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  • Politiker gegen Petry-Besuch: Unterstützung für Kundgebung

    Bad Kreuznach. Die Kundgebung "Bad Kreuznach für Vielfalt" gegen den Auftritt von Parteichefin Frauke Petry am Freitag, 4. März, stößt in der Politik vor Ort auf breite Zustimmung.

    Foto: Carsten Zillmann

    Der Linken-Kreisverband wendet sich in einer Pressemitteilung gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassenhass. "Wenn die Bundesvorsitzende der AfD, Frauke Petry, an der Grenze Menschen in Not mit Waffengewalt davon abhalten will, bei uns Schutz zu suchen, dann ist das nicht nur moralisch verwerflich, sondern widerspricht auch unserem Verständnis von Menschlichkeit", schreibt Kreisvorsitzender Rainer Dhonau.

    Der AfD-Kreisverband warne die Bürger sogar vor Zwangseinweisungen von Flüchtlingen im Falle fehlenden Wohnraums und bezeichne Asyl suchende Menschen als Invasoren. "Wer sich wohlüberlegt solcher Begrifflichkeiten bedient, suggeriert auf infame Weise, dass diese Menschen als Feinde bei uns eindringen wollen." Die Sprache der AfD soll nach Ansicht der Linken ganz bewusst Ängste in der Bevölkerung wecken, die dann sehr schnell in Hass umschlagen können. "Sie setzt auf Endsolidarisierung und Spaltung der Gesellschaft", heißt es weiter. "Die Linke ist nicht geschichtsvergessen und sagt: Wehret den Anfängen."

    Das betont auch der stellvertretende Vorsitzende SPD-Landtagsfraktion, Carsten Pörksen. Seit Beginn seines politischen Engagements vor fast fünf Jahrzehnten habe er sich gegen rechtspopulistische und rechtsextreme Strömungen gewandt angesichts der furchtbaren Geschichte Deutschlands. "Immer war mein Antrieb: Das darf sich nicht wiederholen. Mein langjähriger Gewerkschaftskollege Kurt Vittinghoff hat bei allen sich bietenden Anlässen betont: Wehret den Anfängen."

    Jetzt, wo sich rechtes Gedankengut in Teilen der Bevölkerung festzusetzen drohe, würden beide Aufforderungen in besonderer Weise gelten. "Mir sind Teile der Äußerungen von AfD-Vertretern zutiefst zuwider. Wir müssen ihnen entgegentreten, wo immer wir können." Dazu gehöre eine Demonstration mit möglichst großer Teilnahme.

    Auch Gerlinde Huppert-Pilarski, Landtagskandidatin der Grünen im Wahlkreis 17, unterstützt die Kundgebung. Sie nennt die Politik der AfD "inhuman, diskriminierend und völkisch-national". Zudem schüre die AfD die gefährliche Fantasie eines kulturell und ethnisch homogenen deutschen Volkes und vertrete ein erzreaktionäres Gesellschaftsbild. Viele soziale Errungenschaften wolle sie wieder abschaffen. "Ich halte diese Politikziele der AfD für brandgefährlich. Denn zusammen mit Pegida befeuert sie eine radikale Stimmung, in der Brandstiftung, Morddrohungen und Gewalt zur Tagesordnung gehören." cob

    Auch dabei: Diakone unterstützen Kundgebung gegen die AfD Das Haus des Gastes in Kreuznach: Für alle Parteien offen - auch für die AfD"Man geht dahin mit Bauchweh": Auch Migrationsbeirat will gegen AfD Flagge zeigen Kundgebung gegen den Petry-Besuch in Bad Kreuznach am 4. März steht Petition gegen AfD-Auftritt im Haus des Gastesweitere Links
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