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    Bad KreuznachReal-Geschäftsführung: Wollten den Kreuznacher Markt behalten

    Die Geschäftsführung des Real-Markts weist jede Verantwortung dafür von sich, dass die derzeit 121 Mitarbeiter am Standort Bad Kreuznach ab 1. Januar 2015 wohl bis auf weiteres auf der Straße stehen.

    Am 1. Januar 2015 übernimmt Kaufland den Real-Markt im Schwabenheimer Weg. Dann beginnen die Umbaumaßnahmen. Die Eröffnung des neuen Marktes ist laut Sprecherin Christine Axtmann für Ende 2015 geplant.
    Am 1. Januar 2015 übernimmt Kaufland den Real-Markt im Schwabenheimer Weg. Dann beginnen die Umbaumaßnahmen. Die Eröffnung des neuen Marktes ist laut Sprecherin Christine Axtmann für Ende 2015 geplant.
    Foto: Stephan Brust

    Von Kurt Knaudt

    Sie wirft Kaufland, das den Markt zu diesem Zeitpunkt übernimmt, „wahrheitswidrige Äußerungen“ vor. Real bezieht sich dabei auf Äußerungen von Kaufland in einem Schreiben an CDU-Landeschefin Julia Klöckner, wonach Kaufland schon Mitte 2011 auf Real zugegangen sei, um sich hinsichtlich einer vorzeitigen Betriebsübernahme abzustimmen. „Das entbehrt jeder Grundlage“, betont die Real-Geschäftsführung in einem Brief an Klöckner, der unserer Redaktion vorliegt. Die Behauptung sei aber nicht nur falsch, „sondern dazu auch noch zynisch den Beschäftigten gegenüber“.

    Real betont, dass man den früheren Walmart-Markt liebend gern behalten hätte. Das aber verhindere ein noch zu Walmart-Zeiten vom Eigentümer der Immobile mit Kaufland geschlossener Mietvertrag. „Kaufland aber war trotz zahlreicher Gesprächsangebote in den vergangenen sieben Jahren nicht bereit, von diesem rechtswirksamen Vertrag zurückzutreten oder mit uns über eine Möglichkeit zu verhandeln, dass dieser Standort über den 31. Dezember 2014 im Real-Portfolio verbleibt.“ Dann nämlich läuft der Mietvertrag von Real, das zur Metro-Gruppe gehört, aus.

    Danach will Kaufland den Markt zunächst einmal umbauen – und ihn für diese Zeit schließen. „Das ist alles unternehmerische Strategie, um die gesetzliche Frist für einen Betriebsübergang verstreichen zu lassen“, hatte Verdi-Gewerkschaftssekretär Andreas Hofmann bereits im März kritisiert. Real kündigt jetzt an, in Kürze mit den Arbeitnehmervertretern Gespräche über Interessenausgleich und Sozialplanverhandlungen aufzunehmen. Julia Klöckner, die sich für einen Betriebsübergang einsetzt, will sich mit den neuen Erkenntnissen in der kommenden Woche noch einmal an Kaufland wenden.

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