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    WinzenheimSaalfastnacht bei den Jerrys: Einmal um die ganze Welt und noch viel mehr

    Beim Finale hielt es kaum einen mehr auf seinem Platz. Das fröhlich feiernde Publikum drängte nach vorne und umringte die Bühne des Winzenheimer Sportheims im Halbkreis. Die Schlussmacher erfüllten zwar die Aufgabe, die ihnen ihr Name vorgab, und schlossen die erste Prunksitzung der Winzenheimer Jerrys ab. Doch eigentlich bewirkte ihr Auftritt das Gegenteil: Er weckte Lust auf eine Fortsetzung des unterhaltsamen Abends.

    Fast sechs Stunden, nur unterbrochen von einer viertelstündlichen Pause, hatten die Jerrys ihren Zuschauern eingeheizt. Das Programm bot alles, was zu einer zünftigen Saalfastnacht dazugehört: Tanz, Gesang, Vorträge, die Weltgeschehen, Politik und Sport aufs Korn nahmen, ein wenig Lokalkolorit und ganz viel Kokolores.

    Die Schlussmacher, angetrieben und dirigiert von ihrem Bandleader Eric Lippert, nahmen die Narren im Saal mit auf eine gesangliche Weltreise. Von Thailand über Mexiko, die USA, Frankreich bis ins heimische Deutschland führte die Route. Passende Kopfbedeckungen oder Federboas sorgten für die jeweils landestypische Atmosphäre.

    Und die Schlussmacher waren gut bei Stimme – im Chor, auch unterstützt vom Publikum, und als Solisten. Das belegte auch die Reaktion des Publikums, das jede einzelne Etappe dieser Tour um den Globus mit Johlen und Pfeifen feierte. Dass die Schlussmacher eine Zugabe geben mussten, war selbstverständlich.
    Die Programmpunkte des Abends, durch den Sitzungspräsident Heiko Kraft mit launigen Kommentaren souverän führte, waren dramaturgisch geschickt angeordnet. Die Kracher waren jeweils am Ende der beiden Hälften angesiedelt. Alice und Jörg Meyer, Tochter und Vater, hatten als thailändische Masseuse und Egon, ein deutscher Gast, vor der Pause die Lacher auf ihrer Seite. Dabei überzeugte das Duo vor allem mit seiner komödiantischen Darstellung.

    Geschichten mit überraschenden Pointen erzählte Thomas Stoy, der Vorsitzende der Jerrys, als Nachtwächter. Im bekannten Rhythmus von „Hört ihr Leut’ und lasst euch sagen ...“ trug er seine Verse vor, wobei das Publikum jeweils das Reimwort ergänzte. Da war zum Beispiel die Katze, die er aussetzen wollte, die aber immer wieder auf dem Sofa lag, wenn er zurückkehrte. Als er sie nach Köln gebracht hatte, rief er zu Hause an, ob denn die Katze schon wieder da sei. Er benötigte die Hilfe des Tiers, da er sich verfahren hatte und nicht mehr heimfand.

    Komischer Höhepunkt der Prunksitzung war der Auftritt von Adolf und Karl aus Spall, alias Mike Butzbach und Sascha Stoy. Die beiden hatten einen Kranz Altbier mit auf die Bühne gebracht. Nicht nur den leerten sie, sondern orderten sogar noch Nachschub. Da wurde geblödelt und gekalauert, was das Zeug hielt. Noch so flache Wortwitze wurden durch das schauspielerische Talent der beiden veredelt. Warum heißt der Löwe Löwe? Weil er durch die Wüste löwt (läuft). Und warum heißt der Tiger Tiger? Weil er auch durch die Wüste löwt, nur heftiger. Und wenn ein Gag nicht gleich zündete, halten Adolf und Karl mit einer Improvisation nach: „Also wir haben gelacht bei der Probe.“ Damit hatten sie das Publikum gleich wieder hinter sich.

    Unterhaltung fürs Auge boten die Tanzdarbietungen, sei es von der Garde, den Traumtänzern oder dem Männerballett Santinis. Gesanglich überzeugte neben den Schlussmachern und den Mini Finalis – ebenfalls unter Leitung von Lippert – vor allem der singende Kellermeister Rainer Wittig.

    Zum Gelingen der Prunksitzung der Winzenheimer Jerrys trugen außerdem bei: Protokoller Michael Nies, die Tanzgruppe Konfettis/ Dance Revolution (trainiert von Katrin Mengel, Steffi Schmidt, Daniela Senger und Vanessa Steffen), das unmögliche Prinzenpaar Annalena Brandt und Fynn Brendes, der Sumoringer Christian Nies und Thomas Butzbach als James Bond. Das Männerballett Santinis wurde trainiert von Alice Meyer und Teresa Ries, die Traumtänzer von Kerstin Saueressig. Damit das Publikum nicht untätig bleiben musste, lockerten Schunkelrunden das Programm auf. Ein rundum gelungener Abend..

    Von unserem Mitarbeiter Gert Adolphi

     

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