag tun werden, ist zu prüfen.“ Immerhin geht es um rund 10.500 Zwiebeln für Tulpen, Narzissen und Co sowie um etwa 9000 Stiefmütterchen, die gegen rund 9500 Sommerpflänzchen ausgetauscht werden. 35.000 Euro gibt die Stadt jährlich dafür aus. Eine Investition, von der die ansässigen Bewohner durchaus profitieren könnten.

    Außen vor ist die Bepflanzung auf den städtischen Kreiseln. Diese ist mit insgesamt etwa 25.000 Euro von unterschiedlichen Unternehmen gesponsert und wird von einer externen Fachfirma betreut.

    Warum nicht mal "Essbare Stadt" wie in Bingen?

    Auch alternative Bepflanzungskonzepte finden immer mehr Anklang, wie etwa in Bingen. Dort hat man die Initiative „Essbare Stadt“ gegründet, pflanzt Gemüse, Obst und Kräuter in den städtischen Beeten. Ausgewählte öffentliche Grünflächen wurden zum Aktionsraum und gemeinsam mit Paten aus der Verwaltung, der Fachhochschule und der Bürgerschaft bewirtschaftet. Dort ist pflücken ausdrücklich erlaubt. Ob es auch in Bad Kreuznach ähnliche Projekte geben wird, wird sich wohl erst im kommenden Jahr zeigen, wenn die Beete wieder einmal leer geräumt werden.

    Von unserer Reporterin Désirée Thorn

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    Bad Kreuznach
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