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  • Gespräch Zwei Schülerinnen am "LiHi" blicken zurück und voraus

    Plötzlich steht das Abi vor der Tür: Zwei Schülerinnen im Interview

    Bad Kreuznach. Frühlingswonne und Abiturstress reichen sich im Kreis Jahr für Jahr die Hand. In der kommenden Woche ist es wieder soweit: Dann stehen für die Oberstufenschüler in Bad Kreuznach und Umgebung die mündlichen Abiturprüfungen an. Danach sind 13 Jahre Schule im besten Fall Geschichte, beginnt der viel zitierte Ernst des Lebens. Was aber denken Schüler so kurz vor dem Ende dieser langen schulischen Wegstrecke? Ein Gespräch mit Svea Nagel und Kristin Antweiler, die ihr Abitur am Lina-Hilger-Gymnasium in Bad Kreuznach bauen.

    Ein letzter Blick auf die Büste: Svea Nagel (links) und Kristin Antweiler stehen vor dem Antlitz Lina Hilgers, der Namensgeberin des Gymnasiums, auf dem die beiden in wenigen Tagen ihr Abiturzeugnis entgegennehmen. Beide behalten die Schulzeit am „LiHi“ in guter Erinnerung.
    Ein letzter Blick auf die Büste: Svea Nagel (links) und Kristin Antweiler stehen vor dem Antlitz Lina Hilgers, der Namensgeberin des Gymnasiums, auf dem die beiden in wenigen Tagen ihr Abiturzeugnis entgegennehmen. Beide behalten die Schulzeit am „LiHi“ in guter Erinnerung.
    Foto: Christoph Erbelding

    Svea, Kristin, eure Schulzeit geht nach 13 Jahren zu Ende. Was geht zwei Schülerinnen im Alter von 18 und 19 Jahren da durch den Kopf?

    Svea Nagel (19): Eigentlich, dass ich immer sehr gerne in die Schule gegangen bin. Hier trifft man jeden Tag seine Freunde, das ist etwas sehr schönes. Wir hatten auch eine coole Oberstufe, in der eigentlich alle gut miteinander ausgekommen sind. Das spielt natürlich auch eine Rolle dabei, dass ich insgesamt gerne an die Schulzeit zurückdenken werde.

    Kristin Antweiler (18): Ich denke darüber nach, wie schnell es eigentlich ging und dass es gefühlt noch gar nicht lange her ist, dass wir in die fünfte Klasse gekommen sind, und jetzt steht man hier und macht das Abitur. Besonders die Oberstufe ist wie im Flug vergangen. Das ist verrückt.

    Habt ihr denn die Sorge, dass sich die freundschaftlichen Verbindungen aus der Schule jetzt schnell auflösen?

    Nagel: Da kommt es wohl darauf an, wie stark die Freundschaften sind. Ich mache mir da keine Sorgen, da ich glaube, dass der Kontakt mit den richtigen Freunden auch nach der Schule erhalten bleibt, auch wenn sich die Leute jetzt natürlich fürs Studium oder eine Ausbildung in alle Himmelsrichtungen verteilen.

    Ihr seid 2008 aufs Gymnasium gekommen. Was hat sich in den Jahren verändert?

    Antweiler: In der Unter- und der Mittelstufe, also von der fünften bis zur zehnten Klasse, sind wir eigentlich nur zur Schule gegangen, weil wir eben hingehen mussten. Wir haben uns noch nicht so viele Gedanken gemacht. In der Oberstufe war das etwas anderes, weil klar war, dass das Ende der Schulzeit immer näher rückt und die Schule uns auch vermehrt auf die Zeit nach dem Abitur vorbereitet hat. Außerdem hatten wir immer im Hinterkopf, dass jede Note entscheidend sein kann für die Endnote im Abitur.

    Nagel: In der Unter- und Mittelstufe waren wir auch noch total aufgeregt, wenn ein neuer Lehrer in die Klasse gekommen ist. Das Verhältnis zu den Lehrern hat sich in der Oberstufe total verändert. Der Umgang miteinander ist viel vertrauter geworden.

    Im Jahr 2015 gab es deutschlandweit eine Debatte um den Beitrag einer Schülerin auf dem sozialen Nachrichtendienst Twitter. Die Schülerin hatte angeprangert, in der Schule nichts über Steuern, Miete oder Versicherungen gelernt zu haben, dafür aber, wie man Gedichte analysiert, und zwar in vier Sprachen. Ihr hatte also so etwas wie ein Fach „Allgemeinbildung“ gefehlt. Wie habt ihr diese Debatte verfolgt?

    Nagel: In der Schule haben wir darüber gar nicht gesprochen, dafür aber mit den Eltern zu Hause. Ich bin aber der Meinung, dass die Schule ihren Bildungsauftrag erfüllt und diese Dinge einfach nicht dazu gehören. Was ich beachten muss, wenn ich meinen ersten Mietvertrag unterschreibe, kann ich mir auch noch aneignen, kurz bevor es so weit ist.

    Antweiler: Wobei man schon sagen muss, dass es gut ist, wenn in der Schule auch solche Dinge thematisiert werden. Wir hatten immer wieder Projekttage, bei denen wir solche Sachen besprochen haben. Aber in den klassischen Unterricht gehört das nicht.

    Was werdet ihr aus der Schulzeit nicht vermissen?

    Beide: Die Arbeiten!

    Klausuren werden aber auch im Studium wieder auf euch zukommen.

    Antweiler: Das stimmt schon, aber das wird nicht so wie in der Schule. Zumindest glaube ich, dass es an der Universität etwas anders sein wird. Unsere Aussage ist ja auch nur auf die Arbeiten in den Fächern bezogen, mit denen wir in der Schule nicht viel anfangen konnten. Die fallen weg. Im Studium beschäftigen wir uns dann ja mit Dingen, die wir auch später im Beruf machen möchten. Und darauf freuen wir uns dann natürlich doch etwas mehr.

    Das Gespräch führte Christoph Erbelding

    Weinbau und Medizin: Die Zukunftspläne stehen
    Viele Schüler wissen noch nicht, was sie nach dem Abitur machen wollen. Bei Svea Nagel (19) aus Bad Kreuznach und Kristin Antweiler (18) aus Volxheim ist das anders. „Wir haben zu Hause ein Weingut, da möchte ich einsteigen“, sagt Kristin Antweiler. Sie will eine Ausbildung zur Winzerin machen und danach Önologie, also Kellerwirtschaft, studieren. Svea Nagel kennt ebenfalls schon die Richtung, in die es bei ihr gehen soll, Details sind allerdings noch zu klären: „Ich möchte im medizinischen Bereich arbeiten, wobei das nicht automatisch heißt, dass ich Ärztin werden möchte. Es gibt ja viele Bereiche, etwa in der molekularen Wissenschaft oder in der Pharmazie. Vielleicht mache ich auch vorab ein Freiwilliges Soziales Jahr oder eine Ausbildung.“ ce

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