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    HennweilerNoch lange helfen, wenn Hilfe gebraucht wird

    Herbert Wirzius zum 80. Geburtstag gefeiert – Familie steht stets an erster Stelle – VG-Ehrengabe und Seidenschal

     Ein Luxusproblem hatten viele der gut 200 Gäste, die am Montagabend den 80. Geburtstag des unermüdlichen Herbert Wirzius in der Lützelsoonhalle feierten: Was schenke ich einem, der schon alles hat? Wirzius nahm ihnen die Sorge ab, bat um „ein Kuvert mit etwas drin“, stellte eine Box auf so groß wie ein Briefkasten und ist nun gespannt auf den Inhalt. Der wird für den Förderverein Lützelsoon (760 Mitglieder und 520 Unterstützer) und die Soonwaldstiftung verwendet, versprach Wirzius. An regionalen oder gar weltweiten Projekten fehlt es nicht. Das sprach Werner Müller an. Der Bürgermeister und Wirzius-Stellvertreter im Förderverein ging auf zahlreichen Verdienste des Kommunalpolitikers, Vereinsförderers und Helfers ins allen Notlagen ein und wünschte Wirzius noch viele aktive Jahre. Allein die Großprojekte auf Schloss Dhaun mit drei Ferienwohnungen als Refugium für krebskranke Kinder und ihre Familien und das Erlebnisdorf Wartenstein werden hohe sechsstellige Summen, viel Zeit und Arbeit kosten.

    Motto: Muss es nur wollen

    Das ist man von Wirzius gewohnt: Was er anpackt, hat Hand und Fuß. Sein Motto: „Man muss es nur wollen!“ So wie beim Kinderheim in der Kirn-Land-Partnergemeinde Lenauheim in Rumänien. Der Förderverein hilft dort seit Langem. Müller erinnerte an die Armut im EU-Land und hofft, dass der Aufbau einer Betreuung für Erwachsene mit Handicaps gelingt.

    Viel Glück auf allen Wegen und viele Jahre Schaffenskraft für Herbert Wirzius wünschten Bürgermeister Werner Müller und die Schornsteinfegermeister Dennis Conradi (links) und Harald Römer. „Wir brauchen Herbert noch mindestens 30 Jahre“, rief Müller, als er unter Beifall die eigens für Wirzius geschaffene Ehrengabe der Verbandsgemeinde Kirn-Land überreichte. Seit 21 Jahren machen Wirzius und Müller im Förderverein gemeinsame Sache.
    Viel Glück auf allen Wegen und viele Jahre Schaffenskraft für Herbert Wirzius wünschten Bürgermeister Werner Müller und die Schornsteinfegermeister Dennis Conradi (links) und Harald Römer. „Wir brauchen Herbert noch mindestens 30 Jahre“, rief Müller, als er unter Beifall die eigens für Wirzius geschaffene Ehrengabe der Verbandsgemeinde Kirn-Land überreichte. Seit 21 Jahren machen Wirzius und Müller im Förderverein gemeinsame Sache.
    Foto: Armin Seibert

    Zu Ehren des Jubilars, der für sein soziales Engagement Ehrungen bis zum Bundesverdienstkreuz erhalten hat, soll die Wohnanlage auf Schloss Dhaun Herbert-Wirzius-Haus heißen. Weil Müller im Namen von Räten und den Menschen der Region gratulieren und nicht mit leeren Händen kommen wollte, wurde eigens für Wirzius eine neue Ehrung in der kreiert. Wirzius erhielt als Erster die „Ehrengabe“.

    Eine besondere Ehrung hatte auch Dr. André Borsche mitgebracht: Einen Seidenschal aus dem Himalaja. Den Dank für gemeinsame Kinderhilfsprojekte verband Borsche mit der Bitte, der Förderverein möge die Operation eines missgebildeten Kindes unterstützen. Wirzius sagte zu, man könne Borsche schwer etwas abschlagen. Gleizeitig brachte der Himalajaschal die Verbindung zu einem gemeinsamen Projekt, das Wirzius mit Kletterer Hans Kammerlander angestoßen hat. Weil Borsche demnächst in Nepal operiert, hat man gleich einen Anknüpfungspunkt, eine gemeinsame Operationsbasis.

