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    Polizei klärt fast zwei Drittel der Straftaten auf

    Lauterecken/Meisenheim - Die Polizeiinspektion (PI) Lauterecken, zuständig für die Verbandsgemeinden Meisenheim, Lauterecken und Wolfstein, hat sich für den Kampf gegen die zunehmende Zahl von Drogen-, Vermögens- und Fälschungsdelikten gerüstet.

    Michael Schmidt (links) und Arno Heeling begutachten sichergestellte Wasserpfeifen, die vermutlich für den Drogenkonsum benutzt wurden.
    Michael Schmidt (links) und Arno Heeling begutachten sichergestellte Wasserpfeifen, die vermutlich für den Drogenkonsum benutzt wurden.

    Zusätzliches, spezialisiertes Personal der Inspektion kann bereits erste Erfolge vorweisen. Dies gaben PI-Chef Arno Heeling und sein Stellvertreter Michael Schmidt bei der Vorlage der Lagebilder für Kriminalität und Verkehrssicherheit bekannt.

    Im vergangenen Jahr wurden 35 Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz aufgegriffen, die mit zahlreichen Sicherstellungen einhergingen. 2012 waren es lediglich 20 Fälle auf diesem Gebiet. Einen rasanten Anstieg der Zahlen verzeichnete die Polizei 2013 bei der Internetkriminalität um 42,1 Prozent. Die Aufklärungsquote stieg dank der Arbeit einer Expertin um 17 auf 80,2 Prozent. Einen Schwerpunkt bildete dabei der Waren- und Warenkreditbetrug mit 35 Fällen sowie erstmals der Leistungs-/Leistungskreditbetrug, der von acht auf 50 Fälle zunahm.

    Die PI Lauterecken registrierte im vergangenen Jahr insgesamt 1148 Straftaten. 2012 waren es 1069. Dies bedeutet einen Anstieg um 79, was 7,4 Prozent entspricht. Von den Beamten der Inspektion wurden davon 1079 Straftaten in eigener Zuständigkeit bearbeitet. Das ergibt einen Anteil von fast 94 Prozent. Die restlichen Vorgänge übernahm die Kriminaldirektion in Kaiserslautern. Die Aufklärungsquote machte 62,7 Prozent aus, was eine Steigerung um 2,5 Prozent ausmacht. Das ist die zweithöchste Quote in fünf Jahren.

    Die Analyse der Hauptdeliktsarten ergibt bei Raub, Körperverletzung, Bedrohung und Nötigung eine Erhöhung der Anzahl der Straftaten von 187 auf 201. 336 Diebstähle konnten abschließend bearbeitet werden. Nach einem deutlichen Anstieg im Jahr 2012 bei den Ladendiebstählen wurde im Folgejahr eine Abnahme um 50 Prozent unter das Vorjahresniveau verzeichnet. Die Zahl der Diebstähle in und aus Wohnungen bewegte sich mit 49 Fällen gleichbleibend. Eine markante Abnahme von 21 auf fünf Fälle ist bei den Diebstählen von Kraftfahrzeugen zu vermerken. Achtmal wurde Widerstand gegen Polizeibeamte in die Statistik aufgenommen.

    Zehnmal verstießen Bürger gegen waffenrechtliche Bestimmungen, viermal gegen Umweltgesetze. Im Fokus der Beamten standen übergreifend die Deliktsparten Gewalt- und Straßenkriminalität. Dazu gehörten auch zwei Graffitiserien in Meisenheim und Odenbach.

    Entgegen dem Trend aus dem Jahr 2012 stieg die Gesamtzahl der Straftaten in den Verbandsgemeinden Lauterecken (plus 5 Prozent) und Wolfstein (plus 27,4 Prozent). Demgegenüber war die Zahl für die VG Meisenheim um 7,6 Prozent rückläufig auf 318 Fälle.

    Von insgesamt 610 ermittelten Tätern waren 74,1 Prozent männlich. Der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen ist mit 38, das sind 8,4 Prozent, relativ gering. 50,4 Prozent der bekannten Verdächtigen wohnen in der Tatortgemeinde und 26,5 Prozent im Landkreis der Tatortgemeinde. Das bedeutet: 76,9 Prozent haben einen örtlichen Bezug zum jeweiligen Tatort.

    Am gesamten Aufkommen der Straftaten waren 25 Kinder (4,1 Prozent), 72 Jugendliche und 68 Heranwachsende beteiligt. Also waren 165 Tatverdächtige jünger als 21 Jahre. Dies entspricht 27 Prozent. Bei den Kindern konzentrieren sich die Taten auf leichte Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigungen (auch über soziale Netzwerke).

    Im Zuständigkeitsbereich der PI konnte die Anzahl der erkennungsdienstlichen Behandlungen mit 55 auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten werden. Darin enthalten sind 22 präventive Speichelproben. Die Auswertung von Spurenmaterial, darunter DNA, an Tatorten hat zu der Aufklärung von zahlreichen Straftaten geführt.

    Die Gesamtaufklärungsquote der PI liegt mit 62,7 Prozent über der des Polizeipräsidiums Westpfalz (61,4 Prozent) und der Polizeidirektion Kaiserslautern (61 Prozent). „Das ist für uns erfreulich", bilanziert Arno Heeling, der großen Wert auf präventive Arbeit legt. Gut für das Zuständigkeitsgebiet der PI: Hier gibt es keine Autobahnen, weshalb „reisende Täter" hier nicht oft zuschlagen. „Durch Präsenz und Engagement wollen wir weiterhin den Straftätern das Leben schwer machen", kündigt Michael Schmidt an.

    Von unserem Redakteur Klaus Dietrich

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