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    Bad KreuznachNoch viel Wirbel, bis Regionalplanung greift

    Windkraft beschäftigt Gemeinden und Planer seit vielen Jahren. Im Kreis Bad Kreuznach war die Verspargelung der Landschaft bislang verhindert worden. So will es auch die Landesplanung. Doch bis die neuen Vorranggebiete alles Instanzen durchlaufen haben, könnten ehrgeizige Einzelprojekte noch schnell nach altem Recht durchgezogen werden.

    Im rheinhessischen Hügelland ist Windkraft schon stark verbreitet. Unser Bild zeigt im Vordergrund die Gemeinde Pfaffen-Schwabenheim, dahinter Badenheim mit Windrädern am Horizont. Auch im benachbarten Pleitersheim sind solche Anlagen geplant. Doch die Bürger wehren sich, verweisen auf Vorranggebiete bei Fürfeld.
    Im rheinhessischen Hügelland ist Windkraft schon stark verbreitet. Unser Bild zeigt im Vordergrund die Gemeinde Pfaffen-Schwabenheim, dahinter Badenheim mit Windrädern am Horizont. Auch im benachbarten Pleitersheim sind solche Anlagen geplant. Doch die Bürger wehren sich, verweisen auf Vorranggebiete bei Fürfeld.
    Foto: Armin Seibert

    Bad Kreuznach - Windkraft beschäftigt Gemeinden und Planer seit vielen Jahren. Im Kreis Bad Kreuznach war die Verspargelung der Landschaft bislang verhindert worden. So will es auch die Landesplanung. Doch bis die neuen Vorranggebiete alles Instanzen durchlaufen haben, könnten  ehrgeizige Einzelprojekte noch schnell nach altem Recht durchgezogen werden.

    Wie geht es weiter mit der Windkraft im Kreis. Das wollten Ortsbürgermeister mit ihren Beigeordneten und Ratsmitgliedern bei der Dienstbesprechung mit Leitender Planerin Chrstine Donnerstag und Windkraftreferent Dr. Jamil Sabbagh sowie Kreisplaner Manfred Schäfer wissen. In zwei Stunden wurde in sachlicher Atmosphäre ein Großteil der Fragen der 80 Kommunalpolitiker abgearbeitet. „Noch offene Fragen werden mit Orts- und Verbandsgemeinden vor Ablauf des Auslegungsverfahrens geklärt,“ heißt es in einer Presseerklärung dazu. Fragen hat auch Kreisplaner Schäfer, denn bis die Neuaufstellung des Windenergie-Regionalplanes Rheinhessen-Nahe durch die Instanzen gegangen ist, greift die alte Regelung. Schäfer weiß von Orten mit starkem Interesse, vor Gültigkeit neuer Vorranggebiete Windräder zu bauen. Dies vor allem in der VG Meisenheim, die ihre Flächennutzungspläne bald fortschreiben wollen. „Wir haben derzeit wenig Kontakt“, räumt Schäfer ein. Anders in der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach, wo es – wie berichtet – um die sogenannte Fläche 15 (bei Pleitersheim) heiße Debatten gibt. Die Fläche war vor Jähren dank eines Vogelfluggutachtens ausgeschlossen worden, ist jetzt aber wieder im Plan. Das Gutachten habe nicht vorgelegen, sagte Dr. Sabbagh – es werde geprüft.
    Kreisplaner Schäfer sieht bei der Auswahl der Windkraftflächen in der Region starke Übereinstimmung mit der Planungsgemeinschaft. Anders als diese habe der Kreis bei Untersuchungen vor zehn Jahren die jetzt vorliegende ornithologische Untersuchung nicht gehabt. Schäfer: „Sonst hätten wir wohl statt einer 80-prozentigen eine 100-prozentige Überdeckung unserer Pläne.“
    Eine seit Jahren heiß diskutierte Fläche fehlt im Katalog: Für Weinsheim und Schloßböckelheim liegen Windkraftpläne in der Schublade. Ob sie realisiert werden, ist offen.
    Der zeitliche Verkehrsablauf ist ebenfalls unklar. Er hängt auch von der Zahl der Einsprüche ab, die nach und nach eingehen. Ob der Kreis selbst eine Stellungnahme abgibt ist noch nicht entschieden. Verbandsgemeinden oder Gemeinden könnten sich auch direkt an die Planungsgemeinschaft wenden, sagt der Kreisplaner. Bis Ostern werden Bedenken und Anregungen gesammelt und dann entscheidet die Regionalvertretung. Zum Genehmigungsverfahren gehört noch eine interministerielle Prüfung. Schäfer: „Derzeit sind Prognosen schwierig, wie lange das dauern kann.“ In der Zwischenzeit gehe es vor Ort aber weiter, liefen Bestrebungen, der Planung zuvorzukommen.

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