    Doch es ging nicht nur um Hilfsprojekte und deren Finanzierung am Wirzius-Ehrentag. Es wurde gesungen, musiziert, getanzt, viele Erinnerungen ausgetauscht. Zu den Gratulanten gehört Julia Klöckner, die per Videobotschaft eingeblendet wurde, die designierte Landrätin Bettina Dickes, Kirns Bürgermeister Martin Kilian und viele Weggefährten. Zum Beispiel Otmar Steg, Motor der Sozialstation Nahe, der an eines der ersten Wirzius-Projekte erinnerte. Der Schwager des Sparkassen-Manns verstarb allzu früh, hinterließ Frau und vier kleine Kinder. Wirzius, der lange in der Kaffeebranche gearbeitet hatte, war dessen Chef gewesen, organisierte Hilfe, machte, wie er sich heute erinnert, „verbotene, aber im Nachhinein gute Sachen“, half der Familie. Das war 1968. An „Kaffeezeiten erinnerte auch die alte Wirzius-Truppe um den heutigen Kirner CDU-Vorsitzende Claus Tressel, der seinen früheren Chef lobte: „Ohne Herbert wären wir alle arbeitslos geworden.“ „Man kann sich dir nicht entziehen“, sagte Bettina Dickes, seit Langem Fördervereinsmitglied und designierte Landrätin, die für Kontinuität bei der Unterstützung der Großprojekte auch seitens des Kreises Bad Kreuznach stehen will.

    „Das Wichtigste war und ist stets die Familie“, betonte der Jubilar in seiner Ansprache. Seine Frau, seine Töchter, die Enkeltöchter, die Schwiegersöhne. Alles super, alles gern noch mal so, sagte Wirzius in seiner Bilanz. Auch seine Fehler würde er noch mal so machen, gesteht er. „Noch mal so“, so könnte auch die Bilanz des gelungenen Abends lauten: leckeres Essen mit Hunsrücker Spezialitäten wie Spießbraten, gefüllten Klößen, Nudelpfanne mit Hennweiler Weidegockel, Kartoffelsuppe, Nachtisch, Kuchen, Käse. Und die Musik dazu: herrlicher A-cappella-Gesang der WBS (Words, Beats, Passion) mit Sandra Weiss, Lisa Marie Bender und Sandra Peltzer. Das Trio aus dem 36 Frauen starken DonnaWetter-Chor hatte Wirzius quasi mitbegründet. Klasse auch die Wonderfrolleins mit Isabelle Bodenseh, Andrea Paredes Montes und Lexi Rumpel mit Ohrwürmern der 50er- und 60er-Jahre.

    Beifall für Familien-Musik

    Viel Beifall gab es vor allem für die Darbietungen der Töchter Sandra und Tanja und der Enkelinnen Jasmin, Joanna, Emma und Laura, die eigens für Papa und Opa ein Lied eingeübt hatten. Sandra begleitete auf der Gitarre. Später holten Tanja und Sandra die Akkordeons heraus, spielten Shanties, Walzer und Tango, ließen ihre Eltern dazu tanzen. Musikalisch unterhielt dann DJ Peter, mit dem Wirzius zehn Jahre Discos veranstaltete. Die Tanzbeine schwangen die Akrobaten der Hip-Hop- and Streetdance-Gruppe Own Risk vom VfL Bad Kreuznach. Die Gründerin der international ausgezeichneten Formation, Alexandra Pereira, erinnerte vor dem schweißtreibenden Auftritt ihrer Schützlinge, wie Herbert Wirzius unbürokratisch half, um Auftritte der Formation zu ermöglichen. So war's auch bei Wonderfrollein Isabelle: Die nachhaltige Hilfe für ihre schwerstbehinderte Tochter macht's möglich, dass Isabelle Bodenseh wieder mit Lexi und Andrea musizieren kann. Eigens für Wirzius traten die Wonderfrolleins in neuen Petticoats auf: Schließlich hatte Herbert Wirzius seine Ingrid Anfang der 60er-Jahre kennen- und lieben gelernt, als diese Petticoat trug. 1965 wurde geheiratet.

    So fügt sich alles. „So Gott will, möchte ich trotz fortgeschrittener Jugend noch gesund bleiben und mit meiner Familie und meinen Freunden helfen, wo Hilfe gebraucht wird.

    Dass Herbert Wirzius auch in Hennweiler einen besonderen Stellenwert genießt, wurde daran deutlich, dass die Schule sich um Auf- und Abbau kümmert. Armin Seibert

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